Proteste: 460.000 chinesische Firmen gingen im ersten Quartal bankrott + Videos

Von 8. April 2020 Aktualisiert: 9. April 2020 13:52
Chinas Quarantäne-Politik treibt seine Unternehmen in den Ruin. Fast eine halbe Million chinesische Firmen gingen im ersten Quartal unter. Das unterstreicht die Auswirkungen des Virus auf die Wirtschaft.

Fast eine halbe Million chinesische Firmen schlossen im ersten Quartal 2020. Das besagen von Online-Datenbanken gesammelten Daten, die das Ausmaß der Auswirkungen der Pandemie auf die Wirtschaft des Landes offenbaren. In der Zwischenzeit begannen chinesische Firmen, für finanzielle Unterstützung durch die Regierung zu protestieren, da ihre Unternehmen am Rande des Bankrotts stehen.

Seit die Behörden die Schwere des Ausbruchs erkannt und im Januar mit der Umsetzung von Sperrmaßnahmen begonnen haben, sind die Geschäftsaktivitäten in weiten Teilen Chinas zum Erliegen gekommen. In einigen Gebieten, wie zum Beispiel im Bezirk Jia in der Provinz Henan, wurde zwar die Isolation kurzzeitig aufgehoben. Doch anschließend veranlasste ein weiterer Ausbruch die Behörden, das Gebiet erneut wieder zu sperren.

Bekleidungs-Hersteller: „Ich erhalte keine Aufträge“

Die chinesischsprachige Epoch Times sprach am 3. April mit dem Bekleidunghersteller Cheng Dong aus der Stadt Zhuzhou in der Provinz Hunan. Im Telefoninterview sagte er:

Wir wollen, dass [die Vermieter] die Miete um die Hälfte senken und [die Regierung] die Gebühren für die Verwaltung und die Versorgungsbetriebe um die Hälfte kürzt“, sagte Dong.

Und weiter: „Ich erhalte keine Aufträge. Die Großhändler sagten mir, dass die Leute im Moment [aufgrund von Sperrmaßnahmen] keine Kleidung kaufen“, so Cheng weiter.

Arbeiterinnen und Arbeiter haben außerdem Angst, zur Arbeit zu gehen. Denn sie befürchten, dass sie sich mit dem KPCh-Virus infizieren könnten. In der Cheng-Fabrik tauchten deshalb nur 12 der 35 normalerweise dort Arbeitenden auf. [Anmerkung der Red.: Die Epoch Times bezeichnet das neuartige Coronavirus, das die Krankheit COVID-19 verursacht, auch als KPCh-Virus, weil die Vertuschung und das Missmanagement der Kommunistischen Partei Chinas es dem Virus ermöglichten, sich in ganz China auszubreiten und eine globale Pandemie zu verursachen. Mehr dazu: Leitartikel: Dem Virus den richtigen Namen geben]

Cheng schloss sich daher etwa 8.000 lokalen chinesischen Firmen an, die am 31. März vor der Stadtregierung demonstierten.

„Wir marschierten 3 Kilometer vom Großmarkt zur Stadtregierung. Wir besetzten alle Straßen [wegen der großen Menschenmenge]. Die Polizei verhaftete daraufhin mehr als zehn Unternehmerinnen vor Ort … und versuchte, uns zu erschrecken und zu zerstreuen“, sagte Cheng. „Am zweiten Tag [1. April] protestierten viele Geschäftsinhaber weiterhin.“ In den vergangenen Wochen organisierten Geschäftsinhaber in Guangzhou, Shenzhen, Guiyang, Nanning und mehreren Städten im Nordosten Chinas ähnliche Proteste.

Hier ein Einblick, wie chinesische Firmen demonstrierten:

 

Quarantäne-Politik treibt Unternehmen in den Ruin

Das staatliche Medium „China Securities Journal“ berichtete am 2. April, dass die chinesische Datenbank „Tianyancha“ die neuesten Daten über chinesische Firmen veröffentlicht habe.

Der Datenbank zufolge schlossen 460.000 chinesische Unternehmen im ersten Quartal 2020 dauerhaft ihr Unternehmen. Etwa 57 Prozent von ihnen wurden innerhalb der letzten drei Jahre gegründet.

Auch wurden im ersten Quartal 28,9 Prozent weniger neue Unternehmen als im gleichen Zeitraum des Vorjahres gegründet (in Zahlen 3,33 Millionen). Dabei fanden die meisten Neugründungen in den Provinzen Guangdong, Jiangsu und Shandong statt. 46,12 Prozent davon waren Groß- und Einzelhandelsunternehmen.

Des Weiteren wuchsen Online-Bildungsunternehmen aufgrund der Quarantäne-Politik, da die Schulen in ganz China auf unbestimmte Zeit geschlossen wurden. China hat derzeit 194.000 Online-Bildungsunternehmen. 6.753 davon wurden laut China Securities Journal im ersten Quartal dieses Jahres gegründet.

Auch das Glücksspielgeschäft erhielt einen Aufschwung. Im Jahr 2020 wurden bisher 5.025 Glücksspielfirmen gegründet, 60,53 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum 2019.

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Der Reisesektor wurde hart getroffen. Am 30. März zitierte die chinesische Portalseite „Sohu“ eine andere Online-Datenbank (mit Namen „Qichacha“): „Bis zum 25. März schlossen 11.268 Reiseunternehmen im Jahr 2020“. In dem Bericht heißt es, dass die Reisebranche seit Ende Januar aufgrund der Auswirkungen des KPCh-Virus in China fast kein Einkommen mehr hatte.

Nach Angaben des chinesischen Ministeriums für Kultur und Tourismus trug die Reisebranche 2019 elf Prozent zum Bruttoinlandsprodukt des Landes bei. Die Reiseindustrie schuf 79,87 Millionen Arbeitsplätze, was 10,31 Prozent der erwerbstätigen Bevölkerung des Landes entspricht.

Grillunternehmer aus Wuhan: „Ich bin sicher, dass niemand es wagen würde, in Restaurants zu essen“

In der Stadt, in der der Ausbruch begann, Wuhan, übergaben 150 Restaurantbesitzer der Stadtregierung ein Schreiben. Darin baten sie um finanzielle Unterstützung.

Herr Li, ein Grillunternehmer mit 15 Restaurants in Wuhan, sagte, dass die Restaurantbesitzer die Regierung in dem Schreiben auffordern, den Beschäftigten Subventionen zu gewähren, die Vermieter zu verpflichten, die Miete zu kürzen und die Banken zu bitten, den Restaurants Kredite zu gewähren.

„In diesen Monaten hatten wir kein Einkommen, mussten aber die Gehälter der Angestellten bezahlen. Wir müssen auch die Miete für die Restaurant-Räume und die Schlafsäle der Angestellten zahlen“, sagte Li am 4. April der chinesischsprachigen Epoch Times. „Ich habe fast 10 Millionen Yuan (1,41 Millionen Dollar) verloren.“

Li erklärt, er sehe nicht optimistisch in die Zukunft, auch wenn die Stadt am 8. April die Sperrmaßnahmen aufheben werde.

„Ich bin sicher, dass niemand es wagen würde, in Restaurants zu essen“, sagte Li.

Er schätzte, dass etwa 10.000 bis 20.000 Restaurants in der Stadt wegen der Pandemie dauerhaft geschlossen sein würden.

Allein die Restaurants machten 141 Millionen US-Dollar Verlust

Die staatliche Zeitung „Yangtze Daily“ berichtete am 6. April, dass sich 93 Prozent der Restaurants in Wuhan für die Schließung entschieden, als die Stadt am 23. Januar abgeriegelt wurde. Allein für das Abendessen am chinesischen Neujahrstag (24. Januar) wurden in Wuhan 550.000 gebuchte Tische storniert. Das brachte den Restaurants dem Bericht zufolge 1 Milliarde Yuan (141 Millionen Dollar) Verluste.

Das chinesische Regime hat keine Subventionen zur Unterstützung der vom Virus betroffenen Bürger bereitgestellt. Dem medizinischen Personal, das an der Front gegen das Virus tätig ist, wurde ein Gehaltszuschlag versprochen. Doch einige haben der englischen Epoch Times mitgeteilt, dass sie ihre Zahlungen nicht erhalten haben.

Das Original erschien in Epoch Times USA (deutsche Bearbeitung von bm)
Originalartikel: 460,000 Chinese Firms Went Under in First Quarter, Underscoring Impact of Virus on Economy

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