Jeff Bezos.Foto: Drew Angerer/Getty Images

„Chinabooks-Projekt“: Wie Jeff Bezos dem KP-Regime Amazon nutzbar machte

Von 15. Januar 2022 Aktualisiert: 15. Januar 2022 6:52
Amazon-Chef Jeff Bezos machte sich als Eigentümer der „Washington Post“ das widerlegte Narrativ vom „russischen Einfluss“ auf Donald Trump und die Republikaner zu eigen. Er selbst ermöglichte währenddessen Chinas KP-Regime Propaganda über Amazon.

Schwere Vorwürfe gegen den Chef des Amazon-Konzerns Jeff Bezos erhebt der bekannte Blogger Daniel Greenfield. Unter Bezugnahme auf einen Bericht des Senders CNBC schreibt er, Bezos habe sich ein ruhiges Hinterland für die eigene Geschäftstätigkeit in China erkauft.

Er gab dem dortigen KP-Regime die Möglichkeit, über das „Chinabooks“-Projekt amerikanische Amazon-Kunden mit kommunistischer Propaganda zu behelligen.

Ex-Obama-Pressesprecher beriet Jeff Bezos zu China-Geschäft

Der Bericht von CNBC beruft sich auf ein internes Amazon-Dokument. Demzufolge habe der Big-Tech-Konzern vom chinesischen Regime die Zusage erhalten, Bücher an chinesische Kunden zu verkaufen.

Im Gegenzug habe Amazon zugelassen, dass die Führung in Peking ihre eigene Propaganda über das Projekt „Chinabooks“ gegenüber amerikanischen Kunden bewirbt, das etwa 90.000 Titel in seinem Angebot hatte. Zudem sollen Drittanbieter aus China breiten Zugang zum Marktplatz von Amazon in den USA bekommen.

Jay Carney, der frühere Pressesprecher von Präsident Barack Obama, der später in den Amazon-Konzern gewechselt war, hatte das „Chinabooks“-Projekt als Schlüssel dargestellt, um das Regime zur Gewährung weiterer Freiräume an den Konzern für den chinesischen Markt zu bewegen.

In weiterer Folge wurden US-Kunden von Amazon, die in irgendeiner Weise nach Informationen über China über Amazon suchten, schon bald auf verherrlichende Bücher über Diktator Xi Jinping oder solche über „Chinas Kampf gegen die Pandemie“ aufmerksam gemacht.

Zensur nach Beschwerden des Regimes

Auch Bücher, in denen die Lage in der Provinz Xinjiang, wo seit Jahren ein Genozid gegen die uigurische Minderheit im Gange ist, in propagandistischer Weise beschönigt wird, tauchten auf der Plattform auf.

Gleichzeitig gab Amazon dem Drängen des KP-Regimes nach, die Möglichkeit zu entfernen, Bewertungen und Kommentare zu Werken von Xi Jinping zu hinterlassen – nachdem es zu mehreren niedrigen Bewertungen und negativen Rezensionen gekommen war.

Auf Anfrage chinesischer sogenannter Watchdogs seien auch mehrere Kommentare und Bewertungen zu anderen Produkten gelöscht worden.

Viele der angebotenen Bücher wurden vom Verlag Foreign Languages Press (FLP) herausgegeben, einem Projekt der Kommunistischen Partei Chinas. Dieses ist dem „Verlag für Fremdsprachen“ der Sowjetunion nachempfunden und dient der Verbreitung von Desinformation und Propaganda in der ganzen Welt.

Amazon erhielt trotz allem hoch dotierte Verträge mit CIA und US-Armee

Eine besonders brisante Note bekomme der Deal dadurch, so Greenfield, dass Jeff Bezos die „Washington Post“ nicht zuletzt zu Lobbyismus-Zwecken in eigener Sache erworben habe. Dabei ist es ihm gelungen, einen Cloud-Vertrag mit der CIA im Wert von 600 Millionen US-Dollar und einen mit der US-Armee im Wert von zehn Milliarden Dollar zu erlangen, der als JEDI bekannt wurde.

Nachdem die Trump-Administration eine Bevorzugung von Amazon festgestellt hatte, wurde der Vertrag stattdessen an Microsoft vergeben, was zu einer Klage von Amazon und einer entsprechenden Berichterstattung führte. JEDI wurde später gestrichen, Amazon hat mittlerweile aber wieder einen profitablen Anteil an einem neuen JWCC-Militär-Cloud-Vertrag.

Die Propaganda-Kooperation mit dem chinesischen KP-Regime hat Amazon offenbar nicht beim Bemühen geschadet, mit sensiblen Regierungsbereichen ins Geschäft zu kommen. Ebenso wenig der Doppelstandard, der sich in der Wiedergabe der „Russiagate“-Lüge auch in der „Washington Post“ offenbarte.



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Unsere Buchempfehlung

Alle Völker der Welt kennen den Teufel aus ihren Geschichten und Legenden, Traditionen und Religionen. Auch in der modernen Zeit führt er – verborgen oder offen – auf jedem erdenklichen Gebiet seinen Kampf gegen die Menschheit: Religion, Familie, Politik, Wirtschaft, Finanzen, Militär, Bildung, Kunst, Kultur, Medien, Unterhaltung, soziale Angelegenheiten und internationale Beziehungen.

Er verdirbt die Jugend und formt sich eine neue, noch leichter beeinflussbare Generation. Er fördert Massenbewegungen, Aufstände und Revolutionen, destabilisiert Länder und führt sie in Krisen. Er heftet sich - einer zehrenden Krankheit gleich - an die staatlichen Organe und die Gesellschaft und verschwendet ihre Ressourcen für seine Zwecke.

In ihrer Verzweiflung greifen die Menschen dann zum erstbesten „Retter“, der im Mantel bestimmter Ideologien erscheint, wie Kommunismus und Sozialismus, Liberalismus und Feminismus, bis hin zur Globalisierungsbewegung. Grenzenloses Glück und Freiheit für alle werden versprochen. Der Köder ist allzu verlockend. Doch der Weg führt in die Dunkelheit und die Falle ist bereits aufgestellt. Hier mehr zum Buch.

Jetzt bestellen - Das dreibändige Buch ist sofort erhältlich zum Sonderpreis von 50,50 Euro im Epoch Times Online Shop

Das dreibändige Buch „Wie der Teufel die Welt beherrscht“ untersucht auf insgesamt 1008 Seiten historische Trends und die Entwicklung von Jahrhunderten aus einer neuen Perspektive. Es analysiert, wie der Teufel unsere Welt in verschiedenen Masken und mit raffinierten Mitteln besetzt und manipuliert hat.

Gebundenes Buch: Alle 3 Bände für 50,50 Euro (kostenloser Versand innerhalb Deutschlands); Hörbuch und E-Book: 43,- Euro.

Weitere Bestellmöglichkeiten: Bei Amazon oder direkt beim Verlag der Epoch Times – Tel.: +49 (0)30 26395312, E-Mail: [email protected]

Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion