Die Kraft der ätherischen Öle – eine Einführung

Epoch Times17. Mai 2017 Aktualisiert: 17. Mai 2017 9:29
Rose, Zypresse, Sandelholz und Eukalyptus: Seit dem Beginn der Menschheitsgeschichte sind ätherische Öle ein wichtiger Bestandteil kultureller Rituale, sowohl in medizinischer, spiritueller und religiöser Weise. Jeder von uns kann die Vorteile von ätherischen Ölen erleben und mehr darüber erfahren, was diese Schätze der Natur für die Gesundheit tun können. Die folgende Anleitung soll Ihnen helfen, ätherische Öle anzuwenden.

Seit dem Beginn der Menschheitsgeschichte sind ätherische Öle ein wichtiger Bestandteil kultureller Rituale, sowohl in medizinischer, spiritueller und auch religiöser Weise. Jeder von uns kann die Vorteile von ätherischen Ölen erleben, solange man sich die Zeit nimmt, um wirklich mehr darüber zu erfahren, was diese kostbaren Schätze der Natur für die Gesundheit tun können. Natürlich ist nicht jedes Öl für jedes Problem anzuwenden, aber die richtige Mischung kann zuhause vieles bewirken. Egal, was Ihre Ziele für die Verwendung von ätherischen Ölen sind; diese Anleitung wird Ihnen helfen, die Öle für die richtige Sache anzuwenden.

Was genau sind ätherische Öle?

Ätherische Öle sind Substanzen, die hochkonzentrierte Aromen enthalten, die in Pflanzen gefunden werden. Im Gegensatz zu den Ölen wie z. B. Olivenöl, sind ätherische Öle leichter in ihrer Konsistenz und neigen dazu schnell zu verdampfen, sobald sie der Luft ausgesetzt sind.

Ein guter Weg, um mit ätherischen Ölen umzugehen ist, sie überhaupt erst einmal zu verstehen. Sie gelten in der Heilmedizin als „Blut der Pflanzen“. Wie in unserem Blut, in dem es bestimmte Zellen gibt, die Schnitte und Verletzungen versiegeln können, so übernehmen das die ätherischen Öle in den Pflanzen, wenn diese beschädigt sind. Öle sind so wichtig für die Vitalität und ohne diese Konzentrate würden die Pflanzen absterben.

Eine ganze Pflanze kann nach dem Destillieren nur ein oder zwei Tropfen von ätherischem Öl produzieren, weshalb eine kleine Menge an Öl so teuer sein kann. Zum Beispiel erfordern ca. 28 Gramm Rosenöl über 60.000 Rosen, und für 28 Gramm Pfefferminzöl werden mehr als 16 Pfund frische Blätter benötigt. Im Gegensatz zu menschlichem Blut kommen ätherische Öle nur aus bestimmten Pflanzenteilen. Einige, wie Kardamon, können in den Samenhülsen gefunden werden, während andere wiederum, wie z. B. Ingwer, aus der Wurzel stammen. Baumharz (Myrrhe), Fruchtschalen (Zitrusöle), Blütenblätter (z. B. Rosen), Baumrinde (Zimt) und Blätter (Eukalyptus) enthalten auch ebenfalls kostbare ätherische Öle.

Es gibt zwei Schlüsselmethoden, um ätherische Öle zu extrahieren: Destillation und Expression

Eine beliebte Methode ist die Destillation mit Wasser und Dampf, bei der Pflanzenmaterial auf ein Gitter über kochendem Wasser gelegt wird, so dass der Dampf das Öl beim Aufsteigen extrahiert. Der Dampf, der das Öl transportiert, bewegt sich durch ein Rohr und dann hinein in einen Kühler, wo es abkühlt und in eine Wasser-Öl-Mischung zurück kondensiert. Weil Wasser und Öl sich nicht mischen, kann das reine ätherische Öl sorgfältig aus dem Wasser abgeerntet werden.

Eine weitere Extraktionsmethode ist das Auspressen, um z. B. das ätherische Öl aus Zitrusfrüchten zu gewinnen. Genau wie bei der Kaltpressung von Olivenölen, werden Zitrusschalen mechanisch gequetscht, bis der letzte Tropfen ätherischen Öls herauskommt.

Aromatherapie:

Menschen haben schon vor über Tausenden von Jahren ätherische Öle für die Heilung verwendet. Das Wort „Aromatherapie“ wurde aber erst 1928 von dem französischen Chemiker René-Maurice Gattefossé geprägt. Gattefossé entdeckte erstmals nach einem Laborunfall im Jahre 1910 das Heilpotential von ätherischen Ölen, als er feststellte, dass schwere Verbrennungen an den Händen schnell mit der Anwendung von Lavendelöl heilten. Er beschloss, diese Vorteile weiter zu testen und begann das Thema ätherische Öle als Wissenschaft zu studieren.

Aromatherapie als alternative und ergänzende Maßnahme in der Medizin zu nutzen, begann in den USA erst in den 1980er Jahren. Heute verwenden weltweit ausgebildete Fachleute die Aromatherapie zur Heilung für eine Reihe von Beschwerden.

Bestimmte Gerüche können Ihre Gefühle und Ihr gesamtes Wohlbefinden dramatisch beeinflussen. Viele Öle können Immunantworten stimulieren, um Ihnen z. B. zu helfen, eine Erkältung zu bekämpfen und die Luftdurchgänge von Schleim zu befreien. Andere helfen den Nerven, um diese zu beruhigen, lindern Angstattacken, fördern die Entspannung und beruhigen Spannungskopfschmerzen, bevor diese außer Kontrolle geraten. Einige andere Öle wiederum besitzen anregende Effekte, um den Kreislauf zu stimulieren und um den Kopf frei und klar zu bekommen. Auch eine geistige Erschöpfung kann man mit ätherischen Ölen beikommen.

Es gibt hunderte von ätherischen Ölen, die bereits in der Aromatherapie verwendet werden. Hier sind einige Beispiele und ihre Vorteile:

Rose: Eines der wertvollsten ätherischen Öle der Welt. Reduziert Hautentzündungen und funktioniert gut als Gesichts-Feuchtigkeitscreme.

Zypresse: Verringert die Sichtbarkeit von Krampfadern, hilft Wunden zu heilen und verbessert die Durchblutung.

Grapefruit: Hilft bei der Entgiftung und reduziert Cellulitis, wenn mit Kokosöl gemischt, und kann der Kickstart sein, um den Stoffwechsel anzukurbeln.

Weihrauch: Hilft das Immunsystem aufzubauen und reduziert Entzündungen. Hilft auch einen klaren Geist zu bekommen, weshalb Weihrauch auch gerne in der Kirche verwendet wird.

Nelke: Schützt Ihren Körper vor Bakterien und Parasiten und versorgt Sie mit Antioxidantien.

Zitrone: Reinigt und regt die Verdauung an, beseitigt Mundgeruch, unterstützt die Haut bei der Ausscheidung von Giftstoffen. Zitrone wird auch gerne in diversen Renigungsprodukten hinzugefügt, weil die Zitronensäure hilft, Dreck und Bakterien besser zu beseitigen.

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Teebaum: Stimuliert das Immunsystem und kann schlechte Gerüche beseitigen. Auch bekannt als antibakterielles und antimykotisches Öl.

Myrrhe: Kann Infektionen verhindern und fördert schöne Haut bei gleichzeitiger Minimierung von Dehnungsstreifen. Auch wird es gerne als ein natürliches Antiseptikum genutzt.

Ingwer: Hilft gegen Übelkeit (vor allem vor dem Reisen) und verbessert die Verdauung. Zudem hilft Ingwer bei Gelenkproblemen.

Eukalyptus: Verbessert Atemwegserkrankungen, vor allem Sinusinfektionen und Erkältungen. Wird auch als ein natürliches Heilmittel verwendet, um den Verstand bei Müdigkeit wieder anzuregen.

Oregano: Hilft, um sich schneller von einer Erkältung zu erholen und hat antimykotische und antimikrobielle Eigenschaften.

Sandelholz: Bekannt für Lockerung und fördert zunehmende Wachsamkeit. Auch wird es verwendet, um Schmerzen zu lindern.

Lavendel: Heilt Wunden, beruhigt die Nerven und verbessert die Stimmung. Eine natürliche und beliebte Wahl für das Hinzufügen von Körperpflegeprodukten.

Pfefferminze: Steigert die Energie, reduziert Fieber und Kopfschmerzen, unterstützt die Verdauung und hilft einen klareren Verstand zu haben.

Rosmarin: Verbessert die Gehirnfunktion und das Gedächtnis und hilft, Haare zu stärken, wenn Rosmarin Shampoos hinzugefügt wird.

Auf was sollte man achtgeben?

Weil ätherische Öle natürliche Produkte sind, hängt ihre Gesamtqualität davon ab, wo und wie die Pflanze angebaut wurde. Auch ist das Alter der Pflanze ausschlaggebend, und es spielt eine große Rolle, wie und wann sie extrahiert wurde, und welche Art von Extraktionsmethode verwendet wurde. Denn nicht jedes Öl ist gleichwertig in seiner Eigenschaft und Beschaffenheit.

Der beste Weg, um sicherzustellen, dass Sie minderwertige Produkte vermeiden können, ist die Suche nach reinen Ölen, die in der Art entstehen konnten, wie die Natur es vorgesehen hatte. Weil ätherische Öle der konzentrierteste Teil einer Pflanze sind, kann es riskant sein, in einige zu investieren, die Pestiziden und anderen Chemikalien ausgesetzt waren. Aus diesem Grund ist es immer schlau, biologisch angebaute ätherische Öle zu kaufen.

Achten Sie unbedingt auf das Reinheitsgrad des Öls. Kaufen Sie lieber reine ätherische Öle, anstatt synthetisch hergestellte Öle. Diese guten Öle haben dann natürlich ihren Preis. Low-Grade-Öle können natürlich deutlich billiger hergestellt werden und kosten dementsprechend nicht so viel, wie biologisch wertvolle Öle. Wenn ein Hersteller all seine Öle zum selben Preispunkt verkauft, dann wissen Sie, dass diese Öle nicht hochwertig sein können. Echte ätherische Öle variieren in den Kosten erheblich.

Öle sollten in dicht verschlossenen, dunklen Glasbehältern gelagert werden (einige Öle können sich in Plastik auflösen) und an einem kühlen Ort aufbewahrt werden. Auch sollte das Datum auf der Flasche beschriftet werden, und nachdem sie geöffnet wurde, kann man selber beurteilen, ab wann das Öl nicht mehr die Wirkung erzielt, wie zu Anfang. Das Öl sollte möglichst mit einer Glaspipette entnommen werden, um eine Kontamination zu vermeiden. Nach dem Gebrauch sollte die Flasche sofort fest verschlossen werden. Bei korrekter Lagerung werden die meisten ätherischen Öle zwischen einem und drei Jahren halten.

Tipps für erste Schritte:

Der beste Rat ist, klein zu beginnen. Investieren Sie in fünf bis zehn Öle und beobachten Sie, wie diese in Ihr tägliches Leben integriert werden können. Machen Sie Ihre eigenen Erfahrungen, nur so können Sie die Vorteile der Öle kennenlernen. Dann erweitern Sie Ihre Sammlung, um diese an Ihre Bedürfnisse anzupassen.

Weil ätherische Öle in ihrer Konsistenz zu stark sind und schnell verdampfen können, müssen sie vor dem Gebrauch meist mit einem Trägeröl gemischt werden. Trägeröle sind echte Öle, die aus den fettigen Pflanzenteilen kommen und dazu neigen, länger auf der Haut zu bleiben und die Vorteile der Aromatherapie zu verlängern. Einige gemeinsame Trägeröle sind Oliven, Kokos und Jojoba.

Hier sind die gängigsten Methoden zur Verwendung von ätherischen Ölen:

Inhalation: Der einfachste Weg, um die Vorteile vieler ätherischer Öle zu erleben, ist, sie einfach einzuatmen. Sie können eine Flasche öffnen und tief einatmen oder einen elektronischen Diffusor verwenden, um den Duft in den Raum zu verbreiten. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, einen starken Dampf zu erzeugen, indem man zwei bis drei Tassen kochendes Wasser in eine Schüssel gießt und mehrere Tropfen Öl hinzufügt. Halten Sie Ihre Nase über diesen Dampf und bedecken Sie den Kopf mit einem Handtuch. Dann tief einatmen, um den Dampf einzuatmen.

Haptische Anwendung: Es ist normalerweise am besten, das Öl mit einem Trägeröl zu verdünnen, also stellen Sie sicher, dass Sie das als erstes tun, bevor Sie ein Öl anwenden. Viele (aber nicht alle) ätherischen Öle können auch direkt auf der Haut aufgetragen werden. Hinter den Ohren, an den Versen, auf den Füßen, oder auch auf dem Rücken. Nehmen Sie ein paar Tropfen in Ihre Handfläche und massieren Sie sie sorgfältig und verteilen das dann auf den Körper mit kreisförmigen Bewegungen.

Einnehmen der Öle: Einige ätherische Öle haben tatsächlich ernährungsphysiologische Vorteile, die Sie sicher als Nahrungsaroma oder Nahrungsergänzungsmittel verwenden können. Allerdings ist dies nicht ein Bereich, wo Sie experimentieren sollten. Vor der Verkostung eines ätherischen Öls, achten Sie darauf, die Anweisungen sorgfältig zu lesen und suchen Sie den Rat eines Arztes. Im Zweifelsfall finden Sie einen anderen Weg, um die Vorteile Ihres Öls zu genießen.

Therapeutisches Bad: Wenn Sie den Tag von Stress befreien wollen, kann ein Bad in ätherischem Öl Bad nicht schaden! Einfach mehrere Tropfen ätherisches Öl in ein paar Schaufeln von Badesalz einmischen (um das Öl durch das Wasser zu verbreiten). Das ist ein mehr als entspannendes Badeerlebnis.

Aromatherapie-Massage: Mit ätherischen Ölen können Sie Körperspannungen lindern und auch Ihren Geist durch Erleben einer ätherischen Öl-Massage klären. Achten Sie darauf, das Öl mit einem Trägeröl zu mischen, damit Sie die Vorteile tatsächlich spüren können. Stärkere Mischungen sind am besten. Mischen Sie hier 20 Tropfen Öl pro 28 Gramm Trägeröl.

Die Natur bietet einem so viel. Es lohnt sich ihre Kostbarkeiten in den Alltag zu integrieren!

(Übersetzt und bearbeitet von Jacqueline Roussety)

Quellen: