George Orwell 2020: 5G-Brillen mit Gesichtserkennung im Polizei-Einsatz in China

Epoch Times9. Januar 2020 Aktualisiert: 9. Januar 2020 8:26
Echtzeit-Gesichtserkennung ist keine Hollywood-Fantasie mehr. Der chinesische Zoll benutzt sie schon und zwei Twitter-Videos lassen vermuten, dass auch chinesische Polizisten über die Technik verfügen. Ihre Möglichkeiten ließen selbst George Orwell erblassen.

„Wie Google-Glas auf Steroiden“, schreibt ein Twitter-Nutzer unter einem Video, dass die Möglichkeiten smarter 5G-Brillen mit Gesichtserkennung in China promoten soll.

Der etwa zweieinhalb-minütige Clip wurde ursprünglich als 5G-Werbung für das staatseigene Kommunikationsunternehmen China Mobile gedreht, zeigt aber, wozu die Technik – und die Polizei Chinas – in der Lage ist. Der Zoll bestätigte die Nutzung bereits. Ein weiteres Twitter-Video vom 4. Januar lässt vermuten, dass nun auch Polizisten auf diese Technik zurückgreifen können.

600.000 Menschen binnen Sekunden identifiziert

Jeden Tag überqueren etwa 600.000 Menschen den Grenzübergang zwischen Shenzhen und Hongkong und stellen den Zoll vor immer neue Herausforderungen. Angesichts der schieren Masse der Menschen, war es bislang relativ einfach Waren zu schmuggeln. Mit dem Einzug der 5G-Brillen und Gesichtserkennung werden Personen jedoch binnen Sekunden erkannt.

Die Brille wurde erstmals im Hafen von Shenzhen eingesetzt und erwies sich als überaus nützlich, um den Beamten „bei der Identifizierung von Reisenden mit hohem Risiko zu helfen“, schreibt die Hongkong-Ausgabe des britischen „Standard“.

Sobald ein Reisender die Zollstelle betritt, scannt die Software sein Gesicht und sucht in der umfassenden Datenbank des Zolls nach dem passenden Eintrag. Dank BigData und 5G geschieht dies binnen Sekunden. Sobald ein Verdächtiger erkannt wurde, hört der Träger der Brille einen akustischen Alarm und bekommt die entsprechende Person „auf den Bildschirm gelegt.“ Zusätzlich dazu markiert ein roter Rahmen die Person im Sichtfeld der Brille.

Ein Zollbeamter erklärte dazu: „Es stärkt die Identifizierung von Risikoreisenden und ermöglicht den Beamten, sie mit höherer Effizienz zu lokalisieren, was eine effektivere Strafverfolgung ermöglicht.“ Um die Trefferquote zu erhöhen, ergänzen weitere Kameras im Gebäude das Sichtfeld der Brille.

Neben der Echtzeit-Markierung gibt die Brille zudem Namen, Reisedokumente und gegebenenfalls frühere Aufenthalte und Gepäckinformationen preis, „um den Zoll bei der Beschlagnahmung und Durchsuchung von risikoreichen Reisenden zu unterstützen.“

Gesichtserkennung jetzt auch bei der Polizei?

Ein kürzlich aufgetauchtes Video aus Hongkong zeigt eine Polizistin, die eine Brille mit erstaunlicher Ähnlichkeit zu der aus dem 5G-Werbespot trägt. Diese beiden Videos geben einen kleinen Hinweis, wozu Chinas regierende Kommunistische Partei (KPCh) in der Lage ist.

Das Werbevideo (siehe unten) zeigt einen Zivilpolizisten mit einer vermeintlichen Sonnenbrille, der die Massen in der U-Bahn-Station am Volksplatz von Shanghai im Auge behält. Alsbald erkennt die Brille einen potentiellen Risikoreisenden und warnt den Beamten, der zunächst unauffällig die Verfolgung aufnimmt. Als der Verdächtige am Ausgang der Station flüchtet, weiß der Beamte, dass die Brille richtig lag.

Seine spontane Verkleidung in einer Gasse kann zwar die herbeigerufenen Gesetzeshüter überlisten, nicht jedoch die Technik, die ihn letztendlich mit Funk-gesteuerten Dornen in der Straße zu Fall bringt.

George Orwells 2020

Das Video spaltet die Meinung der Twitter-Nutzer. Während einige Wenige die Technik – oder den armen Parkour-Läufer – loben, sehen andere, meist westliche, Kommentatoren, eine massive Bedrohung ihrer Gesellschaft. Ein Nutzer fragt sogar: „Was für ein Buch hätte Orwell geschrieben, wenn er 2019 schreiben würde?

Dabei sollte das Video, das unter anderem in WeChat verbreitet wurde, nicht die Polizeiarbeit, sondern 5G bewerben. Das Voice-Over am Ende des Videos erklärt dann auch in Mandarin, dass man die Gesichtserkennung (und die totale Überwachung) nicht unterstütze. Wie „Slate“ berichtet, prahlt sie aber damit, „dass 5G schnell genug ist, um ‚intelligente Städte‘ zu ermöglichen“.

Auch außerhalb Chinas beschäftigt und spaltet das Thema Gesichtserkennung die Menschen. In San Francisco wurde die Technologie im November offiziell verboten, während die britische Polizei die Verwendung verteidigte, nachdem sich ein Bürger über die Verletzung seiner Privatsphäre beschwert hatte.

„Slate“ schreibt weiter, dass „all das im Angesichts Chinas erblasst“. Dort seien „mit dieser Technologie ausgestattete Kameras […] entlang der meisten großen chinesischen Stadtstraßen und sogar in einigen öffentlichen Toiletten aufgetaucht.“ (ts)

Mögen Sie unsere Artikel?
Unterstützen Sie EPOCH TIMES
HIER SPENDEN

Eine Buchempfehlung vom Verlag der Epoch Times

Die KP China präsentiert ihre ehrgeizigen Ambitionen unter der Tarnung eines „friedlichen Aufstieg“ Chinas. Dies macht es der internationalen Gemeinschaft schwer, ihre wahren Motive zu verstehen. Die KP China ist keine politische Partei oder Regierung im normalen Sinne. Sie repräsentiert nicht das chinesische Volk. Sie repräsentiert das kommunistische Gespenst. Sich mit der KP China zu identifizieren, bedeutet, sich mit dem Teufel zu identifizieren.

China und die Welt stehen an einem Scheideweg. Für das chinesische Volk kann von der Kommunistischen Partei Chinas, die unzählige Blutschulden hat, keine wirklichen Reformen erwartet werden. China wird nur dann besser dran sein, wenn es frei von der Kommunistischen Partei ist. Durch die Eliminierung der Kommunistischen Partei, die wie ein bösartiger Tumor ist, wird China gedeihen.

Die scheinbar unbezwingbare Sowjetunion löste sich über Nacht auf. Obwohl die KP China weltweit ihre Reißzähne zeigt, könnte ihre Auflösung genauso schnell erfolgen, sobald die Welt ihre böse Natur erkennt und die richtige Wahl trifft.

Im März 2018 dachte „The Economist“ in einem Artikel mit dem Titel „How the West Got China Wrong“ über die Politik nach, die die westlichen Länder gegenüber China verfolgt haben und dass sie wetteten, dass China in Richtung Demokratie und Marktwirtschaft gehen würde. „The Economist“ räumte ein, dass das Glücksspiel des Westens gescheitert ist, dass China unter der KP China keine Marktwirtschaft ist und auf seinem derzeitigen Kurs nie eine sein wird.

Hier weitere Informationen und Leseproben.

ISBN Band 1: 978-3-9810462-1-2, Band 2: 978-3-9810462-2-9, Band 3: 978-3-9810462-3-6, Drei Bände 1-3: 978-3-9810462-6-7. Einzeln kostet jeder Band 19,90 Euro (zzgl. 2,70 Euro Versandkosten), alle drei Bände gemeinsam sind im Moment noch zum Sonderpreis von 50,50 Euro (kostenloser Versand innerhalb Deutschlands) zu erwerben. Das Buch hat insgesamt 1008 Seiten und über 1200 Stichworte im Indexverzeichnis.

Bestellmöglichkeiten: Das dreibändige Buch ist sofort erhältlich in unserem neuen Online-Buch-Shop, bei Amazon oder direkt beim Verlag der Epoch Times – Tel.: +49 (0)30 26395312, E-Mail: [email protected]

Das Buch gibt es auch als E-Book und als Hörbuch

Das E-Book gibt es in den Formaten PDF, EPUB oder MOBI. Das Hörbuch bieten wir im MP3-Format zum Download an. Einzeln kostet jeder Band 17,90 Euro, alle drei Bände sind im Moment noch zum Sonderpreis von 43,00 Euro zu erwerben. E-Books und Hörbücher sind in unserem neuen Online-Buch-Shop oder direkt beim Verlag der Epoch Times bestellbar – Tel: +49 (0)30 26395312, E-Mail: [email protected]