Autokorso für tote Leonie (13): Blumen vor dem Kanzleramt – Wirbel um Polizei-Foto

Von 14. Juli 2021 Aktualisiert: 14. Juli 2021 9:44
Der Ermordung der 13-jährigen Leonie gedachten am Sonntag rund 500 Menschen mit einem Autokorso vom Heimatort des Mädchens zum Fundort der Leiche und zum Bundeskanzleramt, wo eine Gedenkfeier abgehalten wurde. Weil Polizisten ein Foto mit dem Veranstalter und Plakaten des Mädchens machten, könnten diese nun Probleme bekommen.

Am Sonntagvormittag, 11. Juli, fand ein Autokorso mit anschließender Kundgebung vor dem Bundeskanzleramt in Wien zum Gedenken an den Tod der 13-jährigen Leonie statt. Gegen 10 Uhr fuhren rund 100 Fahrzeuge teils mit schwarzen Trauerflaggen von Leonies Heimatort Tulln die rund 40 Kilometer lange Strecke nach Wien-Donaustadt, zu genau der Stelle, wo das Mädchen am Morgen des 26. Juni tot aufgefunden worden war. Zuvor war sie mit Drogen betäubt und mehrfach vergewaltigt worden. Drei junge Afghanen (23, 18, 16) wurden festgenommen, nach einem vierten (22) wird europaweit gefahndet.

Weiter ging es anschließend zum Heldenplatz und zu Fuß bis zum Bundeskanzleramt am angrenzenden Ballhausplatz. Dort wurden bei einer Trauerkundgebung Blumen abgelegt, brennende Kerzen abgestellt, Kirchenglocken läuteten. Es gab eine Schweigeminute. Wie „OE24“ berichtet, nahmen rund 500 Menschen an dem Gedenken für Leonie teil.

Trauernde Polizisten aus Tulln in Bedrängnis

Wie „Heute“ berichtet, hatten sich bei einer Vorbesprechung zur Trauerkundgebung einige Polizeibeamte aus Tulln, der Heimatgemeinde der ermordeten Leonie, mit Plakaten des Mädchens und dem Organisator des Trauerzugs fotografieren lassen.

Der „Standard“ veröffentlichte dazu in dem Bericht „Rechtsextremismus – Erneut Waffenfund in Neonaziszene“ einen Tweet linker Aktivisten, die darin ein „Polizeiproblem“ sehen.

Er zeige Polizisten in Uniform bei einem „Trauer-Autokorso“ (in Anführungsstrichen), so das Blatt. „Identitären-Chef Martin Sellner und rechtsextreme Medien“ hätten dazu aufgerufen. Der Vorwurf an die Polizisten aus Tulln: „Die Beamten halten darauf Fotos und Tafeln der Kundgebung in die Kamera.“

Auf Nachfrage bei der Polizei wurde dem „Standard“ mitgeteilt, dass der Sachverhalt der Landespolizeidirektion Niederösterreich bekannt sei und dass intern ermittelt wird. Gegebenenfalls würden Maßnahmen ergriffen, hieß es. Man beteuerte aber, „dass es zu keiner Zeit Absicht der Polizei war, ein Zeichen einer politischen Meinung zu setzen oder eine politische Gruppierung zu unterstützen“.

Leonies Mutter Melanie P. ist fassungslos: „Diese Polizisten kannten Leonie persönlich“, so die 40-jährige Pflegerin. Es mache sie wütend, dass die Beamten jetzt in ein Nazi-Eck gestellt würden.

Der Zustand der Eltern von Leonie ist nicht gut.



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion