„Dein Kollege – ein Rassist?“: Internes Papier beim SWR ruft zum Bespitzeln und Denunzieren auf

Von 4. Mai 2017 Aktualisiert: 5. Mai 2017 6:27
Wer im Netz »pauschale Beschuldigungen« postet, was z.B. die Aussage wäre „Flüchtlinge sind in einem extremen Ausmaß krimineller als Deutsche«, kriegt gleich die Rote Karte. Bitte Screenshot erstellen und ZACK! an die Personalabteilung damit. Auf diese Weise möchte ver.di nun offenbar auch bei Kollegen von Rundfunkanstalten intern aktiv werden.

Im Intranet des SWR sind Handlungsanweisungen aufgetaucht, wie man gegen „Kollegen“ vorgehen soll, die „unaufgefordert…fremdenfeindliche Propaganda verbreiten“. Erst vor kurzem hatte die Gewerkschaft Ver.di ähnliches Material in ihren Reihen verbreitet.

„Dein Kollege – ein Rassist?“

Wie jetzt bekannt wurde, soll bei den öffentlich-rechtlichen Medien nicht nur „die breite Öffentlichkeit auf Linie gebracht werden“, um es mit Worten von Eva Hermann zu sagen.

Die Journalistin Ines Laufer berichtet auf ihrem Blog, dass im Intranet des SWR zum „Umgang mit Fremdenfeindlichkeit am Arbeitsplatz“ aufgeklärt wird, unter dem Motto: „Dein Kollege – ein Rassist?“

„Hast Du auch Angst, Deine Frau abends noch alleine U-Bahn fahren zu lassen?“, mit solchen Fragen würden Gespräche oft scheinbar harmlos anfangen, so die Mitteilung. Verfasst wurde sie von den Stuttgarter Personalräte des Südwestrundfunks, Peter Beck und Stefan Tiyavorabun gemeinsam mit ihrer Integrationsbeauftragten Anna Koktsidou.

SWR1

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(screenshot: Ines Laufer)

Das Motto in Form von „Dein Kollege“ lässt hier sofort an das kürzlich auf ver.di erschiene Papier zum Aufspüren, Bespitzeln und Isolieren von „Rechtspopulisten“ erinnern, ähnlich sei jetzt auch der Auftrag an die Mitarbeiter des SWR. Die Mitarbeiter der angeschlossenen Gewerkschaft ver.di sollen dafür verantwortlich sein. Ob auch andere ARD-Töchter mit Aufrufen dieser Art im Intranet bestückt sind, ist derzeit nicht bekannt.

Bitte Screenshot erstellen und ZACK! an die Personalabteilung damit

Laut Laufer sollen Mitarbeiter zu „aufmerksamen Beobachtern“ gemacht werden, mit dem Ziel, jene Kollegen der Personalabteilung zu melden und einen Kündigungsgrund zu liefern, die entweder am Arbeitsplatz „unaufgefordert…fremdenfeindliche Propaganda verbreiten“ oder im Netz und auf Facebook (und sei es in geschlossenen Freundeskreisen) fremdenfeindliche Äußerungen oder Kommentare posten.

Weitere Beispiele, die die Journalisten aufzählt: „Um dieses widerwärtige Denunziantentum in unschuldig-lustiger Form zu bemänteln, empfehlen die Personalräte das (virtuelle) Zücken der gelben oder roten Karte. Wie beim Fußball. Gelbe Karte = Verwarnung. Rote Karte = der »Spieler« wird ausgewechselt.“

„Wer im Netz »pauschale Beschuldigungen« postet, was z.B. die Aussage wäre „Flüchtlinge sind in einem extremen Ausmaß krimineller als Deutsche«, kriegt gleich die Rote Karte. Bitte Screenshot erstellen und ZACK! an die Personalabteilung damit. Denn schließlich verletzen »solche Äußerungen die Menschenwürde von Minderheiten.“

„Dies sind die klassischen Methoden des Totalitarismus, man nennt sie Propaganda“

Eine Verletzung der Menschenwürde von Minderheiten kann die Journalistin aber nicht erkennen, hier gehe es um „Gesinnungsschnüffelei par excellence“, kommentiert sie. „Und das in einer Rundfunkanstalt des Öffentlichen Rechts, finanziert von den Bürgern mit den Zwangsabgaben der GEZ.“

Die Ex-Tagesschau-Sprecherin Eva Herman  kommentierte den „internen ARD-Aufruf zu Spitzel- und Denunziantentum“ so: „Auf internen ARD-Intranet-Pfaden, von denen die breite Öffentlichkeit natürlich so gut wie nichts mitbekommt, wird jetzt, wie berichtet, auch der letzte frei denkende Mitarbeiter umerzogen zu der gewünschten politischen Korrektheit im politischen wie auch privaten Raum.“

„Dies sind die klassischen Methoden des Totalitarismus, man nennt sie Propaganda. Hierdurch wurden schon mehrmals einschneidende Veränderungen über unser Land gebracht, die heute erkannt und betrauert werden“, so Herman.

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