Ansturm auf Corona-Bundeshilfen

Epoch Times5. April 2020 Aktualisiert: 5. April 2020 8:06
Für Soloselbständige und Kleinunternehmer wurden bereits Förderungen in Höhe von 4,1 Milliarden Euro genehmigt. 3.202 Firmen beantragten KfW-Kredite.

Der Ansturm der Unternehmer auf die Corona-Staatshilfen hält unvermindert an. Laut Zahlen aus dem Bundesfinanzministerium, über die die „Bild am Sonntag“ berichtet, haben bis Freitagnachmittag 1,25 Millionen Soloselbständige und Kleinunternehmer den Sofortzuschuss des Bundes beantragt. Förderungen in Höhe von 4,1 Milliarden Euro sind bereits genehmigt.

Auch die Nachfrage nach Corona-Krediten bei der staatlichen Förderbank KfW ist ungebrochen hoch. Bis zum Wochenende beantragten laut Bundesfinanzministerium 3.202 Firmen Darlehen im Gesamtvolumen von 10,9 Milliarden Euro. Im Schnitt benötigt jedes Unternehmen damit 3,4 Millionen Euro.

2.713 Anträge (das entspricht 85 Prozent) sind bereits bewilligt. Über die KfW sichert der Bund die Kredite mit bis zu 90 Prozent ab.

Auch die Stundung der Einkommens-, Umsatz- oder Körperschaftssteuer bis zum Jahresende wird nachgefragt. Die Unternehmen beantragten bisher einen Zahlungsaufschub in Höhe von 260 Millionen Euro, 52 Millionen Euro wurden durch die Finanzämter bereits bewilligt.

Ein Drittel der Menschen erwartet Verschlechterung seiner persönlichen Lage

Die Wirtschaftskrise wirkt sich auch auf die Bundesbürger aus: Nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Kantar für die „Bild am Sonntag“ rechnet mehr als jeder dritte Deutsche (37 Prozent) damit, dass es ihm nach der Coronakrise wirtschaftlich schlechter gehen wird. 60 Prozent der Bundesbürger glauben, dass sich ihre Lage nicht verändert. Lediglich zwei Prozent gehen von einer Verbesserung ihrer wirtschaftlichen Situation aus, ein Prozent machte keine Angaben.

Die von der Bundesregierung und den Bundesländern verhängte Kontaktsperre empfinden 45 Prozent der Bürger als eine starke oder sehr starke Belastung. Für 55 Prozent sind die Maßnahmen wenig oder gar nicht schlimm. Für die Umfrage wurden insgesamt 507 Menschen am 2. April 2020 befragt. (dts)

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