Brandenburgs AfD-Chef rechnet mit „Görlitz-Effekt“ nach Landtagswahl

Epoch Times13. August 2019 Aktualisiert: 16. August 2019 10:22

Brandenburgs AfD-Chef Andreas Kalbitz rechnet damit, dass die anderen Parteien sich im Fall eines AfD-Siegs bei der Landtagswahl in einer Koalition gegen die AfD zusammenschließen. Er erwarte nach dem Urnengang am 1. September einen „Görlitz-Effekt“, sagte Kalbitz am Dienstag vor Journalisten in Berlin. Dort hatten sich die anderen Parteien zugunsten der CDU verbündet, um einen AfD-Oberbürgermeister zu verhindern.

Eine Koalition aus drei oder vier Parteien halte er aber für nicht tragfähig, fügte der 46-Jährige hinzu. Laut der jüngsten Forsa-Umfrage vom vergangenen Freitag könnte die AfD mit 21 Prozent stärkste Kraft im Brandenburger Landtag werden. Alle anderen Parteien schließen eine Koalition mit der AfD jedoch aus. Zweierkonstellationen ohne die AfD kommen in den Umfragen nicht auf eine Mehrheit.

Die Oberbürgermeisterwahl im sächsischen Görlitz war im Juni deutschlandweit und teils auch im Ausland mit großem Interesse verfolgt worden. Der AfD-Kandidat hatte im ersten Wahlgang noch die meisten Stimmen unter allen vier Bewerbern geholt, allerdings wurde ein zweiter Wahlgang nötig. Grüne und Linkspartei hatten verzichtet, noch einmal mit ihren Kandidatinnen anzutreten, und für eine Unterstützung des CDU-Kandidaten geworben. (afp)

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