Migrantenkrise in Europa.Foto: Sean Gallup/Getty Images

Brandenburg sucht Tausende Flüchtlinge – Opfer von moderner Sklaverei?

Von 20. Februar 2017 Aktualisiert: 21. Februar 2017 10:21
In Brandenburg werden Tausende Flüchtlinge vermisst. Im Zug der Flüchtlingswelle wurden viele Migranten nur mangelhaft erfasst. Gleichzeitig sehen Menschenrechts-Organisationen ein hohes Risiko der Versklavung von Migranten hier in Europa.

In Brandenburg werden Migranten zu Tausenden vermisst. Die Einwanderer waren 2015 über Österreich und Ungarn ins Land gekommen. Nun ist ihr Verbleiben ungewiss. Man wisse, ʺdass nicht alle hier bleiben wolltenʺ, so der Sprecher des Innenministeriums, Wolfgang Brandt. Die Frage sei, ob die Menschen wirklich vermisst würden, oder nur an einem anderen Ort leben. Die „Welt“ berichtete.

Nun wurden Tausende einzelne Ermittlungsverfahren durch die Staatsanwaltschaft gestartet, um den Aufenthaltsort der Migranten zu bestimmen. Von den bislang 1.000 überprüften Personen seien 15 bis 20 Prozent „offensichtlich“ abgetaucht. So der Frankfurter Oberstaatsanwalt Ulrich Scherding gegenüber dem RBB.

Im Jahr 2015 wurden in Brandenburg 47.000 Migranten  aufgenommen. Davon wurden 18.000 nur mangelhaft erfasst. Zum Beispiel wurden keine Fingerabdrücke genommen. Von diesen 18.000 Menschen seien heute 3.600 nicht mehr auffindbar, so die „Welt“.

Könnten die Vermissten in Sklaverei sein?

Ein aktueller Menschenrechtsbericht (Human Rights Outlook 2016 von Verisk Maplecroft) sieht „Europas Migrationskrise als wichtigste treibende Kraft für das Auftauchen von Zwangsarbeit im Umfeld von Unternehmen“.

Entscheidend sei die Rolle von Arbeitsvermittlern, die laut dieser Analyse eine zentrale Rolle bei der Aufrechterhaltung von Sklaverei (Arbeits- und Sexsklaverei) durch die Ausbeutung von Migranten spielen.

Einwanderer würden in die Sklaverei durch Gebühren für Arbeitsbeschaffung und Unterbringung gezwungen, die eine Rückzahlung unmöglich machen.

Besonders anfällig für Zwangsarbeit seien vor allem Hersteller von Nahrungsmitteln, Getränken und Technologie, sowie der Einzelhandel und allgemein Produktion, so der Bericht.

Der „Global Slavery Index“ verzeichnet für Deutschland eine geschätzte Zahl von 14.500 in Sklaverei lebenden Menschen (0,02 Prozent der Bevölkerung). Unser Nachbar Polen führt den Index mit geschätzten 180.000 Menschen in Sklaverei an (0,476 Prozent ).



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