Eine heilsame Berührung

Von 25. April 2011
Zwischen Ayurveda und Chinesischer Medizin

5000 Jahre von Diagnose- und Therapiekonzepten haben an der Schnittstelle zwischen Indien und China eine besondere Variante von asiatischer Volksmedizin entstehen lassen. Entsprechend dem Pflanzenreichtum des Landes liegt der Kern der thailändischen Volksmedizin in einem tief gehenden Wissen über Heilkräuter. Das zusammengeflochtene Wissensgut spiegelt sich auch in der thailändischen Massage wieder zur effektiven Lösung von Verspannungen und Verhärtungen im Bewegungsapparat des Körpers.

Für Thailänder bedeuten Pflanzen etwas von besonders hohem Stellenwert. In den Häusern ist eine bestimmte Stelle für Pflanzen reserviert und Bäume, denen energetische Kräfte nachgesagt werden, befinden sich oft vor und hinter Wohnhäusern, um Krankheiten von den Einwohnern fern zu halten.

Vielfältiges Angebot an bewährten Heilpflanzen

Das Basilikum gilt in Thailand genauso wie in Indien und in Griechenland als Pflanze einer Gottheit und wird als heilige Pflanze verehrt. Der intensive Geruch des ätherischen Öls aus dem Basilikum ist nur eines seiner Qualitäten, die es zum griechischen Namen basilikos, gleichbedeutend mit königlich, geführt haben. Entsprechend zubereitet wirkt das Basilikumpräparat gegen Atemwegs- und Infektionskrankheiten, zum Stressabbau, gegen Bakterien und Würmer sowie gegen Verdauungsbeschwerden. Viele dieser Wirkungen können über die Wirkungen der Inhaltstoffe im ätherischen Öl des Basilikums erklärt werden.

Verglichen mit der Indischen und mit der Chinesischen Medizin weist die Thailändische Medizin eine vergleichsweise junge Geschichte von westlicher Einflussnahme auf. Während die chinesische Kultur seit der Aufklärungszeit stark nach Europa exportiert wurde, blieb die thailändische Medizin bis ins 20. Jahrhundert fern und isoliert von der westlichen Medizin. Geschätzte 5.000 der insgesamt etwa 15.000 verschiedenen Pflanzenarten, die in Thailand einheimisch sind, warten jedoch immer noch auf ihre Entdeckung für die Medizin. Diskutiert wird auch die vielversprechende Anwendbarkeit von thailändischen Heilpflanzen bei den in Europa und Amerika weit verbreiteten Zivilisationskrankheiten.

Heilsame Berührungen in langer Tradition

Seit 2500 Jahren verstehen die Thailänder unter ihrem Wort für Massage “Naue Phasen Boran” eine uralte heilsame Berührung. Keine andere Methode zur Lösung von Verspannungen oder Verhärtungen ist dem Menschen so instinktiv nahe gelegen wie das Dehnen, Kneten und Massieren der betroffenen Körperstelle.

Der Ursprung der langen Geschichte der Thai-Massage liegt im Unbekannten. Es wird jedoch angenommen, dass ihre Wurzeln kommen aus dem indischen Hatha-Yoga und Ayurveda und aus dem tibetischen Vasrayana Heilsystem kommen. Nach Thailand wurde sie jedoch erst nach dem 3. Jahrhundert vor Christus durch südostasiatische Mönche überliefert.

Es ist ein ganzheitlicher Ansatz und beinhaltet richtige Ernährung, Körperübungen, die Verwendung von Kräutern und therapeutische Massage. Mit dem Buddhismus kam auch diese Lehre nach Thailand. In den Klöstern wurde sie gelehrt und aufgezeichnet. Apotheken und medizinische Schulen gab es in den meisten Tempeln und heutzutage ist die Thai Massage ein Bestandteil des täglichen Lebens in Thailand.

Diese Massage ist eine wohltuende Kombination aus passiven Dehn- und Streckübungen, sanften Gelenk- manipulationen, Akupressur der Meridianlinien, Reflexzonenbehandlung, Energiearbeit und Meditation. Sie wird mit Händen, Füssen, Knie und Ellenbogen ausgeführt.

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