#BerlinWahl 2016: Vorläufiges amtl. Endergebnis – SPD 21,6 %, CDU 17.6 %, Linke 15,6%, Grüne 15,2 %, AfD 14,2 %, FDP 6.7%

Von 16. September 2016 Aktualisiert: 19. September 2016 18:41
Die SPD hat die Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus trotz deutlicher Verluste gewonnen.

+++ Live-Ticker beendet +++

+++ 1:32 Vorläufiges amtliches Endergebnis+++

Die SPD hat die Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus trotz deutlicher Verluste gewonnen. Nach Auszählung aller Stimmen erzielte sie 21,6 Prozent. Die CDU fiel auf 17,6 Prozent und zieht als zweistärkste Kraft ins Parlament. An dritter Stelle liegt die Linke mit 15,6 Prozent, gefolgt von den Grünen mit 15,2, der AfD mit 14,2 Prozent und der FDP mit 6,7 Prozent.

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+++ Montag, 19.09.2016 +++

+++ 22:19 Zuerst die offiziellen Ergebnisse von wahlen-berlin.de +++

Bei den Erst- und Zweitstimmen gibt es Unterschiede bei den Grünen, die bei den Erststimmen an dritter Stelle, bei den Zweitstimmen an vierter Stelle liegen. Es gibt 2.432 Wahlbezirke, bei den Erststimmen sind 2.315, bei den Zweit­stim­men 2.382 ausgezählt.

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+++ 22:15 ARD bietet AfD nun bei über 14 Prozent an +++

Neue Zahlen bei der ARD: In der Hochrechnung von 21:42 liegt die SPD bei 21,6 %, die CDU bei 17,5 %, die Linken bei 15,7 %, Grüne bei 15,1 % und die AfD bei 14,1 %.

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+++ 21:34 Interaktive Karte der „Welt“ zeigt eine Überblick +++

Mit Hilfe der interaktiven Karte in der „Welt“ kann man sich einen Eindruck verschaffen, in welchem Wahlkreis wie gewählt wurde. Der aktuelle Stand, der gezeigt wird, ist von 20:05 Uhr, es werden 51 von 78 Wahlkreise angezeigt.

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Legende: rot: SPD, schwarz: CDU, pink: Linke, grün: Grüne, blau: AfD

+++ 21:24 Die Wählerwanderung +++

Die Wählerwanderung, dargestellt von der „Morgenpost“, gefunden bei twitter.

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+++ 21:14 Bis auf drei Berliner Bezirke ist fast alles ausgezählt +++

In Pankow, Tempelhof-Schöneberg und Neukölln sind dreiviertel der Stimmen ausgezählt, in den anderen Wahlkreisen fast alles.

Erststimmen: SPD 24,9 % , CDU 19,3 %, Grüne 15,8 %, Linke 15,5 %, AfD 14,4 % – und FDP 5,5 %.

Zweitstimmen: SPD 21,5 % , CDU 17,3 %, Linke 15,8 %, Grüne 15,2 %, AfD 14,3 % – und FDP 6,6 %.

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+++ 21:00  SPD nun bei 21,6 Prozent +++

Dem Zwischenstand nach hat die SPD noch 21,6 %, dann folgt die CDU mit 17 und die Linke mit 16 %. Die AfD hat die Grünen eingeholt und beide stehen bei 14,8 Prozent.

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Die ARD und ZDF haben sich geeinigt. Das ARD bietet folgende Werte:

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Und das ZDF diese:

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+++ 20:10 Das ZDF bringt eine neue Hochrechnung heraus +++

Die Hochrechnung des ZDF für 20:10 Uhr sieht die SPD 22,2 % vor der CDU 18,0 %, dann folgen Linke 15,6 % und Grüne 15,5 % und dann die AfD mit 13,5 %.

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+++ 20:07 Etwa die Hälfte ist ausgezählt, SPD liegt vor der CDU und dann kommt die AfD +++

Etwa die Hälfte der Wahlbezirke sind ausgezählt: bei den Erst­stim­men: 727 bei den Zweit­stim­men: 1.487.

Im Moment sind die Ergebnisse der Wahlleitung so: (Stand: 18.09.2016 19:53:20)

Erststimmen: SPD 25,3 %, CDU 19,5 %, AfD 15,6 %, Linke 15,0 %, Grüne 14,5 %, FDP 5,5 %

Zweitstimmen: SPD 21,7 %, CDU 17,0 %, Linke 15,8 %, AfD 15,0 %, Grüne 14,6 %, FDP 6,3 %

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+++ 19:44 ARD-Meldung zu Verlust und Gewinn der einzelnen Parteien +++

Sowohl SPD als auch CDU verloren 5,5 Prozent ihrer Wähler, während die FDP 4,6 Prozent, die Linke 4,5 Prozent und die AfD 12,2 Prozent hinzugewonnen haben.

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+++ 19:17 Die Wahlleitung zeigt erste Grafiken – AfD bei 17,6 Prozent +++

Dem Erststimmenanteil nach liegt die SPD bei 27,3 %, dann die CDU mit 19,8 % und dann folgt die AfD mit 17,8 % (Stand 19:11 Uhr)

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+++ 19:01 Berlin West und Berlin Ost wählten unterschiedlich +++

Im Osten der Stadt wurde mit 26 % die Linke am stärksten gewählt, darauf folgt die SPD mit 21 % und an dritter Stelle die AfD mit 14,0 %. In Berlin-West gewinnt die SPD mit 24,0 %, dann folgt die CDU mit 21,0 % und die Grünen mit 19,0 %.

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+++ 18:50 ARD meldet eine leichte Veränderung bei der SPD mit 23,2 Prozent +++

Die Wahlbeteiligung lag nach Angaben der ARD (dimap) bei 66 Prozent.

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Die Veränderungen der Parteien stellt die ARD in diesen beiden Grafiken dar:

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+++ 18.35 ZDF sieht AfD auf 12,5 Prozent +++

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Quelle: ZDF

+++ 18:29 Das „ehrliche“ Wahlergebnis, wenn man die Nichtwähler einbezieht +++

Nichtwähler machen einen großen Anteil in der Bevölkerung aus, würden sie als eigene Fraktion ins Abgeordnetenhaus einziehen, wären sie die stärkste Kraft in der Hauptstadt, schreibt die „Welt“.

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+++ 18:21 Die Tagesschau meldet folgendes +++

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+++ 18:18 Die Reihenfolge in der Hochrechnung der Forschungsgruppe Wahlen +++

  • SPD: 23,1
  • CDU: 18
  • Grüne: 16,4
  • Linke 15,7
  • FDP 6,4
  • AfD: 12,2

+++ 18:15 Sitzverteilung – erste Übersicht +++

Der Tagesspiegel hat eine erste Sitzverteilung gefunden:

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+++ 18:12 SPD bleibt an der Spitze mit 23 Prozent +++

Bei der Abgeordnetenhauswahl in Berlin erreicht die AfD laut Prognose von Infratest-dimap im Auftrag der ARD 11,5 Prozent. Die SPD erreicht 23 Prozent, die CDU 18 Prozent, Grüne 16,5 Prozent, Linke 16,5 Prozent, die FDP 6,5 Prozent und die Piraten 2 Prozent.

Die entsprechenden Zahlen wurden um 18 Uhr nach Schließen der Wahllokale veröffentlicht und basieren auf einer Nachwahlbefragung, die als zuverlässiger gilt im Vergleich zu telefonischen Umfragen im Vorfeld der Wahl. (dpa)

+++ 18:06 RBB Online meldet +++

Prognose Berlin: SPD 23,0 %, CDU 18,0 %, Grüne 16,5 %, Linke 16,5 %, AfD 11,5 %, FDP 6,5 %, Piraten 2,0 %

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+++ 17:58 Ergebnisse kann man wohl hier finden +++

wahlen-berlin.de – Webseite der Landeswahlleitung

bundestagswahl-2017.com – Ist die Webseite für alle Wahlen in Deutschland

Natürlich bieten sich auch die Liveticker anderer Nachrichtenseiten an …

+++ 17:56 Aktueller geht es nicht – ab jetzt kommt die Zeit der Sozialen Netzwerke +++

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+++ 17:41 AfD-Party in Charlottenburg – Polizei sperrt ab +++

Die Otto-Suhr-Allee / Rathaus Charlottenburg ist von der Polizei mittlerweile fast vollständig gesperrt worden. Nach der Schließung der Wahllokale soll hier die Wahlparty der AfD stattfinden. Autonome haben angekündigt, diese zu „crashen“. Bisher versammeln sich die AfD-Mitglieder im Ratskeller, Spitzenkandidat Pazderski ist da, die Stimmung sei „sehr gut“.

+++ 17:21 Wahlbeteiligung bis 16 Uhr deutlich höher als 2011 +++

Die Wahlbeteiligung um 16.00 Uhr lag bei 53,1 % und damit 7,1 Prozentpunkte höher als 2011.
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Die höchste Wahlbeteiligung um 16 Uhr wird aus Steglitz-Zehlendorf gemeldet (59,1 Prozent), die niedrigste aus Mitte mit 48,9 Prozent.

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+++ 16:53 Prognose von bundestagswahl-2017.com +++

Interessant ist eine Prognose der Webseite bundestagswahl-2016.com, die recht detailliert schreibt, was erwartet werden könnte. Zitat:

„Berliner Wahl 2016: Analyse zur Wahlprognose

SPD gewinnt trotz heftiger Verluste, Piraten scheiden womöglich aus dem Landtag

Bei der nächsten Wahl zum Abgeordnetenhaus von Berlin schafft es die SPD trotz eines Verlusts von etwa 6 Prozent der Wählerstimmen, ihren Platz als stärkste Partei im Land zu behalten. Mit 23 Prozent der Stimmen liegt sie nur noch 5,5 Prozent vor CDU und Grünen.

Es ist zu erwarten, dass die Piraten die Fünf-Prozent-Hürde nicht schaffen werden und somit ihren Platz im Abgeordnetenhaus nicht halten können.“

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Größter Zuwachs für die AfD

Die zum ersten Mal bei der Abgeordnetenhauswahl in Berlin antretende Alternative für Deutschland erreicht laut Umfragen1 auf Anhieb 13,5 Prozent. Ein so hohes Ergebnis für die AfD wie bei der Landtagswahl im März 2016 in Sachsen-Anhalt (24,3 Prozent) ist in Berlin nicht zu erwarten. In Berlin zeigt sich die AfD aber stärker als im Ergebnis bundesweiter Umfragen zur Bundestagswahl 2017, bei denen die AfD bei 9 bis 10 Prozent potenzieller Wählerstimmen liegt.

Wie bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern am 4. September 2016 droht der CDU der Abstieg auf den dritten Platz hinter den stagnierenden Grünen.

Ein Rückblick auf vergangene Wahlen, bei denen die AfD deutlich mehr Wählerstimmen erzielen konnte als in den Umfragen, erlaubt es sogar, sich die Berliner CDU auf dem vierten Platz hinter den Grünen und der AfD vorzustellen.“

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„Linke und FDP legen zu

Die Linke überrascht bei den Umfragen mit einem guten Zuwachs: Ihr Stimmanteil wächst um 3,5 Prozent und erreicht insgesamt 15,5 Prozent der Wählerstimmen, etwas mehr als die AfD.

Bei der Wahl 2011 erreichte die FDP mit nur 1,8 Prozent der Stimmen ihr historisch schlechtestes Ergebnis in Berlin. Trotz einem Plus von 3,2 Prozent könnte die FDP bei erwarteten 5 Prozent den Wiedereinzug ins Abgeordnetenhaus erneut verfehlen.

Wie hoch ist die Wahlbeteiligung in Berlin?

Nach dem historisch niedrigsten Wert von 58 Prozent bei der Berliner Abgeordnetenhauswahl 2006 stieg die Wahlbeteiligung auf 60,2 Prozent (+ 2,2) bei der Wahl 2011. Derzeit gibt es hierzu keine Prognose für die kommende Wahl im September 2016.“

 

+++ 16:20 Im Liveblog vom „Tagesspiegel“ vermutet ein Blogger 70 % Wahlbeteiligung +++

Ulrich Zawatka-Gerlach, Blogger im Liveblog des „Tagesspiegel“ schreibt: „Es deutet sich an, dass die Beteiligung an der Abgeordnetenhauswahl über 70 Prozent liegen könnte. Um 12 Uhr nahmen schon deutlich mehr Berliner an der Wahl teil (25,1 statt 19,1 Prozent) als vor fünf Jahren. Rechnet man die hohe Beteiligung an der Briefwahl hinzu, waren es mittags schon 9 Prozent mehr als 2011. Damals beteiligten sich 60,2 Prozent der wahlberechtigten Berliner an der Parlamentswahl. Legt man die Erfahrungen aus den anderen Landtagswahlen dieses Jahres zugrunde, mobilisiert wohl vor allem die AfD bisherige Nichtwähler. Und zwar vor allem im Ostteil der Stadt. In Marzahn-Hellersdorf und Lichtenberg, Treptow-Köpenick und Pankow lag die Wahlbeteiligung um 12 Uhr, im Vergleich zur letzten Wahl, überdurchschnittlich an. Das schöne Herbstwetter machte es manchen Bürgern sicher auch noch leicht, ins Wahllokal zu spazieren.“

+++ 15:20 Wartezeiten vor den Wahllokalen +++

Der RBB twittert über lange Schlagen an überfüllten Wahllokalen in Friedenau und Schöneberg, während in Neukölln gähnende Leere vorherrscht. So sollte man in einigen Bereichen bis zu einer Stunde Wartezeit einplanen, in Kaulsdorf bis zu 20 Minuten.

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screenshot von twitter

Das Wahlbüro 205/206 ließ laut „Tagesspiegel“ um die Mittagszeit niemanden mehr hinein, da sonst keine geheime Wahl mehr garantiert werden könne. „Wir sind völlig überrascht worden“, zitiert die Zeitung einen Wahlhelfer.

+++ 13:56 Bis 12 Uhr haben 25,1 Prozent der Wahlberechtigten gewählt +++

Landeswahlleiterin Dr. Petra Michaelis-Merzbach erklärte in einer Pressemitteilung, dass bis zwölf Uhr mittags bereits 25,1 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben haben. Im Vergleich zur letzten Wahl ist das eine Steigerung der Wahlbeteiligung um 6 Prozent.
Dabei liegt im Bezirk Steglitz-Zehlendorf die Wahlbeteiligung bei 27,4 Prozent, in Berlin-Mitte bei 22,2 Prozent.

+++ 13:40 Wichtige Fakten zur Wahl des Abgeordnetenhauses und den Bezirksparlamenten +++

Es können 21 Parteien in 78 Wahlkreisen gewählt werden, wahlberechtigt sind 2.485.363, das sind 15 647 mehr als bei der letzten Wahl 2011. Es wurden 525.364 Briefwahlscheine (21,1 Prozent der Wahlberechtigten) ausgegeben. Weiterhin gibt es 72.500 junge Menschen, die das erste Mal wählen gehen können. In 1779 Wahllokalen sind bereits rund 20.000 Wahlhelfer beschäftigt. Ziel ist, unter 927 Kandidaten und 625 Direktkandidaten in den Wahlkreisen mindestens 130 Abgeordnete für das Abgeordnetenhaus zu bestimmen.

Parallel werden die Bezirksparlamente neu gebildet – Berlin ist eine Stadt aus vielen kleineren Städten und bestimmt damit ihre lokalen Regierungen. Dabei sind zusätzlich 275.020 Berliner wahlberechtigt, also insgesamt 2.760.383. Das sind 106.300 mehr als zur letzten Wahl, da auch 16- und 17-Jährige sowie in Berlin lebende EU-Bürger wahlberechtigt sind. Bei den Bezirksparlamenten gibt es 2281 Kandidaten in 22 Parteien und 6 Wählergemeinschaften.

+++ 13:30 Michael Müller (SPD) gibt seine Stimme ab +++

SPD-Spitzenkandidat Michael Müller gibt seine Stimme zusammen mit seiner Frau in Tempelhof ab.

+++ 12: 20 Schlange stehen vor dem Wahllokal  +++

Mit reger Beteiligung ist in Berlin die Wahl des neuen Abgeordnetenhauses angelaufen. Teilweise bildeten sich Schlangen bei der Stimmabgabe. Rund 2,48 Millionen Menschen sind aufgerufen, über die Sitze im Landesparlament zu entscheiden. Umfragen sahen die SPD trotz starker Verluste vorn. Eine Fortsetzung der Koalition mit der CDU ist aber wohl nicht möglich – genau wie jede andere Zweierkoalition.

Die Spitzenkandidaten Georg Pazderski (AfD), Sebastian Czaja (FDP) und Klaus Lederer (die Linke) haben ihre Stimme abgegeben.

 

 

 

+++ 10.46 Frank Henkel (CDU) hat schon, Michael Müller (SPD) muss noch +++

Seit dem Morgen können die Berliner ihre Stimme bei der Wahl zum neuen Abgeordnetenhaus abgeben. CDU-Spitzenkandidat Frank Henkel gab seine Stimme zusammen mit Frau und Sohn in Weißensee ab. Auch der Spitzenkandidat der FDP, Sebastian Czaja, war schon wählen – zusammen mit seiner Frau in Dahlem. Berlins Regierungschef Müller wird am Mittag bei der Stimmabgabe in Tempelhof erwartet.

+++ 9:05 Kanzlerin Merkel sagt ihren Besuch von Obamas Flüchtlingsgipfel bei den Vereinten Nationen ab +++

Für Kanzlerin Merkel ist die Wahl sehr wichtig, sie griff bereits im Vorfeld persönlich ein, um die CDU zu stärken.

Sie sagte für den heutigen Wahltag die Reise zum Flüchtlingsgipfel von Obama ab, der heute in New York stattfindet. Es wurde erwartet, dass sie persönlich anreist und die Rolle des Co-Gastgebers übernimmt. Im Juli kündigte sie dies so an und bestätigte, dass sie „angesichts des enormen Ausmaßes der Flüchtlingstragödie einen Schwerpunkt auf die humanitäre Dimension“ legen wird. Statt der Reise wird sie wohl im Konrad-Adenauer-Haus in Berlin vor Ort sein.

Verliert die CDU und kann anschließend keine Koalition mit der SPD aufnehmen, verliert die CDU im Bundesrat an Einfluss. Der Bundesrat ist ein „Parlament der Länderregierungen“. Das bedeutet, nur der, der in einer Landesregierung Sitze hat, kann Mitglied des Bundesrates sein – die Oppositionsparteien haben keinen Einfluss im Bundesrat.

+++ 8:50 Parteien und Kandidaten zur Abgeordnetenhauswahl +++

21 Parteien schicken 927 Kandidaten für das Abgeordnetenhaus ins Rennen. In den 78 Wahlkreisen bewerben sich 652 Kandidaten um das jeweilige Direktmandat. Die restlichen mindestens 52 Sitze im Abgeordnetenhaus werden nach Parteilisten vergeben.

Themen im Wahlkampf waren vor allem die Flüchtlinge, der Wohnungsmarkt, Schulen und die desolate Verwaltung. Der Pannenflughafen BER spielte kaum eine Rolle.

Die Spitzenkandidaten der Parteien

Für SPD-Spitzenkandidaten Müller (51) ist es die erste Abgeordnetenhauswahl. Er ist erst seit Dezember 2014 im Amt. Müller löste damals den zurückgetretenen Klaus Wowereit ab. In seiner kurzem Amtszeit musste Müller vor allem den enormen Flüchtlingsandrang auf die Hauptstadt organisieren – was nicht immer skandalfrei ablief.

Sein Herausforderer Henkel (52, CDU) ist bisher Innensenator – und zog Kritik auf sich, er sitze viele Probleme nur aus. Die Grünen schicken ein Quartett aus den beiden Fraktionsvorsitzenden Ramona Pop (38) und Antje Kapek (39) sowie den Parteichefs Bettina Jarasch (47) und Daniel Wesener (40) ins Rennen. Die Linke wird vom Landesvorsitzenden Klaus Lederer (42) angeführt, die AfD vom ehemaligen Bundeswehroffizier Georg Pazderski (64), die FDP von Generalsekretär Sebastian Czaja (33).

+++ 8:00 Abgeordnetenhauswahl in Berlin hat begonnen +++

Seit acht Uhr morgens sind rund 1800 Wahllokale für zehn Stunden geöffnet. Rund 2,48 Millionen Menschen sind aufgerufen, über die mindestens 130 Sitze im Abgeordnetenhaus zu entscheiden.

Nach jüngsten Umfragen muss das Regierungslager mit deutlichen Verlusten rechnen: Die SPD bliebe mit 23 Prozent stärkste Kraft, dies wäre jedoch ein Minus von fünf Prozent.

Die CDU läge mit 18 Prozent an zweiter Stelle, 2011 waren es 23,3 Prozent. Die Grünen wären drittstärkste Kraft mit 15 Prozent, dicht gefolgt von der Linken mit 14,5 Prozent und der AfD mit 14 Prozent.

Eine Fortsetzung der Koalition mit der CDU wird aber wohl nicht möglich sein. Stattdessen könnte das bundesweit erste rot-grün-rote Bündnis unter Führung der SPD gebildet werden.

Die AfD tritt zum ersten Mal bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus in Berlin an. Die FDP käme auf 6,5 Prozent. Die Wahlbeteiligung der rund 2,5 Millionen Berechtigten lag bei der letzten Wahl bei 60,2 Prozent.

+++ 18. September 2016 +++

+++ 17. September 17:00 +++

Unter kann bei Twitter mitgelesen werden.

+++ 17. September 16:00 : Wahlleiterin gibt erste Pressemitteilung heraus +++

Nach Abschluss der Wahlverzeichnisse in den Bezirkswahlämtern, heute um 18 Uhr, wurde die Zahl der Wahlberechtigten für die Berliner Wahlen festgestellt: Bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus können 2 485 363 Wahlberechtigte ihre Stimme abgeben. Das sind 15 647 mehr als bei der Vorwahl im Jahre 2011.
Es wurden insgesamt 525 364 Wahlscheine ausgestellt. Damit haben 21,1 % der zum Abgeordnetenhaus Wahlberechtigten einen Briefwahlantrag gestellt. Das ist die höchste Zahl, die je bei einer Wahl zum Abgeordnetenhaus erreicht wurde. Vor fünf Jahren waren insgesamt 444 012 Wahlscheine ausgegeben worden. Die höchste Zahl an Wahlscheinen mit 61738 wird wieder aus Steglitz-Zehlendorf gemeldet und die niedrigste aus Spandau (3028).

+++ 16. September, 19:00 Aktuelle Wahlprognose Berlin +++

Derzeit ist die Prognose für Berlin: SPD mit 23,1 Prozent an der Spitze, dann recht nah zusammen CDU und Grüne, dann folgt die AfD und kurz dahinter die Linken. Gezeigt wird ein Chart der Berliner Wahlbörse:

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Auf der Berliner Wahlbörse werden die Prognosen verschiedenster Umfragen verglichen. Diese reichen für die AfD von 13 Prozent (forsa) bis 18 Prozent (prognos) – und für die SPD von 21 Prozent (prognos) bis 24 Prozent (forsa).

+++ Was wird gewählt? Wer nimmt teil? +++

Es werden das Abgeordnetenhaus und die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) gewählt.

An der Abgeordnetenwahl werden Parteien und Einzelkandidaten gewählt. Die Parteien legen intern fest, welche Personen sie zur Wahl vorschlagen und in welcher Reihenfolge die Namen auf dem Stimmzettel erscheinen sollen. Die erste Person auf der Liste ist der Spitzenkandidat. An der Wahl zur Bezirksverordnetenversammlung können sich auch Wählergemeinschaften beteiligen.

+++ Wer darf wählen? +++

Das Abgeordnetenhaus wird nur von Deutschen über 18 Jahren gewählt, zur Wahl der BVV ist jeder EU-Bürger ab 16 Jahre mit Wohnsitz in Berlin zugelassen.