Russland kritisiert Sacharow-Preis für Senzow als „politisierte Entscheidung“

Russland hat die Verleihung des Sacharow-Preises an den inhaftierten ukrainischen Filmemacher Senzow als rein politischen Akt kritisiert.
Titelbild
Oleg Senzow während der Urteilsverkündung.Foto:  AP/dpa
Epoch Times26. Oktober 2018

Die russische Regierung hat die Verleihung des Sacharow-Preises an den inhaftierten ukrainischen Filmemacher Oleg Senzow als rein politischen Akt kritisiert. Es sei eine „vollkommen politisierte Entscheidung“, sagte eine Sprecherin des Außenministeriums am Donnerstag in Moskau. „Fast niemand hat seine Filme gesehen.“

Das Europaparlament hatte am Donnerstag entschieden, dass der in Russland im Gefängnis sitzende und nach einem Hungerstreik schwer kranke 42-jährige Regisseur mit dem diesjährigen Sacharow-Preis für Meinungsfreiheit ausgezeichnet wird. Dieser wird seit 1988 an Persönlichkeiten oder Organisationen verliehen, die sich für Menschenrechte und Demokratie einsetzen. Es ist kein Kunstpreis.

Mit der Auszeichnung werde Senzows „Mut und die Entschlossenheit“ gewürdigt, sagte Parlamentspräsident Antonio Tajani am Donnerstag im Straßburger Plenarsaal unter tosendem Applaus der Abgeordneten. Er forderte Moskau auf, den in einer sibirischen Strafkolonie inhaftierten ukrainischen Filmemacher unverzüglich freizulassen. (afp)



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