Nach dem Mittagessen in einer Kita.Foto: Jens Wolf/dpa

Politikversagen in Chemnitz: Kita „Stupsnase“ macht wegen Drogendealern den Zaun dicht!

Epoch Times5. Juni 2019 Aktualisiert: 5. Juni 2019 13:32
Drogendealer in nächster Nähe, Marihuana-Gestank in der Luft. Mit einem Sichtschutzzaun um die einst schönste Kita des Freistaates Sachsen zieht die Stadtverwaltung in den Drogenkampf.

Eine Kita im Wandel der Zeit. Das Bild der einst als schönste Kita des Freistaates Sachsen ausgezeichneten „Kita Stupsnase“ hat sich in den letzten sechs Jahren mächtigt gewandelt. Der Grund: Vor der Chemnitzer Kita werden Drogen vertickt.

Der Zaun der Kita „Stupsnase“ in der Chemnitzer Wiesenstraße sorgt in den letzten Tagen für Schlagzeilen. Denn anders als in anderen Kindergärten können die Kinder nicht mehr schauen, was außerhalb ihrer Kita vor sich geht. Sie können auch nicht mehr sehen, wenn sie jemand am Nachmittag vom Spielen abholt. Und das hat einen guten Grund. Denn unmittelbar in nächster Nähe wird gedealt.

Ein Anwohner sprach laut „Bild“ von Marihuana-Qualm. „Der Gestank zog rüber bis auf die Spielfläche“. Eine weitere Anwohnerin sagte:

Neben dem Zaun gibt‘s Drogenhandel. Da wurden ganz ungeniert Tütchen von einem Typen zum anderen rübergeschoben. Die Kinder konnten das beobachten. Einmal bewarfen sich Typen mit Pflastersteinen!“

Die Behörden scheinen dagegen machtlos zu sein. Die Präsenz von Polizei und Ordnungsbeamten, die den Drogenhandel unterbinden sollen, scheinen jedenfalls keine Lösung zu sein. Scheinbar auf Anhieb gelingt es dem Video-Team von „RTL“ mit versteckter Kamera, einen Drogendealer bei seiner Arbeit zu filmen. Auch dem Reporter werden Drogen angeboten.

Laut „Focus“ heißt es von der Stadt:

Der Sichtschutzzaun ist bereits 2018 angebracht worden, da es zur damaligen Zeit vermehrt Einsätze von Ordnungskräften wegen allgemeiner Straßenkriminalität gegeben hat.“

Jana Ulbricht, Pressesprecherin der Polizei Chemnitz teilt mit, dass es nicht den Tatsachen entspräche, dass keine Maßnahmen gegen die Drogendealer ergriffen würden. Wie andere Großstädte so habe auch Chemnitz mit der Drogenkriminalität zu kämpfen. Die Polizei würde „regressive Maßnahmen“ ergreifen.

Seitdem in der Innenstadt Razzien gegen Drogen und Gewalt durchgeführt werden, hat sich die Kriminalität verlagert, so „Bild“. Der Platz um die Kita ist neuer Schauplatz der Drogendealer geworden. Doch dank des Sichtschutzes sehen die Kinder das nur, wenn sie zur Kita gebracht oder wieder abgeholt werden. (sua)


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