Schwedischer Forscher: Kannibalismus soll zukünftige Engpässe von Nahrung überwinden

Der Forscher Magnus Söderlund schlug kürzlich eine makabere Lösung vor, um den CO2- Ausstoß zu verringern: Anstatt frisch Verstorbene zu bestatten, könnte man ihr Fleisch zu Nahrungsmitteln verarbeiten.

Es klingt wie ein makaberer Scherz, ist aber offensichtlich ein ernst gemeinter Vorschlag des schwedischen Forschers. Anfang September ermutigte Professor Söderlund im Zuge einer Präsentation „sich mit der Idee auseinanderzusetzen, dem Klimawandel durch den Konsum von Menschenfleisch den Kampf anzusagen“.

In seiner Präsentation mit dem Titel „Können Sie sich vorstellen Menschenfleisch zu essen?“ legt der Verhaltenswissenschaftler und Marktforscher den Zuhörern nahe, mit dem traditionellen Tabu des Kannibalismus brechen.

Er bezeichnet dieses Tabu als „konservativ“ und ist der Meinung, dass man beginnen sollte, die Menschen zu überreden es einfach einmal zu probieren. In der Videopräsentation des schwedischen Senders channel TV4 erklärt er, dass Nahrung in der Zukunft knapp werden würde. Daher müsse sich die Bevölkerung darauf einstellen, Dinge zu essen, die bisher als widerlich angesehen wurden. Dazu zählt Söderlund auch Menschenfleisch.

Während er auch Haustiere und Insekten als zukünftige Nahrung beschreibt, liegt sein Fokus auf „mannisko-kotts branschen“, was aus dem Schwedischen übersetzt „Menschenfleisch-Industrie“ heißt.

Kannibalismus als Antwort auf Klimaveränderung?

Söderlund beschäftigt sich in seiner Forschung mit „Kaufverhalten“, „Marketing Impulsen“ sowie „Wahrnehmungen von Loyalität, Emotionen und Gerechtigkeit“ und „psychologische Reaktionen in einer Gesellschaft die besessen von Konsum ist“.

Menschen können leicht gelenkt werden, damit sie die richtigen Entscheidungen treffen.“, so Söderlund.

Weiter setzt der Forscher den Widerstand gegen das Essen von Menschenfleisch mit „Kapitalistischen Egoismus“ gleich und wirft die Frage in den Raum:

Sind wir Menschen zu egoistisch, um nachhaltig zu leben?“

Im Laufe des Vortrags fragt Söderlund das Publikum, wie viele bereit wären, Menschenfleisch zu essen. Erwartungsgemäß meldeten sich nicht viele, die bereit wären dieses menschliche Tabu zu brechen.

Auf die Frage, ob er selbst Menschenfleisch essen würde, antwortet der Forscher:

Ich würde auch zögern, aber um nicht übermäßig konservativ zu erscheinen würde ich sagen…. Ich wäre zumindest bereit es zu versuchen.“

Ein anderer Vortrag von Söderlund trägt den Titel „Essen der Zukunft: Würmer, Grashüpfer oder Menschenfleisch“ und enthält Blutspritzer im Foliendesign.

Gesundheitliche Folgen

Einen Punkt den der Forscher in seinem Vortrag außer Acht lässt, sind die gesundheitlichen Folgen, die Kannibalismus mit sich bringt. So wird dem Essen von Menschenfleisch die tödliche Krankheit „Kuru“, die beim Stamm der Fore festgestellt wurde, zugeschrieben.

Der Stamm der Fore, der bis 1930 isoliert in Papua New Guinea lebte, verspeiste seine Toten, bevor sie den Würmern zum Opfer fallen konnten. Dieses Verhalten wurde als Auslöser der Epidemie der Krankheit „Kuru“ bezeichnet. Diese tödliche Krankheit, die auch „der Lachende Tod“ genannt wird, wird durch fehlgefaltete Proteine im Kleinhirn ausgelöst. Die Folgen der neurodegenerativen Erkrankung sind Krampfanfälle, plötzliche und unkontrollierte Lachanfälle, Verlust der Koordination und schlussendlich der Tod. Das letzte bekannte Todesopfer aufgrund von dieser Krankheit wurde 2009 dokumentiert.

Wer auch immer die schwedische Öffentlichkeitsarbeit über hat, macht einen miserablen Job.“

ist die schwedisch-amerikanische Journalistin Celia Farber überzeugt. Das nordische Land sei besessen von „Atheismus und politischer Korrektheit“ und ist ihrer Meinung nach mit diesem Vorschlag nun endgültig dabei, die letzten Grenzen der Menschlichkeit aufzusprengen.

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