Präsident Trump - als Wachsfigur vor dem Deoksu Palast 2017, Seoul, Südkorea.Foto: Chung Sung-Jun/Getty Images

US-Präsident Trump warnt Nordkorea: „Geduld ist vorbei“

Epoch Times30. Juni 2017 Aktualisiert: 30. Juni 2017 18:57
Die Geduld mit Pjöngjang "ist vorbei" warnt US-Präsident Trump Nordkorea. Der Präsident traf sich mit dem neuen südkoreanischen Staatschef Moon Jae In, sie sprachen auch über das nordkoreanische Atom- und Raketenprogramm.

US-Präsident Donald Trump hat erneut eine scharfe Warnung an Nordkorea gerichtet. Die Geduld mit Pjöngjang „ist vorbei“, sagte Trump am Freitag in Washington bei einem Treffen mit dem neuen südkoreanischen Staatschef Moon Jae In über das nordkoreanische Atom- und Raketenprogramm.

Die USA bereiteten mit ihren Verbündeten neue diplomatische und wirtschaftliche Maßnahmen gegen die nordkoreanische „Bedrohung“ vor.

Trump hatte in der Vergangenheit auch mit einem militärischen Alleingang der USA gegen Nordkorea gedroht. Bei seinem Auftritt mit Moon im Weißen Haus sprach er eine solche Drohung aber nicht explizit aus. Er sagte lediglich, die Vereinigten Staaten würden sich selbst und ihre Verbündeten „immer verteidigen“.

Bereits im Vorfeld der Gespräche zwischen Trump und Moon hatte ein hochrangiger US-Regierungsmitarbeiter deutlich gemacht, dass Washington weiterhin versuchen wolle, Nordkorea mit diplomatischen und wirtschaftlichen Maßnahmen zum Einlenken zu bewegen.

Der Präsident wolle so den „Druck auf Pjöngjang“ steigern, hieß es. Trump selber sagte, für den Umgang mit Nordkorea gebe es „viele Optionen“.

Präsident Trump wird nach Südkorea reisen

Moon tritt im Gegensatz zur südkoreanischen Vorgängerregierung auch für einen Dialogprozess mit Nordkorea ein. Die USA und Südkorea strebten zusammen einen „umfassenden Ansatz“ gegenüber Pjöngjang an, bei dem neben den Sanktionen auch der „Dialog“ eingesetzt werde, sagte er bei seinem Auftritt mit Trump. Moon teilte ferner mit, dass der US-Präsident seine Einladung angenommen habe, noch in diesem Jahr nach Südkorea zu reisen.

Neben einer Serie von nordkoreanischen Raketentests hatte zuletzt auch der der Tod des US-Studenten Otto Warmbier die Spannungen zwischen Washington und Pjöngjang weiter verschärft. Der 22-jährige Student fiel in nordkoreanischer Haft ins Koma und starb kurz nach seiner Rückkehr in die USA. (afp)



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