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Vater und Sohn bei der Arbeit.Foto: iStock

So werden aus Jungen echte Männer

Von 6. Oktober 2022
Ein 1886 veröffentlichtes Werk gibt wertvolle Ratschläge, wie man Jungen zu selbstbewussten Beschützern und Ernährern heranzieht.

Wenn Sie heutzutage eine junge, heiratsfähige Frau sind (oder eine Tochter oder Enkelin in diesem Alter haben), werden Sie sich vermutlich auch schon einmal gefragt haben: „Wo sind all die guten Männer?“

Natürlich gibt es keinen Mangel an männlichen Mitmenschen, aber der Typ „echter Mann“ scheint rar geworden zu sein. Ich spreche von Männern, die zu ihrer Maskulinität stehen und zur Rolle als Schützer und Ernährer, die traditionell damit einhergeht.

Vor einigen Monaten schrieb eine Frau auf Reddit: „Wann immer ich mit jemanden ausgehe, erweist sich die Person mir gegenüber als moderner, verweichlichter und schwacher Mann.“

Es ist nicht als Herabsetzung gemeint zu sagen, dass viele heutige Männer schwach sind. Tatsächlich zählen das Herabsetzen und das Schlechtmachen des männlichen Geschlechts vermutlich zu den vielen Gründen dafür, dass Männer femininer geworden sind. Ein weiterer Grund ist das weiche und verhätschelnde Umfeld, in dem sie erzogen wurden.

Wir sollten nach vorne schauen und danach streben, dass die Jungen von heute die Männer von morgen werden – bereit, Verantwortung zu übernehmen, hart zu arbeiten und starke Familien großzuziehen.

Aber wie fängt man so etwas an?

Da viele Vertreter des männlichen Geschlechts immer verweichlichter werden, gibt es auch immer weniger Vorbilder für traditionelle Männlichkeit. Ein Blick in die Vergangenheit liefert uns aber einige wertvolle Hinweise darauf, wie wir die heutigen Jungen zu den echten Männern von morgen formen können.

Über eines dieser Vorbilder bin ich in einer Publikation namens Items of Interest Volume 8 aus dem Jahr 1886 gestoßen. Der Artikel „Unterschätzen Sie den Jungen nicht“ skizziert einen Erziehungsplan, der bis heute nichts an Relevanz eingebüßt hat.

Bringen Sie ihm Vertrauen entgegen

Erwachsene behandeln kleine Jungs häufig viel zu lang wie Babys. Vermitteln Sie Ihrem Jungen, dass Sie ihn für eine vertrauenswürdige Person halten und nicht für eine hilflose Kreatur, die nichts auf die Reihe bekommt.

In Items of Interest heißt es: „Selbstvertrauen in angemessenem Maß, Worte der Ermutigung und des Rats und ihn wissen lassen, dass Sie ihm in vielerlei Hinsicht vertrauen – das hilft, einen Mann aus ihm zu machen, lange bevor er an Statur oder Jahren tatsächlich zum Mann wird.“

Um das Selbstbewusstsein eines Jungen (und Ihr Vertrauen in ihn) aufzubauen, empfiehlt es sich, ihm immer mehr Verantwortung zu übertragen. Erlauben Sie ihm immer weitere Ausflüge mit dem Rad, lassen Sie ihn Besorgungen erledigen und wenn es im Haus etwas zu reparieren gibt, übertragen Sie ihm diese Aufgabe. Egal, um was es sich im Einzelfall handelt, lassen Sie ihm freie Hand und geben Sie ihm die Gelegenheit, eigene Erfahrungen zu machen. Lehnen Sie sich zurück und verfolgen Sie erstaunt, wie gut er seine Verantwortung schultert.

Ermutigen Sie ihn zu Neugier

Jungen neigen von Natur aus dazu, Dingen auf den Grund gehen zu wollen, schreibt Items of Interest. Ignorieren wir diese Neigung, lassen wir eine großartige Gelegenheit verstreichen, ihnen beim Lernen und Wachsen zu helfen. Am besten unterstützen wir sie, indem wir bereitwillig ihre Fragen beantworten. „Wenn Sie ihnen Dinge, die sie verwirren, nicht erklären, sind sie gezwungen, mithilfe zahlreicher Experimente zu einer Lösung zu gelangen“, heißt es in dem Werk.

Oder anders formuliert: Sind Erwachsene bereit, die Fragen eines Jungen zu beantworten, dann hilft ihm das möglicherweise, Problemen aus dem Weg zu gehen. Das wiederum erspart den Eltern viele Kopfschmerzen!

Lassen Sie ihn mit den Händen arbeiten

Heutzutage lassen wir unsere Kinder nur ungern mit Geräten arbeiten, an denen sie sich verletzen oder mit denen sie einen Unfall haben könnten. Aber wenn man einem Jungen Werkzeug in die Hand drückt – und sei es etwas so Simples wie ein Hammer und Nägel –, kann er sich damit seinen eigenen Erfahrungsschatz aufbauen. Es bildet seinen Charakter und er bekommt eine Vorstellung davon, was er zu leisten vermag. Items of Interest erklärt:

„Geben Sie ihm Werkzeug, damit er für sich selbst herausfinden kann, ob er Gefallen an Arbeit mit den Händen findet … Wenn ein Junge feststellt, dass er mit seinen Händen das eine oder andere herstellen kann, hilft ihm das oftmals, selbstständiger zu werden – und die Planung, die für die Umsetzung solcher Arbeiten nötig ist, lehrt ihn Disziplin. Eine sehr wertvolle Erfahrung.“

„Wie es um das künftige Wohlergehen und Glück des Jungen bestellt ist, hängt von seinem Umfeld in der Jugend ab. Gelangt er an den Punkt seines Lebens, an dem er sich entscheiden muss, welchen beruflichen Weg er einzuschlagen gedenkt, sollte ein falscher Schritt um jeden Preis vermieden werden. Hat er in seiner Jugend eine Vorliebe für eine bestimmte Richtung entwickeln können, dann fällt die Wahl eines Berufs deutlich leichter.“

Er ist keine kleine Kopie von Ihnen

Selbstverständlich wünschen sich Eltern, dass ihre Söhne in ihre Fußstapfen treten. Das ist auch in Ordnung, aber nur, solange sie nicht denken, ihr Sohn werde sich für diese oder jene Aktivität bestimmt auch interessieren, schließlich interessiere es Sie ja auch.

Bei Items of Interest heißt es: „Eltern erklären gerne: ‚Ach, versuche gar nicht erst, handwerklich zu arbeiten. Mir hat das nie Spaß gemacht, also wird es dir auch keinen Spaß machen.‘ Tun Sie so etwas nicht, das entmutigt ihn bloß.“

Ratschläge wie diese klingen sehr simpel und geradlinig, aber wir leben in einer Zeit, in der Kinder häufig in Watte gepackt werden, in der man sie vor ein Handy oder ein Videospiel setzt, damit sie sich die Zeit vertreiben, und in der man sie dazu ermutigt, ihr Geschlecht zu wechseln. Die Vorstellung, zuzulassen, dass Jungs Dinge auf die altmodische Weise lernen und daran wachsen, wirkt ganz neu – und vielleicht sogar furchteinflößend.

Eines dürfen wir jedoch nicht vergessen: Wahrscheinlich kommen schwere Zeiten auf uns zu. Und in schweren Zeiten sind echte Männer gefragt, die das Heft des Handelns ergreifen und diese schwierigen Situationen meistern.

Warum bereiten Sie Ihren Sohn nicht darauf vor, einer der wenigen echten Männer zu sein, die für diese schweren Zeiten gerüstet sind? Anstatt voll und ganz damit beschäftigt zu sein, sich ausschließlich um sich selbst zu kümmern, wird er andere durch die Krisen leiten können.

Und das klingt doch nach etwas Gutem – nicht nur für Ihren Sohn, sondern auch für unzählige andere.

Dieser Artikel erschien im Original auf theepochtimes.com unter dem Titel: Raising Boys to Be Real Men (deutsche Bearbeitung ms/nmc)

Dieser Artikel erschien zuerst in der Epoch Times Wochenzeitung, Ausgabe Nr. 64, vom 01. Oktober 2022.

Dieser Beitrag stellt ausschließlich die Meinung des Verfassers dar. Er muss nicht zwangsläufig die Sichtweise der Epoch Times Deutschland wiedergeben.


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