Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hält eine Pressekonferenz zum Start des Impfprogramms gegen das Coronavirus (Covid-19) am 26. Dezember 2020 in Berlin.Foto: MICHELE TANTUSSI/POOL/AFP via Getty Images

RKI meldet bisher 78.463 Impfungen in Deutschland, Spahn spricht von über 60.000

Epoch Times30. Dezember 2020 Aktualisiert: 30. Dezember 2020 13:48

In den ersten drei Tagen seit dem offiziellen Start der Corona-Impfkampagne haben in Deutschland mehr als 60.000 Menschen die Immunisierung erhalten. Diese Zahl nannte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Mittwoch vor der Presse in Berlin. Die meisten Impfungen seien bislang in Pflegeheimen verabreicht worden, sagte er. Die Impfungen müssten nun „bestmöglich und schnellstmöglich“ fortgesetzt werden.

Gleichzeitig rief Bundesgesundheitsminister Spahn die Bürger auf, sich zum Jahreswechsel an die Corona-Regeln zu halten. Die Infektions- und Todeszahlen zeigten, dass man von einer „Normalität, wie wir sie uns wünschen“, noch sehr weiter entfernt sei, sagte Spahn am Mittwoch in der Bundespressekonferenz. Er sehe nicht, wie man den Lockdown bald aufheben könnte.

Der Minister räumte ein, dass es zum Start der Kampagne vereinzelt Probleme gegeben habe: „Ja, es ruckelt an der einen oder anderen Stelle“, sagte er. Insgesamt aber sei die „größte Impfkampagne in der Geschichte Deutschlands erfolgreich angelaufen“, sagte Spahn. „Diese Impfkampagne war und ist ein nationaler Kraftakt.“

Spahn machte erneut klar, dass er kein baldiges Ende des gegenwärtigen Lockdowns erwarte – dafür seien die Infektionszahlen nach wie vor zu hoch. Er sehe nicht, „wie wir in dieser Situation zurückkehren können in den Modus vor dem Lockdown“, sagte er. Zur Dauer des Lockdown sagte er: „Lieber jetzt eine Woche zu lang als zu wenig.“

Der Minister mahnte die Bürger eindringlich, an Silvester auf Kontakte zu verzichten. Jeder müsse wissen, „dass das Schließen im öffentlichen Bereich nur Sinn macht für uns alle, wenn wir auch im privaten Bereich die Kontakte reduzieren“. Deswegen sei „die Frage, was morgen passiert oder nicht passiert, ein ganz wichtiger Faktor im weiteren Verlauf“, sagte der Minister mit Blick auf den Silvestertag.

RKI meldet 78.463 Impfungen

Die Zahl der in Deutschland offiziell gegen das Coronavirus erstmalig geimpften Personen ist auf 78.463 angestiegen, geht aus Daten des Robert-Koch-Instituts vom Mittwochvormittag und eigenen Abfragen von dts bei den Bundesländern hervor. Jens Spahn hatte kurz zuvor von „über 60.000“ Geimpften gesprochen.

Damit steigt die bundesweite Impfquote nach dem dritten Tag der offiziellen Kampagne auf knapp 0,1 Prozent der Bevölkerung, innerhalb von 24 Stunden kamen etwa 37.000 Personen hinzu.

Laut der RKI-Zahlen ist Mecklenburg-Vorpommern mit einer Impfquote von fast 0,5 Prozent der Bevölkerung am weitesten vorangeschritten, aus Niedersachsen werden die wenigsten Impfungen pro Kopf der Bevölkerung gemeldet, entsprechend einer Impfquote von nur 0,02 Prozent. Dabei ist aber unklar, ob hier wirklich weniger geimpft wird oder nur die Meldung noch nicht reibungslos funktioniert.

Wie die RKI-Zahlen weiter zeigen, wurden rund 37.000 Pflegeheimbewohner geimpft, rund 21.000 Menschen wegen ihres Alters, rund 33.000 Menschen wegen ihres Berufes, rund 2.600 Menschen aus medizinischen Gründen – für viele Geimpfte treffen gleich mehrere dieser Gründe zu.

Nicht mit eingerechnet ist die Anzahl der Menschen, die schon in den letzten Monaten im Rahmen von Versuchsreihen geimpft wurden.

Übersicht zur Zahl der Impfungen in Deutschland und weltweit:

(afp/dts/er)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion