IG-Metall-Chef: Wenig Industriejobs für Flüchtlinge ohne Ausbildung

"Ich wüsste nicht, wo die Jobs herkommen sollen. Natürlich kann man sich vorstellen, dass der polnische Erntehelfer durch einen Flüchtling ersetzt wird", sagte IG-Metall-Chef Jörg Hofmann.
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Flüchtlinge in einer "Zeltstadt"Foto: über dts Nachrichtenagentur
Epoch Times18. November 2015

Flüchtlinge ohne Ausbildung haben in der deutschen Industrie kaum Chancen auf eine Arbeit: "Ich wüsste nicht, wo die Jobs herkommen sollen. Natürlich kann man sich vorstellen, dass der polnische Erntehelfer durch einen Flüchtling ersetzt wird", sagte IG-Metall-Chef Jörg Hofmann in einem Interview mit der Wochenzeitung "Die Zeit". Zuerst sei eine Integration durch Ausbildung nötig.

"Darum muss es jetzt gehen. Es ist eine Chance, diese jungen Leute durch sprachliche und fachliche Ausbildung zu gewinnen." Erst dann entstünden nachhaltige Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Das beste Mittel, um Ressentiments abzubauen, sei den Menschen Gelegenheit zu geben, dass sie zusammenkommen. Dazu könne die IG Metall durch ihre fast 130.000 Vertrauensleute und Betriebsräte einen Beitrag leisten. "Wir haben Geld in die Hand genommen, um unseren Kollegen in den Kommunen zu helfen, Flüchtlingshilfe zu organisieren, Sprachkurse etwa, Initiativen für Praktika und Ausbildung zu ergreifen."

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(dts Nachrichtenagentur)



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