6.000 neue Mitgliedsanträge in Rekordzeit – wie es jetzt mit der WerteUnion weitergeht

Die Bonner MS Godesia wird Ort für die formelle Parteigründung der WerteUnion sein. Dabei wurde Bonn als Gründungsort bewusst gewählt.
Hans-Georg Maaßen, ehemaliger Verfassungsschutz-Chef.
Hans-Georg Maaßen, der designierte Vorsitzende der Partei WerteUnion.Foto: Martin Schutt/dpa
Von 16. Februar 2024

Am Samstag, 17. Februar, wird aus der WerteUnion um den ehemaligen Verfassungsschutzpräsidenten Hans-Georg Maaßen eine politische Partei.

Auf einem Charterschiff auf dem Rhein nahe Bonn wird sich eine 40-köpfige Auswahl an Vereinsmitgliedern treffen, um einen Parteivorstand und andere wichtige Parteigremien zu wählen. Auch wird die Kandidatenwahl Thema sein, ist von dem ehemals langjährigen CDU-Mitglied Maaßen zu erfahren.

Zudem soll das Grundsatzprogramm verabschiedet und erste Ämter in der Partei vergeben werden, bevor dann im Frühjahr der erste Parteitag abgehalten wird.

Ziel ist es, nach der Parteigründung am Wochenende die wichtigen Formalien abzuschließen, und so bald wie möglich grünes Licht von der Bundeswahlleiterin für die Teilnahme an Wahlen zu bekommen.

Die WerteUnion kündigte bereits an, in Brandenburg, Sachsen und Thüringen an den Landtagswahlen teilnehmen zu wollen. Die EU-Parlamentswahl hingegen lässt man außen vor.

Dabei geht es darum, „Schwung“ zu holen für die 2025 anstehende Bundestagswahl und weitere Landtags- und Kommunalwahlen in der Republik, so Maaßen.

Bonn bewusst gewählt

Bonn wurde dabei als Ort der formellen Gründung bewusst gewählt, da die WerteUnion mit ihrer Politik an die Rechtsstaatlichkeit der Bonner Republik und dem „Bonner Grundgesetz“ anknüpfen will.

Mit Stand Januar hatte die WerteUnion rund 4.000 Mitglieder. Allerdings sind nach der Ankündigung, Partei werden zu wollen und an den anstehenden Landtagswahlen teilzunehmen, in kürzester Zeit 6.000 neue Mitgliedsanträge eingegangen, die jetzt abgearbeitet würden, wie Maaßen mitteilte.

Offen für alle bürgerliche Parteien

Als liberalkonservative Partei plant die WerteUnion die Nachfolge der Union anzutreten. Parteisitz wird Berlin sein.

Offen zeigt man sich in der Zusammenarbeit für alle Parteien, die „bürgerliche Politik“ betreiben wollen.

Die Vertretung bürgerlicher Positionen und Grundgesetzestreue soll auch der Grundsatz für die spätere Aufnahme von Parteimitgliedern sein. Extremisten jeglicher Couleur will man die Mitgliedschaft verwehren.

Motto der nächsten Schritte werde es sein, so Maaßen „Sorgfalt vor Eile“ walten zu lassen.

Der Artikel wurde am 16. Februar aktualisiert.



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