Prozess in Ravensburg: Junger Afghane „mit dem blutüberströmten Messer“ stand vor dem Oberbürgermeister

Seit Donnerstag, 21. März, steht ein 22-jähriger Afghane vor dem Landgericht in Ravensburg, Baden-Württemberg. Der Asylbewerber hatte im September vergangenen Jahres auf zwei syrische Asylbewerber eingestochen und zudem einen helfend eingreifenden Passanten verletzt.

Nach Angaben von Oberstaatsanwalt Karl-Josef Diehl habe der Mann in Ravensburg einen Streit mit einem Arbeitskollegen austragen wollen, von dem er sich durch eine Äußerung gehänselt fühlte. Er forderte ihn auf zum Marienplatz zu kommen. Daraufhin kaufte er sich ein großes Küchenmesser und ging zu dem Treffen. Doch der Arbeitskollege erschien nicht. Da rastete der junge Afghane völlig aus – im Rahmen eines „psychotischen Erlebens“, wie es Oberstaatsanwalt Karl-Josef Diehl im September 2018 nannte.

Nach Einschätzung des Gerichts ist der mutmaßliche Täter psychisch Krank, weshalb er sich keinem normalen Strafverfahren stellen muss, sondern einem Sicherungsverfahren. In vier Verhandlungstagen soll geklärt werden, ob der Mann dauerhaft in einer Psychiatrie untergebracht wird.

(afp/sm)

Quelle: https://www.epochtimes.de/blaulicht/prozess-in-ravensburg-junger-afghane-mit-dem-blutueberstroemten-messer-stand-vor-dem-oberbuergermeister-a2830781.html