Die chinesische Machtwirtschaft

Epoch Times10. September 2006 Aktualisiert: 10. September 2006 21:51
Das ist eine traurige Geschichte
Die Cliquenwirtschaft der Kommunistischen Partei hat den wirtschaftlichen Kreislauf zerstört. Die Zirkulation ist bereits in einen solchen Zustand geraten, dass Arbeiter, Bauern, Maurer und Zimmermann, d.h. die normalen Wirtschaftsteilnehmer weder konsumieren noch investieren können. (Die Cliquenwirtschaft der Kommunistischen Partei hat den wirtschaftlichen Kreislauf zerstört. Die Zirkulation ist bereits in einen solchen Zustand geraten, dass Arbeiter, Bauern, Maurer und Zimmermann, d.h. die normalen Wirtschaftsteilnehmer weder konsumieren noch investieren können. (Foto: Guang Niu/Getty Images)

Die Kommunistische Partei Chinas (KPC) hat die Wirtschaft der VR China immer eine China-spezielle sozialistische Marktwirtschaft genannt. In den letzten Jahren hat sie diese sogar direkt als „Marktwirtschaft“ bezeichnet. Aber wie sieht der wahre Zustand der Wirtschaft in der VR China aus unter der Diktatur der KPC?

Es ist sehr deutlich: Die Wirtschaft im chinesischen Kommunismus ist keine „Marktwirtschaft“, sondern eine„Macht- oder Cliquenwirtschaft“. Wer Macht hat, wird die Wirtschaft leiten, die Machtposition im Markt besitzen und die unterschiedlichen Gesetze ausnutzen, um selbst zu profitieren. Er bedient sich ungeniert sogar öffentlich illegaler Methoden, wendet auch Gewalt an, nur um zu profitieren. Zwar behaupteten die unterschiedlichen Beamten aus oberen oder unteren Hierarchien, die Wirtschaft weiter zu entwickeln, jedoch erschufen sie für die Wirtschaft keinen neuen Reichtum, sondern sie kämpften nur gegeneinander um mehr Macht. Denn durch Macht besitzen sie wirtschaftliche Vorteile. Wer die Macht hat, besitzt auch die Wirtschaft.
Machtwirtschaft ist eine Art wirtschaftlicher Form, die sich von allen anderen wirtschaftlichen Formen unterscheidet, zum Beispiel von der feudalistischen Bauernwirtschaft, der kapitalistischen Marktwirtschaft und der sozialistischen Planwirtschaft. In Wirklichkeit wurde in Russland die sozialistische Planwirtschaft beendet als die Sowjetunion aufgeteilt wurde. Die chinesische KP hat etwa seit dieser Zeit langsam angefangen, sich zur Machtwirtschaft zu entwickeln.

„Hohes Wachstum“ oder „umfangreiches Ergaunern“?

Die chinesische Wirtschaft im Kommunismus erfährt alljährlich ein hohes Wachstum. Ist es wirklich Wachstum? Oder ist es doch betrügerisches Zusammenraffen? Ein einfaches Beispiel: Es gibt 10.000 Personen, 100 davon sind Mitglieder der KPC, die anderen 9.900 sind die normalen Bürger. Jede dieser 10.000 Personen besitzt ein lebenslang angespartes Vermögen in Höhe von 10.000 Yuan. Ein Auto kostet jedoch 200.000 Yuan. Weil jeder nur 10.000 Yuan auf der Hand hat, kann niemand von ihnen ein Auto kaufen, deswegen gibt es auf der Straße keine Autos.
Danach wird etwas geändert.
Ein Teil des Reichtums der normalen chinesischen Bürger muss an die KP-Kader abgegeben werden. Jetzt hat jeder normale Bürger nur noch 9.000 Yuan auf der Hand. Die abgegebenen 9.900.000 Yuan werden auf zehn KP-Mitglieder aufgeteilt. Jede dieser zehn Personen besitzt jetzt 1.000.000 Yuan und kauft sich ein Auto. Jetzt fahren auf den bisher leeren Straßen 10 Autos. Oberflächlich betrachtet hat sich die Wirtschaft rapide entwickelt.
Aber die normalen Bürger haben 1.000 Yuan von ihren 10.000 Yuan verloren. Zunächst bemerken sie das nicht so sehr. Viele normale Bürger freuen sich über das Wachstum und träumen davon, in der Zukunft auch ein Auto zu besitzen.

Die Wirtschaft verspürt einen weiteren Boom

Danach wird wieder etwas geändert. Ein weiterer Teil des Reichtums der normalen Bürger wird an die chinesischen KP-Mitglieder abgegeben. Jetzt hat jeder normale Bürger nur noch 8.000 Yuan auf der hohen Kante. Die abgegebenen 9.900.000 Yuan werden auf weitere zehn KP-Mitglieder aufgeteilt. Nun gibt es weitere 10 Personen, von denen jeder 1.000.000 Yuan besitzt. Von diesen 10 Personen kauft sich auch jeder ein Auto. Jetzt fahren auf den Straßen bereits 20 Autos. Die normalen Bürger haben zwar nur noch 8.000 Yuan auf der Hand, aber sie bemerken das immer noch nicht so sehr. Oberflächlich betrachtet hat sich die Wirtschaft weiter entwickelt. Die Wirtschaft verspürt einen weiteren Boom.
Jahr für Jahr geht der Reichtum der normalen Bürger immer mehr verloren. Die Anzahl der begünstigten Mitglieder der KPC erhöht sich jährlich um 10 und somit die Anzahl der Autos. Das funktioniert vielleicht so lange bis die 9.900 normalen Bürger nur noch 4.000 Yuan auf der Hand haben.

Das ist eine traurige Geschichte

Wenn die 9.900 normalen Bürger jedoch nur noch 1.000 bis 2.000 Yuan auf der Hand haben, dann ist es gerade noch das Existenzminimum, sie können und werden nicht mehr Geld abgeben. Jedoch von den inzwischen 100 Mitgliedern der KP haben 10 bis 20 Personen ihre 1.000.000 Yuan noch nicht bekommen. Sie haben gesehen, dass vor ihnen 80 Personen die 1.000.000 Yuan einfach bekommen haben und sie noch nicht. Deswegen sind sie verärgert und ungeduldig. Voller Wut versuchen sie, den bereits am Existenzminimum lebenden normalen Bürgern die restlichen 1.000 bis 2.000 Yuan zu rauben. Das ist eine traurige Geschichte, die leider in China immer und immer wieder vorkommt. Die chinesische Wirtschaft ist überhaupt auf keinem Wachstumspfad, sondern der ganze Reichtum der Gesellschaft hat sich mehr und mehr bei wenigen Personen angesammelt.

Hat die chinesische Wirtschaft Zukunft?

Der heutige Zustand ist so: 90 Prozent des Reichtums wird auf 2 Prozent der Bürger aufgeteilt. Hat eine solche Struktur des sozialen Eigentums Zukunft? Wenn 90 Prozent des Blutes einer Person sich in 2 Prozent seines Körpers akkumuliert, wie wird die Kondition der Person sein?
Ein weiteres Beispiel: Es gibt drei Personen, einen Bauern, einen Maurer, einen Zimmermann. Jeder hat 100 Yuan zum Investieren, und 100 Yuan für den Konsum. Der Bauer hat 100 Yuan für Getreide bezahlt, der Maurer hat 100 Yuan für den Hausbau ausgegeben und der Zimmermann hat 100 Yuan zum Herstellen von Möbeln benutzt. Jetzt kauft der Bauer mit den 100 Yuan für Konsum das Haus, das der Maurer aufgebaut hat. Der Maurer kauft mit den 100 Yuan für Konsum die Möbel, die der Zimmermann produziert hat. Der Zimmermann kauft jetzt mit den 100 Yuan für Konsum das von dem Bauern angebaute Getreide. Am Ende sind die 100 Yuan wieder zu dem Bauern zurück geflossen. Die 100 Yuan haben sich nicht vermehrt, sondern einen Kreislauf geschaffen. Die drei Personen haben alle bekommen, was sie wollten, aber auch nichts darüber hinaus. Das ist natürlich nur ein sehr einfaches Beispiel.

Ein ständiger Geldstrom in die Taschen der KP-Kader

Aber die KP hat das geändert. Die 100 Yuan für Konsum vom Bauern, Maurer und Zimmermann, insgesamt 300 Yuan, wurden jetzt auf die KP-Mitglieder aufgeteilt. Jetzt haben der Bauer, der Maurer und der Zimmermann ihr Geld für den Konsum verloren. Sie haben kein Geld mehr, um einzukaufen. Der Maurer hat sein Haus aufgebaut, aber niemand kann das kaufen. Er hat nun auch kein Geld mehr um Möbel zu kaufen. Dem Zimmermann geht es genauso. Das ist genau das Phänomen, wie es sich vor ein paar Jahren bei der chinesischen Konjunktur zeigte.
Der Zustand ist jetzt noch schlimmer. Die KP-Mitglieder haben das Eigentum des Bauern, des Maurers und des Zimmermanns weiter ausgebeutet. Die 100 Yuan des Bauern, des Maurers und des Zimmermanns fürs Investieren sind jetzt auch noch in die Hände der KP gefallen. Der Bauer hat jetzt kein Geld mehr, Getreide anzubauen, der Maurer hat kein Geld mehr, ein Haus aufzubauen, und der Zimmermann hat kein Geld mehr, um Möbel zu produzieren. Dieser schlimme Kreislauf muss aufhören weil er sonst die Wirtschaft zerstört.
Die Cliquenwirtschaft hat den wirtschaftlichen Kreislauf zerstört
Ein Beispiel: Ein Kohlebergwerk ist in China potentiell sehr reich und könnte hohe Gewinne einfahren. Aber aufgrund der fehlenden Investitions- und Konsumgelder, können die benötigten Kohlen weder in ausreichender Menge und Qualität abgebaut, noch von dem Stromkraftwerk gekauft werden.

Die Cliquenwirtschaft hat den wirtschaftlichen Kreislauf zerstört.

Die Zirkulation ist bereits in einen solchen Zustand geraten, dass Bauer, Maurer und Zimmermann, d.h. die Wirtschaftsteilnehmer, kein Geld mehr investieren und auch nicht konsumieren können.
Lange Zeit konnte diese Struktur der Wirtschaft vor dem eigenen Volk und dem Westen verborgen werden. Aber nun kann man es nicht mehr länger übersehen oder verstecken, denn wenn der Sommer kommt, dann sitzt man am Abend im heißen Zimmer, ohne Klimaanlage, ohne Ventilator und ohne Licht.
Wenn ganze Städte, wie in diesem Sommer, dunkel sind, da sie keinen elektrischen Strom mehr haben, dann weiß jeder, dass der unerbittliche Zerfall der chinesischen Wirtschaft schon angefangen hat.

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