Ein israelischer Panzer an der syrischen Grenze (Symbolbild).Foto: iStock

Syrische Regierung nimmt Grenzübergang nach Jordanien unter Kontrolle

Epoch Times6. Juli 2018 Aktualisiert: 6. Juli 2018 18:29
Regierungstruppen haben einen wichtigen Grenzübergang nach Jordanien unter ihre Kontrolle gebracht. Die Rebellen zogen ohne Kampf ab.

Knapp drei Wochen nach Beginn ihrer Offensive im Süden Syriens haben Regierungstruppen einen wichtigen Grenzübergang nach Jordanien unter ihre Kontrolle gebracht. Mitarbeiter der syrischen Grenzverwaltung hätten begleitet von russischer Militärpolizei am Grenzübergang Nassib Posten bezogen, teilte die „Beobachtungsstelle für Menschenrechte“, deren Angaben nicht überprüfbar sind, am Freitag mit. Die Rebellen hätten den vor drei Jahren eroberten Grenzübergang ohne Kampf aufgegeben.

Die amtliche syrische Nachrichtenagentur Sana berichtete, dass an dem Grenzübergang wieder die syrische Flagge gehisst worden sei. Ein Sprecher der Rebellen bestätigte die Angaben: Der Grenzposten komme unter Kontrolle der syrischen Zivilverwaltung, die dabei vom Verbündeten Russland unterstützt werde.

Die Übernahme des strategisch wichtigen Grenzpostens wäre ein bedeutender Sieg für die Regierung in Damaskus: Er liegt an einer wichtigen Straße zwischen Syrien und Jordanien. Die Regierung hofft, durch die Sicherung der bislang von Rebellen gehaltenen Grenzübergänge den Handel mit dem Nachbarland wiederzubeleben.

Waffenruhe für Provinz Daraa angedacht

Die Übergabe des Grenzposten stand offenbar im Zusammenhang mit Verhandlungen zwischen den Rebellen, der syrischen Regierung und Russland. Nach Angaben von Rebellensprecher Hussein Abasid wurden dabei die Grundzüge eines Abkommens ausgehandelt.

Es sehe eine Waffenruhe für die Provinz Daraa vor, sagte Abasid. Die Rebellen müssten ihre schweren Waffen abgeben. Rund 6000 Menschen auf Rebellenseite – Kämpfer und Zivilisten – sollten sicheres Geleit in die von Rebellen gehaltene Provinz Idlib im Norden erhalten. Die Regierungstruppen sollten sich ihrerseits aus vier kürzlich eroberten Orten zurückziehen. (afp)



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