Um Verpackungsmüll zu vermeiden: 71 Prozent der Deutschen würden in „Unverpackt-Läden“ kaufen

Epoch Times19. April 2018 Aktualisiert: 19. April 2018 20:21
Mehr als zwei Drittel der Deutschen finden Unverpackt-Läden, die auf Einmalverpackungen ganz verzichten, gut.

Mehr als zwei Drittel der Deutschen finden Unverpackt-Läden, die auf Einmalverpackungen ganz verzichten, gut: In einer repräsentativen Umfrage des Marktforschungsinstituts Splendid Research sagten 71 Prozent, ihnen gefalle dieses Konzept.

Doch nur acht Prozent der Befragten haben überhaupt schon einmal in einem solchen Geschäft eingekauft – vor allem, weil es keines in ihrer Nähe gibt.

„Das hieße im Umkehrschluss, dass die Menschen in einem solchen Laden kaufen würden, wenn sie einen in der Nähe hätten“, erklärte Studienleiterin Nadine Corleis. Für den Handel tue sich ein großes Potenzial auf.

73 Prozent kaufen dort, um Verpackungen zu vermeiden

In der Umfrage sagten 73 Prozent, ihnen gefalle es, Verpackungen zu vermeiden. 27 Prozent der Befragten finden die Vorstellung gut, sich individuelle Zusammenstellungen kaufen zu können.

17 Prozent gaben an, sie wollten durch einen Einkauf in einem Unverpackt-Geschäft keine Großkonzerne unterstützen. Hauptgrund für eine Ablehnung ist laut Umfrage die Angst vor mangelnder Hygiene.

Am liebsten unverpackt kaufen die Deutschen laut Umfrage Obst, Gemüse und Nüsse – „kein Wunder“, denn diese Lebensmittel könnten gut und sicher transportiert werden und würden von den bekannten Handelsketten auch schon häufig unverpackt angeboten, erklärte Corleis.

Was ist mit biologisch abbaubaren Verpackungen?

Bei Joghurt und Honig dagegen könnten sich die meisten schwer vorstellen, die Sachen erst im Laden einzupacken. Und 14 Prozent der Männer sagten, sie kochten nicht mit frischen Zutaten – Fertiggerichte würden sie in Unverpackt-Läden daher vermissen.

Der Umfrage zufolge möchten 72 Prozent der Befragten allgemein Verpackungen vermeiden. Nur jeder zweite ist demnach aber bereit, für biologisch abbaubare Verpackungen mehr zu zahlen.

Splendid Research befragte im März online 1016 Bundesbürger im Alter von 18 bis 69 Jahren. (afp)

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