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10.000 Falun Gong-Praktizierende rund um Pekings Regierungszentrum Zhongnanhai am 25. April 1999.Foto: The Epoch Times

China vor 14 Jahren: Die große friedliche Demonstration geriet in eine Falle

Von 26. April 2013
Für die Politiker der Kommunistischen Partei Chinas ist der 25. April ein „politisch empfindlicher Tag".

Vor 14 Jahre, im Jahr 1999, haben viele Praktizierende von Falun Gong vor dem Regierungssitz Zhongnanhai in Peking friedlich demonstriert. Aber die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) unter der Führung des damaligen Parteichefs Jiang Zemin hat diese Demonstration als Ausrede verwendet, um eine grausame Verfolgung zu beginnen. Diese Verfolgung dauert bis heute an.

Falun Gong, auch Falun Dafa genannt, ist eine friedliche buddhistische Kultivierungsschule, die im Jahr 1992 von Meister Li Hongzhi an die Öffentlichkeit gebracht wurde. Die Falun Gong-Praktizierenden folgen den Prinzipien „Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit, Nachsicht“.

Im Jahr 1998 hat die KPCh eine Untersuchung bezüglich Falun Gong durchgeführt und kam zum Schluss „Falun Gong bringt nur Vorteile für das Land und das Volk“. Im Jahr 1999 gab es nach inoffizieller Statistik etwa 100 Millionen Falun Gong-Praktizierende.

Eine große friedliche Demonstration

Die Ursache der großen Demonstration am 25. April 1999 liegt in der Stadt Tianjin. Im April 1999 wurde in Tianjin ein Falun Gong verleumdender Artikel veröffentlicht.

Viele Falun Gong-Praktizierende hielten es für nötig, die Wahrheit  klarzustellen und gingen zur Redaktion des Magazins. Aber auf sie wartete ein brutaler Polizeieinsatz.

Am 23. und 24. April wurden viele Falun Gong-Praktizierende in Tianjing von der Polizei geschlagen. Über 40 Praktizierende wurden festgenommen. Dabei hat die Polizei ihnen erklärt: „Wir handeln auf Befehl von Oben. Wenn ihr euch beschweren wollt, geht zum Zentralkomitee der KPCh“.

Li Xiaoli, eine Falun Gong-Praktizierende, erklärte: „Wir haben das Gefühl, dass einige Funktionäre der KPCh unsere Schule nicht kennen und deshalb eine falsche Entscheidung getroffen haben. Deshalb beschloss ich, am 24. April zum Bittsteller-Empfang des Staatsrats zu gehen. Dort waren auch Praktizierende aus Peking. Die Mitarbeiter des Bittsteller-Empfangs weigerten sich jedoch mit uns zusammenzutreffen. Die Polizei ließ uns am nächsten Tag noch einmal kommen“.

Am nächsten Tag kehrten sie zurück. Die Polizei meinte, dass es dort zu wenig Platz gebe und führte sie in Richtung des Regierungssitzes Zhongnanhai. Nach Aussage von Li Xiaoli war unterwegs viel Polizei anwesend. Sie haben sie und andere Falun Gong-Praktizierende an der westlichen Seite der Straße neben Zhongnanhai gesammelt. Die Falun Gong-Praktizierende haben dann dort ruhig gestanden.

Der „verlorengegangene Befehl“ des Premierministers

Shi Caidong, ein Falun Gong-Praktizierender vor Ort hat sich damals spontan zum Vertreter der Demonstranten erklärt und traf den damaligen Premierminister Zhu Rongji in Zhongnanhai. Er erinnert sich, dass Zhu Rongji gefragt hat: „Ihr habt doch Glaubensfreiheit. Die Sache, über die ihr euch beschwert habt, habe ich doch bereits beantwortet“.

Er und andere Falun Gong-Praktizierende waren erstaunt und antworteten: „Wir haben aber nichts davon gehört“. Shi Caidong schätzt, dass dies ein Hinweis war, dass selbst ein Befehl vom Premierminister „verlorengehen“ könne.

Das weitere Gespräch mit der Regierung verlief gut. Gegen 21 Uhr erfuhren die Falun Gong-Praktizierenden, dass die Mitpraktizierenden in Tianjin freigelassen werden und dass Premierminister Zhu Rongji ihnen die legale Ausübung der Kultivierung versprochen habe. Anschließend verließen die Praktizierenden Zhongnanhai.

Diese Demonstration am 25. April 1999 in Peking, bei der es mehr als 10.000 Teilnehmern gab, endete friedlich und wird als größte friedliche Petition der chinesischen Geschichte bezeichnet.

Die Wahrheit dringt bald durch

Zum Verlauf der Demonstration ist anzumerken, dass die Regierung und die Polizei diejenigen waren, die die Falun Gong-Praktizierenden zum Regierungssitz Zhongnanhai geführt haben. Dabei wurden sogar Befehle des Premierministers geheim gehalten. Sehr wahrscheinlich wurde dies von Anhängern des damaligen Parteichefs Jiang Zemin arrangiert.  Jiang Zemin und seine Anhänger haben diese friedliche Demonstration als Ausrede genutzt, um Falun Gong zu verfolgen.

Sie behaupteten, dass Falun Gong-Praktizierende am 25. April Zhongnanhai eingekreist hätten, um sie deshalb anzugreifen und begannen die Verfolgung am 20. Juli 1999. Nachdem Jiang Zemin sein Amt als Parteichef und Staatspräsident beendet hatte, haben seine Anhänger, darunter der ehemalige Generalsekretär des Komitees für Politik und Recht Zhou Yongkang diese Verfolgung fortgesetzt. Diese Verfolgung dauert bis heute an.

Während der Verfolgung sind massive Menschenrechtsverletzungen an Falun Gong-Praktizierenden verübt worden, darunter Folter und sogar Organraub. Nach inoffizieller Statistik haben mehrere Millionen Praktizierende ihr Leben durch die Verfolgung verloren.

Heute, 14 Jahre später, gibt es Anzeichen, dass die Täter der Verfolgung künftig zur Rechenschaft gezogen werden. Nach dem Machtwechsel innerhalb der KPCh und in der Regierung in China haben die Anhänger des ehemaligen Parteichefs Jiang Zemin deutlich an Macht verloren. Der Generalsekretär des Komitees für Politik und Recht wurde ausgewechselt.

Der Politiker Bo Xilai, der als Hoffnungsträger für die Parteifraktion um Jiang Zemin galt, wurde entmachtet und steht demnächst vor Gericht. Das Arbeitslagersystem, ein wichtiges Werkzeug für die Verfolgung von Falun Gong, gerät immer mehr in die Kritik. Die Abschaffung des Arbeitslagersystems wurde bereits angekündigt.

Im April 2013 erschien in einem Magazin in China ein Artikel über viele unmenschliche Foltermethoden im Masanjia-Arbeitslager. Dieser Bericht sorgte für Empörung innerhalb des chinesischen Volks und erregte die Aufmerksamkeit ausländischer Medien.

In diesem Arbeitslager sind viele Falun Gong-Praktizierende gefangen gehalten worden. Wenn die Menschenrechtsverletzungen in den Arbeitslagern bereits in den Fokus gerückt sind, ist auch die Aufdeckung der Verfolgung von Falun Gong bereits in Sichtweite.



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