SPD in Brandenburg in Alarmbereitschaft: Die AfD liegt nach Umfragen auf Platz eins

Epoch Times12. August 2019 Aktualisiert: 12. August 2019 18:11
Laut einer Umfrage von Forsa liegt die AfD drei Wochen vor der Landtagswahl in Brandenburg auf Platz eins. SPD-Ministerpräsident Dietmar Woidke sagt, „dass es kein Schreckgespenst ist, das wir an die Wand malen, sondern ein AfD-Sieg bittere Realität werden kann".

Demnach kommt die AfD bei der Umfrage auf 21 Prozent, die CDU auf 18 Prozent, die SPD auf 17 Prozent, gefolgt von den Grünen mit 16 Prozent und der Linken mit 14 Prozent. Die FDP käme auf 5 Prozent und kann sich somit Hoffnung auf den Wiedereinzug in den Landtag machen.

Die Tatsache, dass die AfD auf Platz eins liegt, löste bei der SPD-Führung anscheinend Angst aus. Nach außen hin gibt man sich gelassen. So sagte Ministerpräsident Dietmar Woidke nach der Veröffentlichung der Umfrage, den „Potsdamer Neuesten Nachrichten“:

Bis zur Wahl wird es noch 15 bis 20 Umfragen geben. Wir stehen am Anfang der heißen Phase des Wahlkampfes und nicht am Ende. Deshalb wird uns das nicht unruhig machen in irgendeiner Art und Weise oder demotivieren.“

Intern herrscht jedoch ein anderen Ton. In einer Rundmail, welche Woidke Medienberichten zufolge am Wochenende an die 6.500 Brandenburger SPD-Mitglieder geschickt hat, ist zu lesen, „dass es kein Schreckgespenst ist, das wir an die Wand malen, sondern ein AfD-Sieg bittere Realität werden kann“.

Die SPD hat zu kämpfen

Laut der Umfrage zeigten sich 41 Prozent der Befragten mit der Arbeit der rot-roten Landesregierung zufrieden, 54 Prozent weniger zufrieden beziehungsweise unzufrieden. 43 Prozent waren mit der Arbeit von Ministerpräsident Dietmar Woidke zufrieden; weniger zufrieden oder unzufrieden zeigten sich 49 Prozent.

38 Prozent der Befragten würden Woidke wieder zum Regierungschef wählen. CDU-Herausforderer Ingo Senftleben kam bei dieser Frage auf 16 Prozent und AfD-Spitzenkandidat Andreas Kalbitz auf sechs Prozent. 40 Prozent der Befragten gaben an, keinen der drei Kandidaten direkt wählen zu würden.

Der ehemalige SPD-Landesvorsitzende von Brandenburg und früherer Ministerpräsident des Landes, Matthias Platzeck, zeigt sich hingegen kämpferisch und läutet die Alarmglocke: „Wir befinden uns in einer existenziellen Krise“, sagte der 65-Jährige dpa. „Ich wünsche mir jetzt, dass wir mit Leidenschaft kämpfen und die drei Landtagswahlen im Osten einigermaßen ordentlich bestehen.“ (rm)

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