Chinas subtile Image-Offensive nach „Shutdown“ der USA

Von 24. Oktober 2013 Aktualisiert: 24. Oktober 2013 11:41

China würde den Yuan gern als Leit- und Reservewährung sehen. Der aktuelle US-Haushaltstreit und der sogenannte „Shutdown“ in den USA wurden deshalb zum Anlass genommen, Schritte in diese Richtung zu unternehmen.

Doch handelte es sich mehr um ein taktisches Manöver, dass aus der Krise der USA Image-Gewinn für China schlagen sollte.

So schrieb der Internationale Währungsfond schrieb 2012: „Der Renminbi kann keine wichtige Reservewährung werden – geschweige denn die Dominanz des Dollar anfechten – solange er nicht frei konvertibel ist und China seinen Kapitalmarkt geöffnet hat."

Chinas staatlichem Sprachrohr Xinhua dagegen reichte die aktuelle Schwäche der USA aus, um zu behaupten, dass Amerika nur an seinem eigenen Wachstum interessiert sei und ihm globale witschaftliche Stabilität egal sei.

Die Rating-Taktik

Auch hat China die Dagong Global Credit Rating Co. eingespannt, um gegen die USA zu punkten. Dagong stufte die Kreditwürdigkeit der USA von A auf A- herunter: Der Kompromiss in Washington sei keine Lösung der grundlegenden US-Schuldenkrise, argumentierte Dagong. Die Schulden wüchsen immer noch schneller als die Steuereinnahmen und das Bruttoinlandsprodukt. Die Regierung in Washington stehe weiter am Rand des Zahlungsausfalls, der Ausblick bleibe negativ.

Dagong hatte die USA seit Juli 2010 von der Note AA über Jahre hinweg langsam herabgestuft.

Isolierter Einzelkämpfer

Dagong ist längst nicht so angesehen wie die führenden internationalen Ratingagenturen Moody’s, Standard and Poor’s (S&P) und Fitch Ratings. Diese beurteilten die Aussichten der USA stabil mit AAA, AA+ und AAA.

Auch ist die westliche Finanzwelt der Ansicht, dass bei Dagong die politischen Verflechtungen mit dem kommunistischen Regime auf der Hand liegen: “Die anfänglichen Bemühungen von Dagong in die Weltliga der Ratingagenturen vorzustoßen wurden zunichte gemacht, als Dagong 2010 seine internationalen Recherchen damit eröffnete, die US-Regierungsschulden weniger Kreditwürdigkeit als die Chinas zu nennen”, schrieb das Wall Street Jounal neulich dazu. Und bei Reuters hieß es: “Neben dem symbolischen Charakter des Downgrades wird dem Schachzug von Dagong keinerlei Effekt auf die Märkte zugetraut.“

Eine Marionette des chinesischen Regimes

Die Ratingagentur Dagong ist höchstwahrscheinlich nur ein weiterer Kanal, den das chinesische Regime benutzt, um das Vertrauen in die USA zu unterminieren. Bei Dagong ist bisher unklar, wer der Besitzer ist. Die Agentur scheint in enger Verbindung zu Chinas Handelsministerium zu stehen, hieß es in einem Artikel des Wallstreet Journal 2010.

Dagong wollte auf die großen Märkte einsteigen, hatte bisher aber kaum Erfolg. So verweigerte die US-Börsenaufsichtsbehörde SEC der Agentur 2010 die offizielle Anerkennung als Ratingagentur.

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