Corona-Fehlalarm in Graal-Müritz: Schule wieder geöffnet

Von 14. August 2020 Aktualisiert: 15. August 2020 14:40
Der Schreck sitzt den Beteiligten noch in den Gliedern. Kurz nach dem Schulstart in Mecklenburg-Vorpommern machte die Ostsee-Grundschule in Graal-Müritz wegen einer „Corona-Infektion“ dicht. Eigentlich sollte sie bis 21. August geschlossen sein. Denn ein Schüler der Grundschule war positiv auf SARS-CoV-2 getestet worden.

Im mecklenburgischen Graal-Müritz wurde am 7. August Quarantäne angeordnet. Betroffen waren neben einem Kind, das positiv auf COVID-19 getestet wurde, 104 Schüler, acht Lehrerinnen, eine Referendarin und ein Integrationshelfer. Nach Mitteilung des Landkreises wurden alle Schüler und auch die Beschäftigten des Horts getestet.

Der Landkreis rief aufgrund eines bestätigten COVID-19-Falles und eines weiteren COVID-19-Falles, „bei dem erhebliche Zweifel am Testergebnis bestehen“, dazu auf, die Privatsphäre der Betroffenen zu wahren. „Sie alle erleben eine schwere Belastung und wirken bei den Ermittlungen und den Infektionsschutzmaßnahmen unseres Gesundheitsamtes sehr gut mit“, erklärt Landrat Sebastian Constien.

„Die Situation ist für die gesamte Gemeinde sehr belastend. Respektvolles und besonnenes Miteinander sind jetzt besonders wichtig“, sagt die Graal-Müritzer Bürgermeisterin, Dr. Benita Chelvier.

Inzwischen steht jedoch fest: Es war Fehlalarm; der positive Corona-Test des Schülers war fehlerhaft. „Das Probenmaterial des Kindes war stark mit biologischem Material einer anderen Person verunreinigt, die tatsächlich Covid19-positiv ist“, heißt es in einer Mitteilung des Landkreises.

Das zunächst positiv getestete Kind sei im Nachhinein nochmals mehrfach getestet worden. Das Ergebnis fiel dabei negativ aus. Die angeordnete Quarantäne für alle Schüler und Beschäftigten wurde aufgehoben. Am 15. August geht für sie die Schule weiter.

Für den fehlerhaften Test hat Professor Andreas Podbielski von der Uni-Klinik Rostock eine einfache Erklärung: Viele Labore im Land würden nur „primitiv“ testen, sagt er.

Labore warnen vor Überlastung

Indes warnt der Verein der Akkreditierten Labore in der Medizin (ALM) vor einer Überstrapazierung der Laborkapazitäten. Die immense Zunahme des Testgeschehens brachte die Labore mancherorts an den Rand ihrer Leistungsfähigkeit, trotz der im internationalen Vergleich sehr hohen Testkapazitäten. Die Lieferungen von Geräten und Testmaterialien aus der In-vitro-Diagnostika-Industrie seien jedoch begrenzt und rationiert.

Die Mitglieder des ALM e.V. appellieren daher an die Politiker, keine weiteren Versprechungen zu Tests zu machen: „Vorhaben wie in Bayern, die Zahl der Tests pro Woche von 20.000 auf 200.000 zu steigern, sind wenig realistisch und setzen falsche Signale“, betont Dr. Michael Müller, erster Alm-Vorsitzender. Auf Kosten aller Bürgerinnen und Bürger würden hier Ressourcen versprochen, ohne die Realisierung konkret zu benennen.

Für die Versorgung symptomatischer Patienten in Krankenhäusern und Pflegeheimen und bei der so entscheidenden Aufdeckung der Infektionsketten, könnten diese Ressourcen am Ende fehlen. Es sollten besser dort PCR-Tests durchgeführt werden, wo es prioritär medizinisch notwendig und im Sinne einer guten Prävention nützlich sei. Das sei die zentrale Aufgabe der Pandemie-Eindämmung.

Auf keinen Fall solle man die gut etablierten flächendeckenden Strukturen der fachärztlichen Labore dauerhaft überlasten, mahnt Dr. Müller und erklärt:

Auch wenn Sie mit einem Auto mit 240 in der Spitze über die Autobahn fahren könnten, halten Sie das Tempo ja nicht dauerhaft vom Start bis zum vielleicht weit entfernten Ziel, weil Sie wissen, dass dann der Motor kaputt geht, sie kurzfristig tanken müssen und außerdem viel Geld ausgeben, ohne am Ende viel effizienter gewesen zu sein.“

Auch die Labore können ihre Angestellten „nicht unentwegt bis zum Anschlag belasten!“

„Die Zahl falsch negativer und statistisch gesehen auch die falsch-positiver Befunde steigt sogar mit der Zahl der Tests, insbesondere bei der Massenuntersuchung völlig asymptomatischer Personen“, kritisiert ALM-Vorstand Professor Jan Kramer.

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