Team-Sport im Gegensatz zum virtuellen Spiel

Von 30. März 2012 Aktualisiert: 30. März 2012 10:47

Das, was wir als Kinder über unseren Körper und über uns selbst lernen, bleibt uns für den Rest unseres Lebens im Gedächtnis. Die Entwicklung unserer Bewegungsmuster erlernen und verstärken wir in unserer Kindheit während wir spielen. Wir erlernen die Grenzen von Bewegungen, wie man springt und wie man landet.

Essentielle Gehirnbahnen werden durch das Spielen geformt. Ein gewisses Maß an Schmerzen und Unwohlsein lehrt uns, wie wir eine solche Lage meistern können. Durch  aktives Spielen entwickeln sich unsere Reflexe gut und wir erhalten eine Portion gesundes Selbstvertrauen. Mentale Belastbarkeit und Selbstsicherheit entwickeln sich im Fußballspiel, Fangen, Seil springen und unzähligen anderen Kinderspielen.

Durch Team-Sport und Spiele lernen wir die Komplexität des sozialen Lebens. Unser höheres Ziel sollte es sein, einen unveränderten Rahmen in der Gesellschaft bezüglich des „wahren Spielens“ zu bewahren – als Gegensatz zum virtuellen Spiel.

Bewegungsmuster, die durch das Spielen virtueller Spiele entwickelt wurden, können die Ursache für körperliche Probleme sein, indem sie unpassende Bewegungen verstärken. Es sind Bewegungsmuster erforderlich, die biomechanisch nicht korrekt oder funktional relevant sind, wenn wir uns durch einen Raum bewegen wollen oder mit unserer realen Umwelt interagieren. Wenn wir virtuelle Spiele spielen, folgen wir nicht notwendigerweise den Regeln, die die Schwerkraft uns auferlegt oder die festen Objekte, denen wir in unserem realen Leben begegnen.

Mangel an Konsequenzen

Die Entwicklung der Bewegungsmuster wird durch die körperbetonten Spiele in der Kultur des Menschen sehr beeinflusst und gestärkt. Video-Spiele bieten nur zu einem geringen Maß oder fast gar keine Konsequenzen bei irgendeinem Scheitern, ganz gleich in welcher Weise. Man spielt jegliche Konsequenzen als Ganzes herunter. Spiele, die ausgelegt sind, Gewaltaktionen mit Belohnung zu belegen, verfälschen um des Spieles Willen ganz bewusst die Realität.

Menschliche Interaktionen haben Konsequenzen. Wenn man zum Beispiel Tennis inkorrekt spielt, kann das zu Verspannungen oder Schmerzen führen oder man kann durch einen Ball getroffen werden. Wenn wir mit der falschen Bekleidung laufen, schwimmen oder Fahrrad fahren oder unsere Energie nicht richtig einteilen können, dann spüren wir die Konsequenzen. Schmerzen und Unwohlsein führen uns dazu, unser Verhalten zu verändern oder für eine Linderung des Schmerzes zu sorgen.

Virtuelle Spiele verstärken eine Sicht der Welt, die so nicht existiert, vor allem bei Kindern. Immer öfter ersetzen virtuelle Spiele die Erfahrungen, die man während des Spielens in seiner Umgebung macht. Unglücklicherweise sind die Kinder, die virtuelle Spiele spielen, immer jünger. Sie verbringen immer mehr Zeit mit dieser neuen Beschäftigung.

Die nächste Stufe

Motion-Tracking-Technologien, also Technologien, die auf Bewegungsmessung beruhen, und Simulationen waren bisher nur militärischem Personal vorbehalten und sind jetzt aber für jedermann zu einem Schnäppchenpreis zugänglich. Virtuelle Präsentationen streben danach, auch ein sensorisches Erleben zu vermitteln, das der Wirklichkeit sehr nahe kommt. Aber zu was für einem Ergebnis führt all dies?

Ich habe keine Zweifel, dass die Grenzen eines Tages verschwinden und wir „an einem Fluss entlang spazieren“ während wir uns in unserem Wohnzimmer befinden. Die Technologie prescht schon in Richtung einer direkten Kommunikation zwischen den Maschinen und dem menschlichen Gehirn vor. Aber sollen wir das wollen?

Möchten wir für uns und unsere Kinder eine Welt, die nicht mehr von der existentiellen Frage unterscheidbar ist: Woher wissen wir, dass wir wirklich existieren? Woher weiß man, dass man nicht nur ein Gehirn in einem Gefäß ist, dass von Außerirdischen stimuliert wird, und dass alles, was man kennt und jemals gekannt hat, nicht real ist?

Wir müssen bis in die Antike zurück gehen, zu ursprünglichen Wegen und Trainingssystemen, die helfen können, uns grundlegend zu entwickeln. Meditation und innere Kultivierungssysteme, die uns zu unserem wahren Selbst zurückführen, entwickeln unsere angeborenen Fähigkeiten, über die wir nur sehr wenig wissen. Warum sollten wir uns nicht zu besseren Menschen entwickeln? Warum sollten wir nicht unsere wahre und barmherzige Natur fördern während wir uns harmonisch mit unserer Umgebung in Einklang bringen?

Es gab eine Zeit, in der wir durch den Wald liefen und genau wussten, wann es regnen würde. Wir konnten eine Gefahr riechen, bevor sie geschah, noch besser als ein Radargerät es erkennen könnte. Wir waren dem Himmel zugewandt und mit ihm in Einklang.

Es gibt nichts auszusetzen an ein paar Spielen, aber lasst uns alle vorsichtig sein, wenn virtuelle Spiele die Wirklichkeit mit ihren echten Erlebnissen überschatten.

 

Mögen Sie unsere Artikel?
Unterstützen Sie EPOCH TIMES
HIER SPENDEN