Ein Verwundeter wird nach einem Selbstmordanschlag in Kabul am 5. September 2019 im Krankenhaus Wazir Akbar Khan behandelt.Foto: WAKIL KOHSAR/AFP/Getty Images

Afghanistan: Zehn Tote bei erneuter Explosion einer Autobombe in Kabul

Epoch Times5. September 2019 Aktualisiert: 5. September 2019 12:24
Bei einem Selbstmordanschlag in Kabul sind am Donnerstag zehn Menschen getötet worden. Zu dem Anschlag bekannten sich die radikalislamischen Taliban.

In der afghanischen Hauptstadt Kabul sind am Donnerstagmorgen mindestens zehn Menschen bei einem Autobombenanschlag ums Leben gekommen. 42 weitere Personen wurden verletzt, berichtete der afghanische Fernsehsender Tolo News unter Berufung auf Angaben des afghanischen Innenministeriums. Unter den Opfern seien Zivilisten und Sicherheitspersonal.

Zu dem Anschlag bekannten sich die radikalislamischen Taliban. Taliban-Sprecher Sabihullah Mudschahid erklärte im Kurzbotschaftendienst Twitter, ein Selbstmordattentäter habe eine Autobombe gezündet.

Der Anschlag wurde im Bezirk Schasch Darak verübt. In dem an die Grüne Zone angrenzenden, ebenfalls stark gesicherten Bezirk hat unter anderem der afghanische Geheimdienst seinen Sitz. Die Explosion der Autobombe erschütterte die Stadt gegen 10.10 Uhr Ortszeit (07.40 Uhr MESZ), wie ein Sprecher des Innenministeriums mitteilte.

Montag starben mindestens 16 Menschen bei Anschlag auf Wohngebiet

Erst am Montag waren mindestens 16 Menschen bei einem Anschlag auf ein Wohngebiet im Osten Kabuls getötet worden. Zu dem Anschlag bekannten sich ebenfalls die Taliban. Diese verhandeln derzeit mit den USA über ein Friedensabkommen. Die USA hatten am Montag den Abzug ihrer Soldaten von fünf afghanischen Militärstützpunkten im Zuge eines möglichen Abkommens mit den Taliban in Aussicht gestellt.

Doch es gibt zunehmend Unmut über die Friedensverhandlungen: Viele Afghanen fürchten eine Rückkehr der Taliban an die Macht und auch aus den USA kommen vermehrt Stimmen des Zweifels. Am Mittwoch gab die afghanische Regierung bekannt, sie brauche mehr Informationen über das mögliche Abkommen sowie seine Risiken. (afp/dts)


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