LKW-Fahrer demonstrierten heute mit einer extra-langsamen Fahrt, die Staus in Calais verursachte.Foto: PHILIPPE HUGUEN/AFP/Getty Images

Migrantengewalt in Calais: LKW-Fahrer protestieren mit Autobahn-Blockade

Epoch Times5. September 2016 Aktualisiert: 5. September 2016 15:15
Wegen anhaltender und eskalierender Gewalt durch Migranten haben heute in Calais LKW-Fahrer, Ladenbesitzer und Anwohner für eine Schließung des berüchtigten „Dschungel“-Camps demonstriert. „Wir wollen, dass die öffentliche Ordnung hier wiederhergestellt wird“, forderte die Bürgermeisterin der nordfranzösischen Hafenstadt.

Mit Blockaden auf der Autobahn haben französische Lastwagenfahrer und Landwirte die Räumung des wilden Flüchtlingscamps von Calais gefordert. Fernfahrer fuhren heute mit dutzenden Lastwagen extra langsam in Richtung Calais und verursachten so lange Staus. Zeitgleich versammelten sich hunderte Menschen – vor allem Einzelhändler aus Calais und Hafenarbeiter – zu einer Menschenkette. Der Focus berichtete.

„Wir wollen, dass die öffentliche Ordnung hier wiederhergestellt wird“, sagte die Bürgermeisterin der nordfranzösischen Hafenstadt, Natacha Bouchart, dem Sender BFMTV. „Wir wollen ein Datum“, forderte ein Lastwagenfahrer.

Das Camp entsteht immer wieder

Frankreichs Innenminister Bernard Cazeneuve hatte am Freitag angekündigt, dass das illegale Lager, das bereits einer kleinen Stadt gleicht, endgültig aufgelöst werden soll. Er sagte aber nicht, wann dies passieren wird. Schon im Februar war der berüchtigte „Dschungel“ geräumt worden, doch seitdem haben sich von neuem Tausende Migranten dort angesiedelt, die illegal nach Großbritannien einwandern wollen.

Behörden sprechen von 6900, Hilfsorganisationen sogar von mehr als 9000 Personen. Die Sicherheitslage hat sich in Calais in den vergangenen Wochen dramatisch verschlimmert: Die neueste Taktik der Migranten ist, schwere Verkehrsunfälle zu verursachen, um auf LKWs nach Großbritannien zu gelangen. Ein Reporterteam der britischen Zeitung „Daily Mail“ wurde am vergangenen Freitag bei einem Unfall verletzt, nachdem Migranten einen Baumstamm gegen ihr Auto geschleudert hatten und ein auffahrender LKW nicht mehr rechtzeitig bremsen konnte. Ausführlicher Bericht HIER.

Jede Nacht Kämpfe zwischen Polizei und Migranten

Jede Nacht liefern sich laut „Mail“ Trupps der französischen Bereitschaftspolizei Kämpfe mit gewalttätigen Migranten-Banden. Die Polizei beschießt sie mit Tränengas, um sie von den großen Verkehrsadern zu vertreiben.

Man habe mit rund 30 Blockaden pro Nacht zu tun, so die Polizei. Auch müssen Arbeiter die ganze Nacht lang störende Gegenstände von den Autobahnen räumen.

Die Polizei von Calais nannte vor wenigen Wochen das Migrantencamp „außer Kontrolle“. Beamte werden dort regelmässig mit Eisenstangen und Steinen attackiert, sobald sie das Areal zu betreten versuchen.

Verschärft wird die Situation, weil linksextreme Aktivisten die Migranten in Guerilla-Kampftaktiken schulen.

Siehe:

Migranten-Krieg gegen Autofahrer – jede Nacht gefährliche Crashs am Eurotunnel

Dschungel von Calais außer Kontrolle: Terrorbekämpfung „nicht mehr möglich“

Calais – Linksextremisten schulen Migranten in Guerilla-Taktiken

(rf)

 



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion