Mineralöl in Schokoriegeln entdeckt – Foodwatch fordert Verkaufsverbot

Epoch Times4. Juli 2016 Aktualisiert: 8. Juli 2016 2:11
Bei Untersuchungen des Verbraucherschutzvereins "Foodwatch" wurden Spuren von aromatischen Mineralölen (MOAH) in verschiedenen deutschen Schokoladenprodukten gefunden. Diese werden als krebserregend angesehen.

"Foodwatch" reagierte auf die Untersuchungsergebnisse mit Forderungen zum Verkaufsstopp an die Hersteller – ohne Erfolg.

"Die Hersteller handeln grob fahrlässig. Statt die gefährlichen Süßigkeiten aus den Regalen zu räumen und die Verbraucher zu warnen, reden sie sich damit raus, es sei alles ganz legal – dabei verhindern sie selbst seit Jahren überfällige Grenzwerte", erklärte Johannes Heeg von der Organisation.

Aromatische Mineralöle (MOAH) in Schoko-Produkten

Neben der beliebten Kinderschokolade von Ferrero, waren auch die Proben von Lindts "Fioretto Nougat Minis" und die "Sun Rice Classic Schoko Happen" der Firma Rübezahl mit Mineralölspuren behaftet.

In allen Fällen handelte es sich um sogenannte aromatische Mineralöle (MOAH), die als potenziell krebserregend gelten. Die Stoffe können über Maschinenöle oder Verpackungen in die Produkte gelangen. Aber auch die ölbehandelten Jutesäcke für den Transport der Kakaobohnen können als Quelle dienen.

Zuletzt warnte "Foodwatch" an Ostern vor Rückständen in Süßwaren auf dem deutschen Markt, schreibt die Zeitung "Der Westen". Es wurden in acht von 20 getesteten Schokohasen Öl-Rückstände gefunden [Testergebnis PDF].

Mineralöle als größte Verunreinigung im Körper

"Foodwatch" fordert für aromatische Mineralöle in Schokoladen-Produkten eine "Null-Toleranz" und auch für andere Öle striktere Regeln.

"Wieder und wieder werden bei Labortests gefährliche Mineralöle in Lebensmitteln nachgewiesen. Wieder und wieder reagieren die Hersteller mit Ausreden. Doch bisher gibt Bundesernährungsminister Christian Schmidt lediglich zu, dass es ein Problem gibt. Die Lösung, nämlich sichere Grenzwerte für Mineralölverunreinigungen, bleibt er den Verbraucherinnen und Verbrauchern immer noch schuldig", so Heeg.

Die Europäische Lebensmittelsicherheitsbehörde (EFSA) und auch das zuständige deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) verweisen auf das krebserregende Potenzial von MOAH. Das BfR forderte bereits 2012: "Deshalb sollte kein nachweisbarer Übergang von MOAH auf Lebensmittel stattfinden." (sm)

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