Spontanverbrennung: Neuer Fall in Irland?

Epoch Times21. Oktober 2011 Aktualisiert: 21. Oktober 2011 15:00
Fälle von Spontanverbrennung eines Menschen wurden im Lauf der letzten Jahrhunderte äußerst selten beobachtet. Meistens verbrannte der Körper fast vollständig.

Das in der Vergangenheit oft heiß debattierte Thema der Spontanverbrennung rückte durch eine amtliche Leichenuntersuchung in Irland, die am 22. September stattfand, wieder ins Rampenlicht der Öffentlichkeit.

Dieses Phänomen wurde zur Erklärung einiger mysteriöser Todesfälle innerhalb der letzten drei Jahrhunderte herangezogen. Dabei verbrannten Menschen anscheinend ohne eine erkennbare äußere Quelle der Entzündung.

Michael Faherty aus Galway starb am 22. Dezember in seinem Wohnzimmer anscheinend durch Feuereinwirkung. Der Körper des 76-Jährigen wurde fast vollständig verbrannt. Jedoch die einzigen Schäden, die in der Wohnung festgestellt wurden, waren Brandflecken unter den menschlichen Überresten und darüber an der Decke.

Ein Nachbar rief den Notdienst, nachdem um 3 Uhr morgens der Alarm eines Rauchmelders ausgelöst wurde. Selbst erfahrene Feuerwehrbeamte konnten die Ursache des Feuers nicht feststellen.

Der Richter von West Galway, Dr. Kieran McLoughlin, erklärte bei der gerichtlichen Untersuchung der Todesursache, dass der Rentner spontan verbrannt sei, berichtete die Zeitung The Irisch Times.

Der Untersuchungsrichter war sicher, dass es keine Spuren von Brandbeschleunigern gab, dass kein Verbrechen vorlag und dass der nahestehende Kamin nicht angefacht wurde.

„Dieser Brand wurde gründlich untersucht und ich bin zu dem Ergebnis gekommen, dass er in der Kategorie „Spontanverbrennung menschlicher Körper“ zuzuordnen ist, wofür es bis jetzt noch keine Erklärung gibt“, sagte Dr. McLoughlin laut The Irish Times.

Erklärungsansätze

Wie ist es möglich, dass ein menschlicher Körper verbrennt, ohne dass er Flammen ausgesetzt wird? Eine mögliche Erklärung ist der „Dochteffekt“. Bei dieser Hypothese nimmt man an, dass eine externe Feuerquelle die Kleidung des Opfers entzündet, die wie ein Docht das Unterhautfett aufsaugt. Dieses reicht aus, um den größten Teil – wenn nicht sogar den gesamten Körper – zu verbrennen.

Eine andere Annahme ist, dass sich durch Reibung oder durch ein starkes Magnetfeld im Körper große elektrostatische Energie aufbauen kann, deren Entladung zu einer Verbrennung des Körpers führt.

Alternativ könnte sich auch Methan im Darm des Opfers sammeln und sich durch Verdauungsenzyme entzünden. Weiterhin gibt es hochenergetische Stoffe in den Muskeln – sogenannte Phosphagene – die das Potential haben, sich spontan zu entzünden.

Aktuelle Fälle

Innerhalb der letzten 300 Jahre gab es einige bekannte Fälle, die zu den Spontanverbrennungen gezählt werden. Beispiele aus neuerer Zeit sind der Walliser Henry Thomas, der 1980 verbrannte und der New Yorker Feuerwehrmann George I. Mott, der 1986 in seiner Wohnung starb.

Alles was von Mott übrig blieb, war ein geschrumpfter Schädel und ein Teil seines Brustkorbs. Untersuchungsbeamte nahmen an, es könnte sich bei der Ursache um ein Gasleck oder einen Lichtbogen von einem Starkstromanschluss gehandelt haben.

Von Henry Thomas blieb ebenfalls der Schädel zurück. Außerdem waren die Unterschenkelknochen erhalten. Der Stuhl auf dem er gefunden wurde, war zur Hälfte zerstört, aber es schien so, als hätte er bequem vor dem Fernseher gesessen.

Einige Menschen behaupten, Spontanverbrennungen überlebt zu haben. 1985 war Paul Hayes in England plötzlich von Flammen umgeben, die von der Taille ausgingen, während er in der Nacht eine ruhige Straße entlang ging.

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Er versuche fortzulaufen, fiel aber hin und wälzte sich auf dem Boden in dem Glauben, er müsse sterben. Eine halbe Minute später erlosch das Feuer genauso unerklärlich, wie es begonnen hatte und er begab sich ins Krankenhaus, um seine Brandwunden behandeln zu lassen.

Ein ähnlicher Fall wird aus Amerika berichtet. Eines Morgens begann plötzlich der Rücken von Kay Y. Fletcher kräftig zu rauchen. Ihr Mann erinnert sich, dass der Rauch aus ihrer Haut kam und es keine Flammen gab, aber dass er den Geruch von verbranntem Fleisch wahrnahm.

Fälle von Spontanverbrennung sind äußerst selten. Laut The Irish Times war dem Untersuchungsrichter Dr. McLoughlin nie zuvor ein solcher Fall begegnet, obwohl er sich 25 Jahre mit der Untersuchung von Todesursachen befasst hatte.

Er hatte in Bernard Knights Buch der Forensischen Pathologie nachgelesen, in dem auch die Spontanverbrennung erwähnt wird. Dort war vermerkt, dass sich die angeblichen Fälle fast immer in der Nähe eines offenen Feuerplatzes oder eines Kamins ereignet hatten. (red.)