Heiko Maas.Foto: JURE MAKOVEC/AFP via Getty Images

Bundesaußenminister verurteilt „erneuten Putschversuch“ im Sudan

Epoch Times25. Oktober 2021 Aktualisiert: 25. Oktober 2021 10:56

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hat die Festnahme mehrerer führender Regierungsmitglieder im Sudan verurteilt. „Die Meldungen über einen erneuten Putschversuch in Sudan sind bestürzend, der Versuch ist klar zu verurteilen“, erklärte Maas am Montag. Er rief „alle, die im Sudan Verantwortung für die Sicherheit und die staatliche Ordnung tragen“ dazu auf, den Übergangsprozess hin zu einer Demokratie fortzuführen.

„Dieser Umsturzversuch muss sofort beendet werden“, forderte der Außenminister. Politische Meinungsverschiedenheiten müssten in einem friedlichen Dialog gelöst werden.

Nach wochenlangen Spannungen zwischen dem Militär und der zivilen Übergangsregierung hatten Soldaten am Montag mehrere Regierungsmitglieder, darunter auch Regierungschef Abdalla Hamdok, festgenommen. Der Regierungschef habe sich zuvor geweigert, den „Putsch“ zu unterstützen, erklärte das Informationsministerium. Die Festgenommenen wurden an einen unbekannten Ort gebracht.

Nach Angaben des Informationsministeriums wurden im ganzen Land die Internetdienste unterbrochen und die wichtigsten Straßen und Brücken in der Hauptstadt Khartum gesperrt. Das Staatsfernsehen begann mit der Ausstrahlung patriotischer Lieder.

Im Sudan hatte nach dem Sturz al-Baschirs 2019 ein sogenannter Souveräner Rat die Regierungsgeschäfte übernommen, in dem sich Militärs und Zivilisten die Macht teilen. Seitdem befindet sich das Land in einer fragilen Übergangsphase, die 2023 mit der Einsetzung einer zivilen Regierung enden sollte. Eine hohe Inflation, wirtschaftliche Schwierigkeiten und tiefe politische Spaltungen verschärften die Lage. (afp/oz)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion