(NTD Films/Requisite Films)

Abrechnung, Buße und Erlösung

Von 9. September 2009 Aktualisiert: 9. September 2009 9:29
Michael Mahonen lässt in seinem Film „Sandsturm“ als Drehbuchautor und Regisseur die alte Regel „Was du nicht willst, das man dir tu, das füg‘ auch keinem andern zu“ aufleben. Der Protagonist Ying, ein Polizeibeamter im heutigen China, führt dabei – als Konsequenz seines schlechten Handelns – schließlich einen erschütternden Kampf um das Überleben seiner Familie.

Die internationale Öffentlichkeit weiß immer noch relativ wenig über die Folter, die in chinesischen Gefängnissen an Falun Gong-Praktizierenden seit mehr als zehn Jahren begangen wird. Das kommunistische Regime Chinas hat „Überstunden gemacht“, um sicherzustellen, dass es auch so bleibt. Es wurde eine rigorose Propagandakampagne gestartet, um die buddhistische Kultivierungsschule Falun Gong schlecht zu machen, aber die wahren Umstände der Verfolgung innerhalb und außerhalb Chinas zu verschweigen.

Das Drama von Michael Mahonen basiert auf Tatsachen und porträtiert exakt und feinfühlig die düstere Situation in Festlandchina, die im Jahr 1999 begann. Seit damals wird dem Befehl des damaligen Staatspräsidenten Jiang Zemin, Falun Gong systematisch zu vernichten, Folge geleistet.

Durch die weltweiten Aufführungen des Films Sandsturm können diese harten Realitäten in einem fesselnden und letztendlich erhebenden Film erfahren werden. Sandsturm wurde international auf vielen Filmfestivals gezeigt und auch ausgezeichnet, unter anderem in Russland durch den Special Price und in Philadelphia als Best Feature Film.

Mahonen erzählt in Sandsturm die Geschichte eines Mannes (überzeugend gespielt von Newcomer Rong Tian), der mit seiner Frau zwölf Tage lang während eines schweren Sandsturms in seinem Haus isoliert ist ohne ausreichende Vorräte, ohne Elektrizität und Heizung. Wir erfahren, dass der Mann ein Polizeibeamter ist, der von seinen Vorgesetzten in dem gestapoartigen Büro-610 beauftragt wurde, die Falun Gong Praktizierenden „umzuerziehen“, „koste es was es wolle“. In dieser Geschichte ist das Herzergreifendste in Rückblenden zu sehen, wie eine eingesperrte Falun Gong-Praktizierende (gespielt von Lili Li) während der schweren Folter, bei der ihr Glaube gebrochen werden soll, bemerkenswerten Mut, Überzeugung und Duldsamkeit zeigt. Trotz der unmenschlichen Brutalität der Beamten bleibt sie tatsächlich immer noch um das Wohlergehen ihrer Folterer besorgt. Sie warnt sie vor den Konsequenzen, die auf sie zukommen würden, wenn sie unschuldige Menschen schädigen und töten.

Die Tage vergehen, die Vorräte schwinden und der Beamte sieht zu, wie seine chronisch kranke Ehefrau immer schwächer wird, während der Zuschauer erlebt, welche Taten zu diesen Umständen geführt haben. In China sagte man früher dazu, dass ein Mensch Karma, das heißt moralische Schuld, angehäuft hat.

Filmemacher Michael Mahonen: „Ich habe gelernt, dass man eine Menge schaffen kann, wenn die Intention gut ist.“ (NTD Films/Requisite Films)Filmemacher Michael Mahonen: „Ich habe gelernt, dass man eine Menge schaffen kann, wenn die Intention gut ist.“ (NTD Films/Requisite Films)

Sandsturm ist Mahonens erstes Projekt als Drehbuchautor und Regisseur. Bei seinen früheren Arbeiten stand er als preisgekrönter Schauspieler in Filmen und im Fernsehen vor der Kamera.

Im Jahr 1999 erfuhr Mahonen erstmals von der Verfolgung der Meditationsbewegung Falun Gong im Festland China und begann im Jahr 2001 selbst mit dem Praktizieren, nachdem er ein Informationsfaltblatt an seiner Wohnungstür gefunden hatte. Als er den Effekt der Propaganda-Maschinerie des chinesischen Regimes erfahren hatte, fühlte er sich dazu berufen, die Gräueltaten aufzudecken und die wahren Umstände über diese gutherzigen Menschen, die unterdrückt und zu Opfern werden, publik zu machen.

„Schon seit mehreren Jahren habe ich mich für das Schreiben und Regieführen interessiert“, erklärt Mahonen in einem Telefoninterview von Toronto aus. „Nachdem ich angefangen hatte, Falun Gong zu üben, las ich die Schriften. Dabei wurde mir klar, in welchem Ausmaß die Propaganda und Falschinformationen, die durch das Regime verbreitet wurden, die Menschen sowohl innerhalb als auch außerhalb Chinas hinters Licht führten.“

Sein Zielpublikum, so erklärt er, war eigentlich die Polizei in China. Er wollte den Beamten aus dem Blickwinkel einer dritten Person die Sicht auf sich selbst anbieten, um ihnen zu helfen, ihre Taten klarer zu sehen.

Im Jahr 2003 begann Mahonen Sandsturm zu produzieren, ohne Erfahrung oder finanzielle Ressourcen, nur mit der ernsthaften und aufrichtigen Absicht. Die Filmmusik wurde von Falun Gong-Praktizierenden komponiert und für den Film freigegeben; man kann sie kostenlos downloaden, auf der Seite des Films www.requisitefilm.com/podcast/list.aspx.

Mahonens Hintergrund als Schauspieler war sein besonderer Aktivposten. „Bei einem Film, der von den Charakteren lebt, braucht man starke Darsteller. Meine Schauspielerfahrung erlaubte mir, den Schauspielern zu helfen sich zu entspannen, souverän zu sein und ihre Rollen selbst zu gestalten.“

Was er aus dieser bemerkenswerten Unternehmung gelernt hat, ist: „Wenn die Intention gut ist, kann man eine Menge schaffen”. Der Film wurde schon auf der ganzen Welt ausgestrahlt, in schätzungsweise 15 Sprachen übersetzt und mit 29 Festival Awards geehrt, unter anderem für den besten Spielfilm, besten dramatischen Film, besten Regisseur, die beste Schauspielerin und das beste Drehbuch.

Highlights auf den vielen Filmfestivals, an denen Mahonen teilnahm, war die Reaktion des Publikums und die Rückmeldung, dass der Regisseur mit seinem Film sein Ziel erreicht hatte. „Während der Ausstrahlung war es normal, dass man das Publikum weinen hörte. Im anschließenden Teil drückten die Menschen oft ihre Wut aus über die Verfolgung und ihren Wunsch, zu helfen“, so der Filmemacher.

Für weitere Informationen können Sie die Webseite besuchen: www.sandstormmovie.com

(NTD Films/Requisite Films)
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