Vor der Arena Bar + Cafe am 21. Februar 2020 in Hanau.Foto: Thomas Lohnes/Getty Images

BKA öffnet Hinweisportal zur Aufklärung des Anschlags von Hanau

Epoch Times23. Februar 2020 Aktualisiert: 23. Februar 2020 22:49
Bürger können auf einem neuen Hinweisportal des BKA Fotos und Hinweise zu Hanau hochladen. Die Polizei ermittelt ebenfalls in Zusammenhang mit Shisha-Bars in Stuttgart und Döbeln.

Nach dem Anschlag von Hanau hat das Bundeskriminalamt (BKA) ein Hinweisportal geöffnet. Auf seiner Website können Bürger Fotos und Hinweise hochladen, die dazu beitragen könnten, die Tat aufzuklären, wie das BKA am Sonntag mitteilte. Zudem veröffentlichte die Behörde eine Telefonnummer, unter der sich Zeugen melden können. Die Telefonnummer lautet: 0800 0130110

Am Mittwochabend hatte ein 43-jähriger Mann im hessischen Hanau mutmaßlich neun Menschen mit ausländischen Wurzeln getötet. Er wurde später ebenso wie seine 72-jährige Mutter tot in seiner Wohnung gefunden. Die Tat löste bundesweit Entsetzen aus. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) kündigte am Freitag eine Ausweitung der Polizeipräsenz im ganzen Land an.

Vorfälle in Stuttgart und Döbeln

Nach dem Vorfall in Hanau wurde am Samstag in Stuttgart auf eine Shisha-Bar geschossen. Es werde „in alle Richtungen ermittelt“, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag der Nachrichtenagentur AFP.

Unbekannte hatten mehrere Schüsse auf zwei Fenster eines Gebäudes abgegeben, in dem sich unter anderem eine Shisha-Bar befindet. Ein Mitarbeiter der Bar entdeckte das beschädigte Fenster am Samstagmittag und alarmierte die Polizei.

Brandstiftung in Döbeln

Auch kam es zu einer möglichen Brandstiftung im sächsischen Döbeln. Dazu konnte die Polizei noch keine neuen Informationen geben. In der Nacht zum Samstag hatte aus noch ungeklärter Ursache der Schuppen eines Gebäudes gebrannt, in dem sich eine Shisha-Bar befindet. Im Nachbarhaus ist zudem ein Döner-Imbiss untergebracht. In den beiden Läden wurde laut Landeskriminalamt kein Feuer festgestellt. Es wurde niemand verletzt.

Weil eine politisch motivierte Straftat nicht ausgeschlossen werden kann, übernahm das Polizeiliche Extremismus- und Terrorismus-Abwehrzentrum des LKA Sachsen die Ermittlungen. Konkrete Hinweise auf eine politische Motivation lagen aber zunächst nicht vor. Es werde in alle Richtungen ermittelt, teilte das LKA mit. (afp)



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