Ein Hinweis bedeckt einen Pumpengriff an einer Tankstelle am 12. Mai 2021 in Fayetteville, North Carolina.Foto: Sean Rayford / Getty Images

Pipeline-Betreiber: Versorgung nach Hackerangriff wieder normal

Epoch Times16. Mai 2021 Aktualisiert: 16. Mai 2021 14:51
Nach dem Hackerangriff auf einen US-Pipeline-Betreiber hat sich die Lage nach Angaben des Unternehmens wieder normalisiert. Wie Colonial Pipeline bei Twitter mitteilte, werden zwei Tage nach Wiederaufnahme der Treibstoffversorgung wieder "Millionen von Gallonen pro Stunde an die Märkte" geliefert.

Nach dem Hackerangriff auf einen US-Pipeline-Betreiber hat sich die Lage nach Angaben des Unternehmens wieder normalisiert.

Wie Colonial Pipeline mit Sitz im Bundesstaat Georgia am Samstag im Kurzbotschaftendienst Twitter mitteilte, werden zwei Tage nach Wiederaufnahme der Treibstoffversorgung wieder „Millionen von Gallonen pro Stunde an die Märkte“ geliefert. Dennoch waren zahlreiche Tankstellen im Osten der USA weiter ohne Treibstoff.

Colonial Pipeline war vergangene Woche Ziel eines Angriffs mit einem Erpressungstrojaner geworden. Die vom Volumen her größte Pipeline der USA, die von Houston im Bundesstaat Texas bis in den Großraum New York führt, wurde deswegen vorübergehend stillgelegt.

Das führte zu Versorgungsengpässen in Bundesstaaten wie Florida, Georgia, Virginia und Maryland. Einige Gouverneure riefen den Notstand aus – was viele Autofahrer aber erst recht zu Hamsterkäufen zu veranlassen schien.

Angesichts der Versorgungsengpässe stieg der Benzinpreis im landesweiten Schnitt erstmals seit 2014 wieder auf mehr als drei Dollar (rund 2,50 Euro) pro Gallone. Für deutsche Verhältnisse wäre das immer noch sehr günstig: Eine Gallone entspricht knapp 3,8 Litern.

Die US-Behörden haben die Hackergruppe Darkside für den Cyberangriff verantwortlich gemacht. Die Angreifer nutzten eine sogenannte Ransomware. Mit einem solchen Schadprogramm versuchen Hacker, Computersysteme zu sperren oder zu verschlüsseln und von den Nutzern Geld für die Freigabe der Daten zu erpressen.

Laut Medienberichten zahlte Colonial Pipeline rund fünf Millionen (4,1 Millionen Euro) Dollar Lösegeld. Am Donnerstag nahm das Unternehmen die Versorgung von Kunden mit Treibstoff wieder auf, betonte aber, dass es bis zu einer Normalisierung der Lage noch dauern könne. (afp)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion