Chinesischer Professor riskiert alles für ein freies demokratisches China

Ein freies demokratisches China ohne KPC ist der sehnlichste Wunsch der 55-jährigen chinesischen Professors Jia Jia. Er bezeichnet sich als Chinese mit großer Strebsamkeit. Er leitet in China den staatlichen Verein der Elitewissenschaftler der Provinz Shanxi sowie das Zentrum des nationalen Netzwerks der wissenschaftlichen Experten. Er ist ein hoher chinesischer Beamter.

Am 22. Oktober kam Professor Jia Jia mit einer chinesischen Delegation in Taiwan an. Gleich nach der Ankunft findet die Delegation ihn nicht mehr. Zwei Tage später taucht er bei der Polizeistation auf und beantragt politisches Asyl. Sein Asylantrag wurde jedoch von der taiwanesischen Regierung wegen rechtlicher Probleme abgelehnt und er wandte sich am 26.Okt. nach Hongkong. Als Chinese darf er dort aber höchstens sieben Tage bis zum 2. November bleiben. Seine Befürchtung, einer harten Verfolgung seitens der KPC im Falle seiner Rückkehr nach China ausgesetzt zu sein, ist wohl begründet, weil er öffentlich die Parteimitglieder aufruft, sich von der KPC abzuwenden. Er bestätigte in seiner Pressekonferenz die vom Epoch Times Verlag veröffentlichte große Zahl der Austrittserklärungen aus der KPC von inzwischen 15 Millionen. Eine Zahl, die viele westliche Regierungen nicht glauben wollen. Er hat noch eine Namensliste von mehren Hundert Chinesen, davon viele hohe Beamte, bei sich, die beabsichtigen, aus der KPC auszutreten.

Nach Berichten von Radio Free Asia hat die Staatssicherheitsbehörde der KPC durch mehrere Journalisten indirekt Prof. Jia Jia mitgeteilt, dass er sie anrufen solle. Die Webseite des Vereins der Elitewissenschaftler der Provinz Shanxi, wo Prof. Jia als Generalsekretär vorgestellt wird,  wurde inzwischen in China geschlossen. Die chinesische Regierung hat bisher noch keine offizielle Stellung zur Flucht genommen und Berichte darüber sind auch in den inländischen chinesischen Medien nicht zu finden.

Antrag auf  Verlängerung der Aufenthaltsgenehmigung in Hongkong

Jia Jias Hilferufe nach Schutz haben schnell in der internationalen Gemeinschaft ein großes Echo gefunden. Mehrere Länder haben sich schon die Bereitschaft geäußert, seinen Asylantrag anzunehmen. Sie brauchen nur noch mehrere Tage, um die Sache zu bearbeiten. Jia Jia stellte heute (1. November) am Vormittag bei der Hongkonger Behörde einen Antrag auf Verlängerung der Aufenthaltsgenehmigung in Hongkong.

Hongkonger Regierung: das ist ein sensibler Einzelfall

Kann Professor Jia Jia noch länger in Hongkong bleiben? Eine Verlängerung ist grundsätzlich möglich. Im normalen Fall dauert es auch nicht lange, eine Entscheidung darüber zu treffen. Um 16 Uhr (Ortszeit) bekam Jia Jia seinen Pass zurück. Ihm wurde mitgeteilt, dass die Behörde noch mehr Zeit benötige, um seinen Antrag zu bearbeiten, weil dieser Fall sensibel sei. Am Donnerstag um 3 Uhr nachmittags soll Jia Jia wieder zur Ausländerbehörde kommen, eine Entscheidung kann bis dahin getroffen werden.

Hongkonger Regierung soll auf die Menschenrechte achten

„Ich denke, dass die Hongkonger Regierung ihm Zeit geben soll und ihn nicht jetzt zum Festland schicken sollte, besonders weil ihr auch bekannt ist, dass einige Länder seinen Asylantrag annehmen würden. Die Hongkonger Regierung sollte mehr auf die Menschenrechte achten.“, so das Mitglied des Hongkonger Parlaments He Junren, bekannter Menschenrechtler in Hongkong, zur Zeitung Epoch Times. Er schlägt Prof. Jia vor, so schnell wie möglich bei einem dritten Land Asyl zu beantragen und sich auch auf den Notfall einer Abschiebung zum Festland vorzubereiten. Ob der Verlängerungsantrag morgen genehmigt wird oder nicht, dazu äußert He nur, dass er sofort für Prof. Jia einen Rechtsanwalt beauftragen wird, falls er zur Abschiebung festgehalten werden sollte.

Edward McMillan-Scott, britischer Abgeordneter im Europaparlament und einer von dessen Vizepräsidenten, forderte in seinem Brief vom 31. Oktober die Hongkonger Ausländerbehörde auf,  die Aufenthaltsgenehmigung des Prof. Jia zu verlängern.

Quelle: https://www.epochtimes.de/china/china-politik/chinesischer-professor-riskiert-alles-fuer-ein-freies-demokratisches-china-a63048.html