Kinder profitieren von positiven Bildern

Von 27. Dezember 2010 Aktualisiert: 27. Dezember 2010 12:11

Ausgerechnet Zahnärzte! Forscher in den USA wiesen Kinder an, vor ihrem regelmäßigen Zahnarzttermin zwei Minuten lang entweder ein neutrales oder positives Bild von einem Zahnarzt anzusehen. Die Kinder, die einem positiven Bild ausgesetzt waren, litten weit weniger unter Furcht vor dem Zahnarzttermin als jene, die ein neutrales Bild betrachtet hatten.

Eine Studie, die im Magazin Community Dentistry and Oral Epidemiology veröffentlicht wurde, zeigt die positiven Effekte von positiven Bildern auf Kinder.

Was man bisher schon in Zahnarztpraxen nutzt, ist der positive Effekt von Musik, wobei es durchaus nicht immer Entspannungsmusik sein muss. Denn, wie sich inzwischen herausstellte, wirkt sie nicht nur auf die Patienten, sondern stundenlang auch auf den Arzt und sein Personal. Am Ende des Tages sind sie vor lauter Entspannung nur noch „schwach“.

Ein zuversichtliches Bild vom Leben

Natürlich betreffen alle diese Zusammenhänge nicht nur die Situation beim Zahnarzt. Eine Studie nach der anderen zeigt, dass Bilder und die Umgebung eine signifikante Rolle bei der Entwicklung von Kindern und ihrer Interaktion mit der Welt spielen. Kinder, die von der Natur oder gesunden, positiven Bildern von Menschen und der Welt umgeben sind, entwickeln ein ruhigeres, zuversichtlicheres Bild von sich selbst und vom Leben.

Während die Medien weiter ins Extrem gehen, um unsere Aufmerksamkeit zu erlangen, gibt es äußerst wenig Zurückhaltung, was die Verantwortung gegenüber den Menschen angeht oder was akzeptabel ist. Die Standards davon, was akzeptabel ist, sind bis zu dem Punkt aufgeweicht worden, dass es sehr wenig Selbstkontrolle gibt. Ein Abend „Zappen“ im Fernsehen lässt Jung und Alt von Mord zu Totschlag springen und von Umweltkatastrophen zu den Monstern.

Auch die Kunst geht oft über eine gewisse Norm hinaus, um unsere Aufmerksamkeit zu erhaschen. Wobei zu allen Zeiten große Erzählkunst und Bilder von Geist und Leben, die über einfache Abbildungen der materiellen Wirklichkeit hinausgehen, benutzt wurden, um die Vorstellungskraft der Menschen zu inspirieren.

Aber die Bilder, denen man im täglichen Leben ausgesetzt ist, können das Selbstbild eines Menschen und wie er mit der Welt interagiert, beeinflussen. Nachdem man häufig gewalttätige Bilder angesehen hat, kann man eher empfänglich dafür sein, in einem Konflikt aggressiv oder gewalttätig zu reagieren. Andererseits, wenn positive Bilder betrachtet werden, ist es wahrscheinlich, dass die Person einen Konflikt friedfertig löst.

Die beste Zeit des Lebens

Laut der amerikanischen Akademie für Kinderheilkunde [American Academy of Pediatrics Stateuniversity.com] wurde erkannt, dass das öffentliche Erziehungsfernsehen jedoch fraglos die Quelle der signifikantesten und langanhaltendsten positiven Effekte bei Kindern ist.

Kinder sehen um die fünf oder mehr Stunden am Tag fern. Wenn sie fünf Jahre alt sind, fangen sie an, Fernsehen zu schauen. Bis zum 18. Lebensjahr werden sie insgesamt zweieinhalb Jahre ferngesehen haben. Der Effekt, den dies auf ihre Entwicklung hat, ist profund. Die Bilder, die sie sehen, werden ihr Weltbild und wie sie mit der Welt interagieren, beeinflussen.

Kinder denken oft, sie würden durch Medien nicht beeinflusst, sie haben aber wenig bis keine Alternativen, um zu vergleichen und verfügen über begrenzte Lebenserfahrung, um zu beurteilen, wie sie beeinflusst wurden.

Ein Ferienlagerbetreuer für problembelastete Kinder und Jugendliche sagte mir, er hätte gewalttätige Kinder gesehen, die sich komplett verändert hatten, nachdem sie für einige Wochen auf einen Zeltlagerausflug mitgenommen worden waren. Ihr Selbstvertrauen, ihre Zuversicht und ihre Selbstbeherrschung änderten sich völlig. Manche schrieben ihm zurück, es sei die beste Zeit ihres Lebens gewesen.

Die Effekte von positiven und negativen Bildern, die uns tagtäglich bombardieren, entscheiden unser Verhalten auf eine Art, derer wir uns nicht unbedingt bewusst sind. Kinder und Pubertierende absorbieren die Umgebung wie ein Schwamm. Die Umwelt der Kinder zu nutzen, um Gelassenheit und gutes Selbstbewusstsein zu fördern, kann sie bemerkenswert unterstützen.

 

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