Paukenschlag in Sachen Vogelgrippe

Von 28. Mai 2007 Aktualisiert: 28. Mai 2007 20:34
Hochinfektiöser H5N1 Virus im chinesischen Militär bestätigt

Auf dem xinhua.net (Anm.d. eine staatliche chinesische Nachrichtenquelle) war am 26. Mai die folgende Nachricht zu lesen: „Am 25. Mai wurde im Militär eine Infektion mit dem Vogelgrippe-Virus H5N1 festgestellt.“ Mit anderen Worten, im chinesischen Militär ist die Vogelgrippe ausgebrochen.

Vor zwei Monaten hörte ich von einem meiner Besucher, dass in der [chinesischen] Armee die hochinfektiöse Vogelgrippe aufgetreten ist und sich sehr schnell verbreitet. Allerdings sei von oben die Anweisung ergangen, wer diese Nachricht nach außen dringen lässt, habe mit dem Ausschluss aus der Armee zu rechnen. Daher werde bisher nur im privaten Kreis darüber gesprochen, man wage nicht, dies in der Öffentlichkeit zu erwähnen. Es hieß, wenn xinhua.net diese Nachricht veröffentlicht, bedeute das, sie können den Ausbruch der Krankheit nicht mehr geheim halten.

Ein entlarvender Rückblick

Das englischsprachige Magazin Chinascope veröffentlichte im Oktober 2004 einen Artikel darüber, mit welch raffinierten Methoden von Chinas KP Lügen produziert werden, um die Wahrheit zu verschleiern. Dabei wurde SARS als Beispiel genannt.

Während der SARS-Epidemie im Jahr 2003 hörte man immer wieder, dass in China, insbesondere in Küstengebieten wie Guangdong, SARS aufgetaucht sei. Aber die KPC dementierte das immer wieder. Der Autor hat rund 400 Berichte über SARS studiert, die in der Zeit von Januar bis April 2003 [in China] veröffentlicht wurden.

Die Karikatur zeigt den Arzt Jiang Yanyong, auf dem Schild steht „KEINE EPIDEMIE“, das Zeichen für KEINE ist durchgestrichen. Dr. Jiang hatte entgegen der  Parteilinie die ersten SARS-Fälle öffentlich gemacht, wurde später entführt und ist noch immer nicht in Freiheit. Ihm wurde die Ausreise in die USA zu seiner Tochter und zur Entgegennahme des Ramon Magsaysay Award verweigert. Die Auszeichnung wird vom Rockefeller Brothers Fund alljährlich in New York für mutigen Einsatz für die Gesellschaft und idealistischen Pragmatismus verliehen. (Die Karikatur zeigt den Arzt Jiang Yanyong, auf dem Schild steht „KEINE EPIDEMIE“, das Zeichen für KEINE ist durchgestrichen. Dr. Jiang hatte entgegen der Parteilinie die ersten SARS-Fälle öffentlich gemacht, wurde später entführt und ist noch immer nicht in Freiheit. Ihm wurde die Ausreise in die USA zu seiner Tochter und zur Entgegennahme des Ramon Magsaysay Award verweigert. Die Auszeichnung wird vom Rockefeller Brothers Fund alljährlich in New York für mutigen Einsatz für die Gesellschaft und idealistischen Pragmatismus verliehen. (Foto: renminbao)

Raffinierte Lügen von Chinas KP

In all diesen Berichten hieß es, die KP habe von der Zentralregierung bis hinunter zu den kommunalen Regierungen schnell gehandelt. Die Patienten seien alle schnell wieder gesund geworden. Nur wegen der von böswilligen Menschen verbreiteten Gerüchte seien bald alle Supermärkte durch Hamsterkäufe leergekauft gewesen. Die Zentralregierung habe jedoch die Gerüchte rechtzeitig dementiert, somit sei die Stabilität in der Gesellschaft gewährleistet worden; die internationale Handels-Messe in Guangzhou habe im Jahr 2003 seit ihrem Bestehen die meisten Aussteller verzeichnet, einschließlich ausländischer Aussteller;
ausländische Touristen hätten erzählt, dass das Reisen in China sehr sicher sei;
insbesondere Experten der WHO (Weltgesundheitsorganisation), die sich auch von der KPC blenden ließen, hätten die gute Kooperation der KPC bestätigt, sie hätte sofort entsprechende Maßnahmen eingeleitet; die ausländischen Experten hätten die Genehmigung erhalten, in Guangdong Inspektionen durchzuführen, dabei aber keine SARS-Patienten gesehen.

Nach dem Lesen der 400 Berichte gewann der Autor den Eindruck, die KPC habe in der Zeitspanne der vier Monate für Transparenz gesorgt, SARS sei überhaupt nicht verbreitet, die KPC habe sich gegenüber der Gesundheit der Bürger verantwortungsbewusst gezeigt, man käme zu dem Schluss, es werde nichts verschwiegen.

Die Wirklichkeit ist anders

Am 20. April 2003 gab die KPC auf einer Pressekonferenz den Ausbruch der SARS-Epidemie bekannt. Sie gab zu, die Epidemie bis dahin verschwiegen zu haben. Erst zu diesem Zeitpunkt wurde dem Autor klar, dass die 400 Berichte nur fein gesponnene Lügen waren.

Jetzt, vier Jahre später, hat xinhua.net mit der Meldung über den bestätigten Fall von H5N1 zugegeben, dass in der [chinesischen] Armee tatsächlich die hochinfektiöse Vogelgrippe ausgebrochen ist. Dazu sagte der leitende Arzt der Infektionsabteilung eines Militärkrankenhauses: „Zum Glück ist die Regierung jetzt damit an die Öffentlichkeit gegangen, sonst müssten wir weiterhin alles im Geheimen tun. In Wirklichkeit haben wir hier schon alle Hände voll zu tun.“

Ähnlich wie bei SARS

Diese Aussage erinnert uns an den Arzt Jiang Yanyong vom Militärkrankenhaus Nr. 301 in Peking. Er bestätigte seinerzeit, dass das Krankenhaus Nr. 301 viele SARS-Fälle aus Kreisen des Militärs aufgenommen hatte, weit mehr, als offiziell von den Behörden angegeben wurde. Wegen dieser Aussage wurde er später entführt und befindet sich noch immer nicht in Freiheit.
Die Nachricht vom 26. Mai auf xinhua.net, die den Fall von H5N1 im [chinesischen] Militär bestätigt, steht zwar nur unauffällig im Newsticker, ist aber eine Nachricht wie ein Paukenschlag. Wenn die Infektion jetzt in der Armee zu finden und nicht unter Kontrolle zu halten ist, wie wird es dann der Zivilbevölkerung ergehen? (Übersetzung aus dem Chinesischen: Die Neue Epoche)

Wir erhielten hierzu folgenden Leserbrief:
Sehr geehrte Damen und Herren, die Infektion mit hochpathogener Aviärer Influenza Vogelgrippe erfolgt in erster Linie fäkal-oral, das heißt über Verzehr von Geflügel oder dessen Kot. Daher kann sich jeder leicht vor der Geflügelgrippe schützen, indem er einfach kein Geflügel verzehrt.
Die boomenden Massentierhaltungen gerade in China sorgen für eine schnelle Verbreitung und Mutation von AI- Viren. Trotz vieler Ausbrüche bei Geflügel werden infizierte Wildvögel kaum gefunden.
Dies alles spricht für eine Verbreitung über Handelswege und Geflügelmärkte. China exportiert auch nach Europa – oft undeklariert durch andere Verpackung. Diese Entwicklung ist auch die Folge eines Tier und Menschen gering schätzenden Systems.
Elisabeth Petras, Hamburg


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