AfD-Chef Meuthen bekräftigt Ablehnung von umlagenfinanziertem Rentensystem

Epoch Times28. Februar 2019 Aktualisiert: 28. Februar 2019 10:13

In dem AfD-internen Streit um die Rentenpolitik hat Parteichef Jörg Meuthen sein Nein zur umlagefinanzierten gesetzlichen Altersversorgung bekräftigt. Das bisherige deutsche Rentenmodell habe „keine Zukunft“, sagte er der Zeitung „Welt“ (Donnerstagsausgabe). Er positionierte sich damit gegen AfD-Bundestagsfraktionschef Alexander Gauland, der das gesetzliche Umlagesystem jüngst vehement verteidigt hatte.

Gauland und er hätten bei der Rente unterschiedliche Meinungen, sagte Meuthen dem Blatt. Er lehnte zugleich erneut auch den Vorstoß von AfD-Rechtsaußen Björn Höcke ab, der ebenfalls am Umlagesystem festhalten und dieses durch eine „Staatsbürgerrente“ ergänzen will. Deutsche mit geringer Rente sollen demnach Zusatzzahlungen erhalten, Ausländer nicht. Einer solchen Idee stimme er keinesfalls zu, sagte Meuthen.

Die AfD will im Herbst auf einem Parteitag ein eigenes Rentenkonzept beschließen. Sie war in den vergangenen Monaten immer stärker in die Kritik geraten, weil sie sich auch mehrere Jahre nach ihrer Gründung in sozialpolitischen Fragen nicht positioniert. (afp)

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