Bundespolizei leitet Disziplinarverfahren gegen Pechstein ein

Eisschnellläuferin und Bundespolizistin Claudia Pechstein hat vor ihrem umstrittenen Auftritt bei einem CDU-Konvent einem Bericht zufolge nicht um Erlaubnis gefragt, ob sie dort in Uniform erscheinen dürfe.
Titelbild
Claudia Pechstein.Foto: Uli Deck/dpa
Epoch Times5. Juli 2023

Die Bundespolizei hat einem Bericht zufolge ein Disziplinarverfahren gegen Eisschnellläuferin Claudia Pechstein eingeleitet. Grund sei Pechsteins Auftritt beim CDU-Grundsatzkonvent im Juni in Dienstuniform, berichtete die „Bild“ (Donnerstagsausgabe).

Laut Polizeidienstvorschrift dürfe die Dienstkleidung „bei politischen Veranstaltungen nicht getragen werden“, heißt es laut der Zeitung in dem Schreiben zur Einleitung des Verfahrens. Eine „Erlaubnis oder Gestattung zum Tragen der Dienstkleidung“ habe nicht vorgelegen.

Kritisiert werde außerdem, dass Pechstein sich zu „allgemeinpolitischen Themen“ geäußert habe, ohne deutlich zu machen, dass es sich hierbei um eine „rein persönliche Auffassung“ handele. Pechstein und die Bundespolizei wollten sich auf Anfrage der „Bild“ nicht äußern.

Pechsteins Auftritt hatte breite Kritik ausgelöst. Das lag neben der Uniform auch am Inhalt ihrer Rede, in der sie eigentlich über eine Stärkung des Vereins- und Schulsports sprechen sollte. Pechstein ging darüber hinaus auch auf allgemeine politische Themen ein. Sie mahnte etwa schnellere Abschiebungen abgelehnter Asylbewerber an und äußerte sich kritisch zu Gender-Sprache.

Pechstein selbst hatte angegeben, im Vorfeld des Auftritts sowohl einen Gewerkschaftsvertreter der Bundespolizei als auch einen Vorgesetzten konsultiert zu haben. Der Auftritt in Uniform sei ihr demnach freigestellt worden. (afp)



Epoch TV
Epoch Vital
Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Dies umfasst ebenso abschweifende Kommentare, die keinen konkreten Bezug zum jeweiligen Artikel haben. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.


Ihre Epoch Times - Redaktion