Hoffnung, Inspiration und Erneuerung zum Abschied

Von 21. April 2009 Aktualisiert: 21. April 2009 7:59

AMSTERDAM – Der Abend senkt sich auf Amsterdams RAI Theater. Draußen herrscht Ruhe, wie es sich für einen Sonntagabend mit viel untergehendem Sonnenschein gehört. Doch drinnen, im Theater, klatscht das Publikum für Shen Yun Performing Arts sich im Stehen die Hände wund. Es ist die letzte Vorstellung der New Yorker Künstlergruppe auf ihrer Europatournee 2009 gewesen. Die Zuschauer zollen der Vorstellung mit Standing Ovations Respekt, drei Mal müssen die Künstler vor den Vorhang.

Für manche aus dem Publikum ist das jedoch nicht genug. Als das Licht angeht und der Rest des Publikums aus dem Theater schwappt, zieht es einige hin zum Orchestergraben, sehen, wer sich da so gekonnt auf westlichen, aber auch speziell chinesischen Instrumenten wie der „Pipa“ oder der „Erhu“ ausgedrückt hat.

Hoffnung

Eine blonde Dame lugt über die Brüstung, Faszination im Blick. Sie wird wohl auch die Bilder von den Orchestermitgliedern im Kopf behalten, so, wie sie auch die Gesichter der Künstler während der Tänze und Gesänge im Gedächtnis „abfotografiert“ hat. Heleen van Ommen darf das, ihr Beruf bringt das so mit sich, meint sie, alles in Klicks, in Sekundenbruchteilen und Standbildern einzufangen. Sie kam mit ihrer Tochter zur Show, die Ähnlichkeit im Gesicht klar vorhanden, nur die Haarfarbe fiel beim Nachwuchs rot aus. Sie interessiert sich offensichtlich sehr für Buddhismus und Tibet und findet es gut, dass in der Aufführung auch auf aktuelle Probleme in China aufmerksam gemacht wird. Ihre Mutter sagt: „Man muss daran glauben, dass alles besser wird. Dass die Dinge beginnen, gut zu werden. Dass die Menschen damit anfangen, einander zuzuhören.“

Hoffnung - die Profi-Fotografin Heleen van Ommen hat sie. "Man muss daran glauben, dass alles besser wird." (Jason Wang/The Epoch Times)Hoffnung – die Profi-Fotografin Heleen van Ommen hat sie. "Man muss daran glauben, dass alles besser wird." (Jason Wang/The Epoch Times)

Inspiration

Die Profi- Fotografin aus dem holländischen Druten mochte die Gesichter, die sie an diesem Nachmittag gesehen hat. Und auch, wie sich die Tänzer bewegten. „Die Choreografie war perfekt. Holland kann von den Künstlern sehr viel über China lernen.“ Sie selbst will sich von den Farben und Kostümen von Shen Yun Inspiration holen. „Es war sehr inspirierend. Die Tänzer bewegten sich… wie Schmetterlinge! Die Farben waren perfekt. In meinem Leben habe ich viel mit Farben zu tun, und diese hier haben mich sehr inspiriert.“ Auch rege die Mystik der Darbietungen zu einer Reise nach China an.

Erneuerung

Im Gespräch mit der Epoch Times sieht van Ommen die derzeitige Entwicklung der Welt in eine durchaus positive Richtung, mit einer Veränderung der Gewichtung. Von einer Überbetonung der Wirtschaft hin zu stärkerer Bedeutung von Kunst und Kultur. Dass das chinesische Schriftzeichen für Krise zugleich Hoffnung und Chance bedeutet, wie sie von uns erfährt, hinterlässt bei ihr einen positiven Eindruck. Ebenso wie die aus dem Chinesischen übersetzten Gesangstexte der Shen Yun-Sänger. Sie mochte „die spirituelle Botschaft darin“. Werte spielen da eine wichtige Rolle, und auch der Respekt. „Der Umgang miteinander, der Respekt, das wird immer wichtiger.“

 

Die Epoch Times Deutschland freut sich, als Medienpartner von Divine Performing Arts World Tour 2009 ihren Leserinnen und Lesern einen exklusiven Einblick in ein einzigartiges Kulturereignis bieten zu können.

http://divineperformingarts.org

(Jason Wang/The Epoch Times)
(Jason Wang/The Epoch Times)


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