Frischer Spargel spitzt aus dem BodenFoto: HENDRIK SCHMIDT/AFP/Getty Images

Spargel hebt die Stimmung, ein lustvoller Genuss!

Epoch Times15. Mai 2016 Aktualisiert: 7. Juli 2016 22:13
Ein Bestandteil in Spargel, die Folsäure, kann helfen depressive Gemütszustände zu reduzieren. Spargelessen hebt die Stimmung. Gibt es wissenschaftliche Erklärungen dafür? Tipps zu Einkauf und Zubereitung erfahren Sie hier.

Der Frühling ist da und mit ihm ein fürstliches Gemüse, der Spargel. Kaum jemand kann sich dem lustvollen Genuss der weißen oder grünen Stangen entziehen, ob jung oder alt, schon der Gedanke an ein Spargelessen hebt die Stimmung. Gibt es wissenschaftliche Erklärungen dafür? Was ist im Spargel drin?

Spargel ein Stimmungsmacher

Die Verwendung des Spargels für Heilzwecke lässt sich bis etwa 3000 Jahre vor Christus zurückverfolgen, berichtet der Apotheker M. Pahlow. In China gegen Husten und Geschwüre verwendet, im alten Ägypten ein Lebermittel, galt er nach Dioskorides in der Antike als heilkräftiges Nierenmittel. Zu allen Zeiten wurde der Spargel auch als Genussmittel beziehungsweise als Gemüse geschätzt. In Mitteleuropa ist das edle Gewächs aber erst seit dem 16. Jahrhundert bekannt. Als Wirkstoff beschreibt Pahlow das Asparagin, aber auch Arginin, Asparagose, Saponine, Flavonoide, Vitamine und Mineralstoffe.

Ein Bestandteil in Spargel, die Folsäure, kann helfen depressive Gemütszustände zu reduzieren, schreibt "NaturalNews". Die Folsäure hilft dabei Ansammlungen von Homocystein im Körper abzubauen. Hohe Konzentrationen von Homocystein mindern die Versorgung des Gehirns mit Nährstoffen und Hormonen wie Serotonin und Dopamin. Wenn diese Glückshormone nicht in der Lage sind das Gehirn zu erreichen, können sich depressive Stimmungen verschlimmern und ein ausgeglichener Schlaf gestört werden.

Spargel besteht zu etwa 90 Prozent aus Wasser berichtet Frau Dr. Astrid Gerstemeier, Ernährungsexpertin bei „foodwatch“. Dennoch ist er reich an Vitamin A, C und E sowie zahlreichen Mineralien und sekundären Pflanzenstoffen. Außerdem stecken im Spargel die Pflanzenfarbstoffe Anthozyane und Carotinoide sowie schwefelhaltige Sulfide. Diesen Stoffen wird eine antibakterielle und krebshemmende Wirkung zugeschrieben. Durch den hohen Wassergehalt  wirkt Spargel reinigend auf den Körper und regt die Nierentätigkeit an. Mit einer Portion (ca. 500g) wird bereits ein Großteil des Tagesbedarfs an Vitamin C gedeckt. Wer zu grünem Spargel greift, lebt sogar noch gesünder: In grünem Spargel stecken mehr Vitamin C und Folsäure als in weißem Spargel. Und da grüner Spargel oberirdisch wächst, bildet er die natürlichen Pflanzenfarbstoffe Anthozyane und Carotinoide sowie den grünen Blattfarbstoffe Chlorophyll stärker aus.

Tipps zu Einkauf und Zubereitung

Beim Einkauf ist wichtig, dass der Spargel möglichst frisch und knackig ist, empfiehlt Frau Dr. Gerstemeier. Die Stangen sollen quietschen, wenn sie aneinander gleiten. Sie klingen ein wenig hohl, wenn man sie vorsichtig gegen einander klopft. Die Spitzen sollten beim Kauf möglichst noch gut geschlossen sein.

Die Zubereitungszeit beim Kochen variiert je nach Dicke/Durchmesser zwischen 12 und 25 Minuten. Weißen bzw. violetten Spargel muss man ausreichend schälen, damit er nicht faserig schmeckt und der leicht bittere Geschmack gemindert wird. Grünen Spargel braucht man nicht schälen – nur die Enden sind etwas etwas zu stutzen, da der untere Teil etwas holzig sein kann.

Spargel wird traditionell gekocht. In das bereits kochende Wasser gibt man etwas Salz und je nach Sorte auch eine Prise Zucker, das mildert den leicht bitteren Geschmack.  Eine andere Zubereitungsart ist das Anbraten in der Pfanne, der Spargel bleibt knackiger und bekommt eine würzigere Note. Kleingeschnitten macht er sich gut als Ergänzung zum oder als Zutat im Salat.

Spargel kann nach Belieben auch roh verzehrt werden. Geeignet sind dafür eher die dünneren Stangen. Dabei nutzt man in erster Linie das obere Drittel (der verbleibende Teil kann beispielsweise zu Suppe verarbeitet werden). Roher Spargel hat einen leicht nussigen Geschmack, da sich der typische Spargelgeschmack durch die enthaltene Asparaginsäure erst beim Kochen entfaltet.

(mh)



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