Eine Bratsche besitzt wie eine Violine vier Saiten im Abstand einer Quinte, gestimmt auf c – g – d’ – a’. Die drei höheren Saiten entsprechen den drei tieferen der Violine. Die tiefe c-Saite gibt ihr einen einzigartigen Klang.Foto: iStock

Klassik des Tages: Das einzige Konzert für Viola von Telemann

Epoch Times15. Mai 2022 Aktualisiert: 13. Mai 2022 19:31
Aus der Reihe Epoch Times Musik – Für Liebhaber.

Georg Philipp Telemann (1681-1767) war ein deutscher Komponist des Barock. Hier sein einziges Konzert für Viola in G-Dur (TWV 51:G9), gespielt vom Bremer Barockorchester. Es spielen Tomoe Badiarova (Solo-Viola), Stéphanie Paulet, Meelis Orgse, Andrea Vassalle (1. Violinen), Luis Pinzón, Valeria Caponetto (2. Violinen), Benjamin Lescoat (Viola), Néstor Cortés (Violoncello), Felix Görg (Bass), Hugo de Rodas, Nadine Remmert (Continuo).

  1. Largo
  2. Allegro (3:34)
  3. Andante (6:22)
  4. Presto (10:26)

Das einzige Violakonzert Telemanns ist gleichzeitig eines der frühesten Solokonzerte für die Viola überhaupt. Es ist technisch gut zu bewältigen und gehört zum Standard jedes Bratschers. Telemann brachte die klanglichen und spieltechnischen Eigenheiten der Viola gut zur Geltung, die Begleitstimmen sind sauber auf die verschiedenen Klanglagen abgestimmt.

Die Viola, die im deutschen meist Bratsche genannt wird, wirkt auf den ersten Blick wie eine größere Violine, ist jedoch anders proportioniert und tiefer gestimmt.

Georg Philipp Telemann schrieb mehr als 3.000 Kompositionen, darunter über 1.000 geistliche Kantaten, 600 Ouvertüren und unzählige Konzerte für verschiedene Instrumente seiner Zeit. Etwa die Hälfte davon ging verloren. Einige der Werke von Johann Sebastian Bach stammten in Wahrheit von Telemann. Telemann war seiner Zeit sehr beliebt, doch später wurde seine Musik zu Zeiten von Bach und Händel eher als minderwertig betitelt. Erst im 20. Jahrhundert wurde er wieder öfter gespielt und gewann an Ruhm.



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