Der New Yorker Landesabgeordnete Michael Benjamin. (Foto: Webseite von Michael Benjamin)

Die Angst der Kommunistischen Partei Chinas vor traditioneller Kultur

Von 24. Dezember 2007 Aktualisiert: 24. Dezember 2007 9:03

Am 18. Dezember fand die Premiere der Weihnachtsshow „Holiday Wonders“ im Beacon Theatre in New York statt. Am selben Tag landete ein Brief des Chinesischen Generalkonsulats in New York auf dem Schreibtisch des New Yorker Landesabgeordneten Michael Benjamin. Der Brief schien ein gewöhnlicher Weihnachtsgruß zu sein, beim Weiterlesen jedoch entpuppte er sich als Drohgebärde: Der Abgeordnete solle auf keinen Fall die Weihnachts- und Neujahrshow der Shen Yun-Künstlergruppe „Holiday Wonders“ und „Chinese New Year Spectacular“ unterstützen, denn diese würde die chinesisch-amerikanischen Beziehungen unterminieren. Die beiden Shows werden vom Fernsehsender New Tang Dynasty Television (NTDTV) veranstaltet, der laut dem Drohbrief ein Falun Gong-Sender sei, und Falun Gong, so der Brief weiter, sei eine „häretische Religion“.

Der Landesabgeordnete ließ den Brief veröffentlichen. Die amerikanische Bevölkerung und auch die Welt sollte dadurch die Kommunistische Partei Chinas besser kennen lernen. Michael Benjamin sagte der Epoch Times: „Das ist die Schande der Kommunistischen Partei Chinas. Das ist jedoch auch ein guter Beweis für das Wesen der Kommunistischen Partei.“

Eine ganz besondere Show

Ursprünglich wollte Kennedy Benjamin, die Ehefrau des Landesabgeordneten, nur am VIP-Empfang der Weihnachtsshow teilnehmen. Doch der Brief des Chinesischen Konsulates an ihren Mann machte sie neugierig, was es denn mit dieser Show von NTDTV auf sich habe: „Ich muss mir unbedingt die Zeit verschaffen, um die Show anzusehen!“ Ihr Mann hatte vor zwei Jahren die Neujahrgala von NTDTV besucht: „Eine ausgezeichnete Vorführung. In der wunderschönen Musik und den Tänzen wurde die chinesischen Traditionen und Geschichte widergespiegelt, die Tugend des chinesischen Volkes zum Ausdruck gebracht“, sagt Benjamin der Epoch Times.

Die große Angst der Kommunistische Partei

Im Jahre 2004 hatte NTDTV erstmals eine Neujahrgala mit traditionellem chinesischen Tanz und Gesang veranstaltet. Und schon von Anfang an wurde diese Veranstaltung von der Kommunistischen Partei Chinas als böse bezeichnet und keiner solle sie unterstützen. Im Gegensatz dazu, war die Resonanz auf die Gala jedoch sehr gut und wurde immer größer. Warum stört aber die Kommunistische Partei Chinas eine solche Vorführung, welche die chinesische traditionelle Kultur fördert? Der Abgeordnete Benjamin findet eine einfache Antwort auf diese Frage, nämlich, dass die Partei verschiedene Stimmen verhindern möchte. Es sei eine lange Tradition der KP, Freiheit und Demokratie zu unterdrücken und die traditionelle chinesische Kultur zu zerstören. Besonders in der Kulturrevolution wurden die traditionellen Werte gründlich vernichtet, und dem Volk stattdessen die Partei-Ideologie und deren Denkmuster aufgezwungen.

Wenn das chinesische Volk seine eigene traditionelle Kultur wiederbeleben kann, kann es auch zum seinem traditionellen moralischen Werte-System und den allgemeingültigen Werten, einschließlich des Geistes der Freiheit und des friedlichen Widerstands zurückkehren. Dadurch kann das Volk neue Gedanken bekommen und einen richtigen Weg zur Reform finden.

KP „unterstützt“ durch Verunglimpfung

Feng Kaili, die Pressesprecherin von NTDTV, erklärte, dass der Fernsehsender Kunst und Kultur fördere, welche Grundwerte wie Wahrhaftigkeit, Gutherzigkeit und Schönheit beinhalten und sich somit von der Parteikultur unterscheide, und davor habe die KP Chinas große Angst. Jedoch haben die Erfahrungen gezeigt, dass die Störungen und Verunglimpfungen seitens der KP-Organe eher zu einer positiven Werbung für die NTDTV-Veranstaltungen werden. Viele Menschen haben dadurch erst von den Veranstaltungen erfahren und seien auch erst deshalb gekommen.

Die Pressesprecherin wies besonders auf die Vorfälle während der Neujahrsgala 2007 in der australischen Hauptstadt Canberra hin. Viele Abgeordnete kamen erst deswegen zur Gala, weil sie Briefe von der Chinesischen Botschaft bekommen hatten, in denen ihnen geraten wurde, nicht zur Gala zu gehen. Damals wurden sogar gewitzelt: „Wir können hier vor der Gala schon fast eine Parlamentssitzung einberufen“. Feng Kaili rechnet auch für die aktuelle Gala mit ähnlicher „Unterstützung“.

Die Verhaltensweise der KP ist unverändert

Die Veröffentlichung des Briefes des Chinesischen Konsulates durch den Landesabgeordneten Benjamin fand viele Zustimmungen unter seinen Kollegen und Menschenrechtsorganisationen. Der Bürgermeister der Stadt Fort Lauderdale in Florida hat einen ähnlichen Brief des Chinesischen Konsulates in Houston bekommen. Er empfand das Verhalten des Konsulates als völlig unangemessen. Er verlieh sogar an NTDTV eine Proklamation für seinen kulturellen Beitrag.

„Ich bin sehr besorgt darüber, dass die chinesische Regierung die kulturellen Veranstaltungen der amerikanischen Bürger in den USA stört. Das Regime verletzt die Rechte und die Freiheit seines eigenen Volkes. Daher bin ich nicht überrascht, dass es solche Sachen tut“, sagte die stellvertretende Vorsitzende des Außenausschusses des amerikanischen Kongresses Ileana Roslehtinen. Sie müssten aber für ihre Verletzung der von der amerikanischen Verfassung geschützten Meinungsfreiheit der amerikanischen Bürger die Verantwortung tragen.

Der Direktor der Christianity Solitary International Dr. Keith Roderick sah die Verhaltensweise der Kommunistischen Partei als unverändert. „Die Briefe der Konsulate legen ihre Absicht offen, dass sie nicht nur in China, sondern auch im Westen die Freiheit der Menschen zu ersticken versuchen. Eine kulturelle Kunstvorführung als Zerstörung der Beziehung zwischen China und Amerika zu bezeichnen, ist eine Beleidigung der menschlichen Intelligenz“.



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