Migranten an Bord der Sea-Watch. 8. Januar 2019.Foto: FEDERICO SCOPPA/AFP/Getty Images

Einige Migranten an Bord der „Sea Watch 3“ verweigern die Nahrungsaufnahme

Epoch Times8. Januar 2019 Aktualisiert: 8. Januar 2019 6:06
Weil sie mehr als zwei Wochen nach ihrer "Rettung" vor der libyschen Küste immer noch nicht an Land gehen dürfen, verweigern einige der 32 Migranten auf dem NGO-Schiff Sea-Watch die Nahrungsaufnahme.

Weil sie mehr als zwei Wochen nach ihrer sogenannten Rettung auf dem Mittelmeer immer noch nicht an Land gehen dürfen, verweigern einige der 32 Migranten auf dem NGO-Schiff der deutschen Organisation Sea-Watch nun die Nahrungsaufnahme.

Einige der Migranten auf der „Sea-Watch 3“, darunter auch Kinder und Jugendliche, wollten nichts mehr essen, teilte Sea-Watch am Montag mit. Es sei zu befürchten, „dass ihr psychologischer und gesundheitlicher Zustand sich spürbar verschlechtert“.

Sea-Watch hatte die 32 Bootsmigranten am 22. Dezember vor der libyschen Küste aufgenommen. Eine Woche später nahm das Schiff „Professor Albrecht Penck“ der deutschen Organisation Sea-Eye 17 Migranten an Bord. Beide Schiffsbesatzungen bemühten sich seitdem vergeblich um die Erlaubnis, in einem europäischen Hafen vor Anker zu gehen.

Sea-Eye veröffentlichte am Montag ein Video von den Migranten, die an Bord ihres Schiffes in einem kleinen Raum ausharren. „Wir sind müde“, sagt darin einer von ihnen. „Wir können uns nicht bewegen, es ist wie ein Gefängnis.“

Aus europäischen Diplomatenkreisen hieß es, Deutschland, Frankreich, die Niederlande, Luxemburg, Malta sowie Rumänien, das derzeit den EU-Ratsvorsitz innehat, seien zur Aufnahme eines Teils der eingesammelten Migranten bereit. Es gebe aber noch keine Zusage, dass sie in Malta an Land gehen dürften. Regierungschef Joseph Muscat hatte am Sonntag erklärt, er wolle einen Präzedenzfall vermeiden. (afp/so)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion