Explosion: Ausfälle im Kommunikationssystem von Nashville – Razzia in Vorort

Epoch Times27. Dezember 2020 Aktualisiert: 27. Dezember 2020 16:28
Nach der Explosion eines Wohnmobils in Nashville sind die Hintergründe der Tat weiter unklar. Die Explosion, die sich an der Hintertür eines AT&T-Gebäudes ereignete, scheint große Schäden am Gebäude verursacht zu haben und führte zu weitreichenden Kommunikationsausfällen in der Innenstadt von Nashville.

Das FBI und die ATF-Polizei haben am Samstag eine Razzia in einem Haus in einem Vorort von Nashville durchgeführt, der mit dem Wohnmobilanschlag in der Innenstadt von Nashville in Verbindung gebracht wird, der sich am Weihnachtsmorgen ereignete. Das Haus von Interesse befindet sich etwa zwölf Meilen südöstlich von Nashville, wie The Epoch Times berichtete.

Verschiedene Videos zeigen, dass mehrere Bundes- und lokale Behörden, darunter das FBI, die ATF-Polizei und das Metro Nashville Police Department, an der Razzia beteiligt waren.

FBI Public Affairs Officer Darrell DeBusk sagte Reportern vor Ort, dass Informationen, die im Laufe der Ermittlungen ermittelt wurden, die Behörden zu dem Haus geführt hatten. DeBusk sagte, dass vorerst niemand in Gewahrsam ist. Öffentlichen Aufzeichnungen zufolge war das Haus zuvor im Besitz von Anthony Q. Warner, einem unverheirateten Mann. Er verkaufte das Haus erst kürzlich am 25. November.

Ein Google-Maps-Bild, das im Mai 2019 aufgenommen wurde, zeigt ein Chateau-Wohnmobil, das auf dem Grundstück des fraglichen Hauses geparkt ist. Es ähnelt dem Wohnmobil auf dem Foto, das vom Metro Nashville Police Department veröffentlicht wurde und Berichten zufolge in der Innenstadt von Nashville explodierte. Die Epoch Times kann nicht bestätigen, ob das Wohnmobil auf dem Grundstück das gleiche ist wie das, das explodiert ist.

Mehrere Medien, einschließlich „CBS News“ und „The Tennessean“, haben Warner als eine Person von Interesse identifiziert, unter Berufung auf Quellen aus der Strafverfolgungsbehörde. Das Metro Nashville Police Department reagierte nicht sofort auf die Anfrage von The Epoch Times, die Berichte zu bestätigen.

Das FBI lehnte es ab, die Berichte über die Identifizierung Warners als angebliche Person von Interesse zu kommentieren.

Der verantwortliche Special Agent der FBI-Außenstelle in Memphis, Douglas Korneski, sagte gegenüber Reportern: „Zu diesem Zeitpunkt haben wir keinen Hinweis darauf, dass wir nach einer anderen Person suchen.“ Er fügte hinzu: „Wir glauben, dass es derzeit keine aktiven Bedrohungen gibt“.

Ausfälle im Kommunikationssystem von Nashville

Die Explosion, die sich an der Hintertür eines AT&T-Gebäudes ereignete, scheint große Schäden am Gebäude verursacht zu haben und führte zu weitreichenden Kommunikationsausfällen in der Innenstadt von Nashville.

Die Notrufsysteme der Polizei in Tennessee, Kentucky und Alabama sowie die COVID-19-Community-Hotline von Nashville und eine Handvoll Krankenhäuser waren von der Explosion betroffen und blieben außer Betrieb, da die AT&T-Zentrale betroffen war. Das Gebäude enthielt eine Telefonzentrale, in der sich Netzwerkgeräte befanden. Das Unternehmen hat es abgelehnt, genauer zu sagen, wie viele Menschen betroffen sind.

Flüge vom Nashville International Airport (BNA) wurden am Freitag von der FAA aufgrund von Telekommunikationsproblemen vorübergehend gestoppt. Sie wurden am späten Freitagnachmittag mit Verspätungen wieder aufgenommen.

AT&T sagte, dass das Unternehmen zusammen mit Sicherheits- und Bauingenieuren daran arbeitet, die Stromversorgung der Geräte an der beschädigten Stelle wiederherzustellen, was nach der Explosion zu ihrem Schwerpunkt geworden ist.

„Wir machen weiterhin Fortschritte bei der Wiederherstellung nach dieser verheerenden Explosion. Wir schließen unsere Arbeiten so schnell und so sicher wie möglich ab. Wir beginnen damit, die Stromversorgung der Anlagen im Gebäude wiederherzustellen, nachdem wir Generatoren durch die Wände hindurch angeschlossen haben. Wir sind zuversichtlich, dass diese Anlagen in den kommenden Stunden wieder online sein werden“, sagte das Unternehmen in einer Erklärung am Samstagnachmittag.

Das Unternehmen weigerte sich zu sagen, ob Warner ein AT&T Mitarbeiter oder Auftragnehmer war.

Explosion nach Vorwarnung

Im Zentrum von Nashville war am frühen Freitagmorgen ein Wohnmobil explodiert, aus dem heraus zuvor per Lautsprecher-Durchsage Aufforderungen zur Evakuierung gekommen waren. Wegen der Warnungen konnte die Gegend rechtzeitig geräumt werden, drei Menschen wurden leicht verletzt. Die Wucht der Explosion war gewaltig, dutzende Häuser wurden schwer beschädigt.

FBI-Ermittlungschef Doug Korneski sagte bei einer Pressekonferenz am Samstag, rund 250 FBI-Beamte seien an den Ermittlungen beteiligt. Er zeigte sich „ziemlich zuversichtlich“, dass der Vorfall aufgeklärt und der Täter gefunden werde. „Wir brauchen einfach nur Zeit.“ Zu möglichen Verdächtigen wollte sich Korneski nicht äußern. Er deutete jedoch an, dass es keinen Hinweis auf mehrere Beteiligte gebe.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft gingen bis Samstag mehr als 500 Hinweise aus der Bevölkerung zu dem Vorfall ein. Korneski sprach von einem „riesigen Tatort“, durch die Detonation seien Beweisstücke über mehrere Häuserblocks hinweg verteilt worden.

Nashvilles Polizeichef John Drake lobte das schnelle Handeln der Beamten. Diese hätten die Warn-Durchsage sofort ernst genommen und mit der Räumung der Häuser begonnen. „Statt es nur als mögliche Drohung aufzufassen und zuerst Verstärkung zu rufen, begannen sie sofort an die Haustüren zu klopfen und die Evakuierung zu koordinieren“, sagte Drake.

Tennessees Gouverneur Bill Lee forderte US-Präsident Donald Trump auf, in dem Bundesstaat den Ausnahmezustand auszurufen, um rasch Bundesmittel bereitstellen zu können. Am Samstag besuchte Lee das Explosionsgebiet. Der Gouverneur forderte eine Prüfung der teils historischen Gebäude in der Nähe des Tatorts auf ihre „strukturelle Unversehrtheit und Sicherheit“. (afp)


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