Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo.Foto: Chip Somodevilla / Getty Images

Paris: Festival schwarzer Feministinnen entsetzt Bürgermeisterin – Weiße müssen draußen bleiben

Epoch Times31. Mai 2017 Aktualisiert: 1. Juni 2017 6:59
Ein Pariser Festival Ende Juli, das unter Ausschluss von Weißen stattfinden soll, wurde von der Pariser Bürgermeisterin als „umgekehrt rassistisch“ verurteilt.

Ein für Ende Juli geplantes Festival in Frankreich schwarzer Feministinnen wird gerade heftig diskutiert. Die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo verurteilte am Sonntag die Veranstaltung als „umgekehrt rassistisch“. Die Veranstaltung ist für Weiße gesperrt. Die Festivalleitung selbst bezeichnet das Event im Zentrum von Paris als im schwarzen Feminismus und Aktivismus verwurzelt. Das Festival soll zwischen dem 28. und 30. Juli stattfinden, berichtet AFP.

Demnach seien laut Festivalleitung vier Fünftel des Geländes als „unvermischter“ Bereich für „schwarze Frauen“ bestimmt. Ein anderer Teil wird als „unvermischter Bereich für alle Geschlechter“ deklariert. Der übrige Platz sei „offen für alle“. Die englische Version der Seite nutzt anstelle des Begriffs „unvermischt“, „reserviert“.

Bürgermeisterin spricht von Diskriminierung

Hidalgo bittet das Festival zu verbieten und überlegt juristische Schritte gegen die Organisatoren wegen „Diskriminierung“ in die Wege zu leiten.

Ähnlich der Bürgermeisterin verurteilten auch das französische Antirassismus- und Antisemitismus-Organisationen das Festival. SOS Racisme beschrieb das Event als „einen Fehler und eine Abscheulichkeit, die in ethnischem Separatismus schwelgt.“

In den Fokus der Öffentlichkeit geriet das geplante Festival durch Wallerand de Saint-Just der auf das Festival aufmerksam gemacht hatte. Er ist der lokale Chef von Marine Le Pen’s Front National.

In der Reaktion der Organisatoren ist von „Fake-News“ und „Rechtsextremismus“ die Rede. Ähnlich äußerten sich die Veranstalter, das Kulturzentrum „La Generale“ und das „Kollektiv Mwasi“, wonach es sich um eine „Desinformations-Kampagne„ und „Fake-News“, die von Rechtsextremen orchestriert wurden handle.

„Mit Bedauern sehen wir, wie sich bestimmte antirassistische Verbindungen derart manipulieren lassen“, so ein Statement auf der Webseite des „Generale“.

Veranstaltung unter Ausschluss von Weißen in Reims

Nyansapo ist nicht das erste Event dieser Art. Letztes Jahr löste ein Trainings-Seminar in Reims zum Thema „Antirassismus für Opfer von institutionellem Rassismus oder rassistisch motivierten Minoritäten unter Ausschluss von Weißen“ eine ähnliche Welle aus. (dk)



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