„Deutschland kann und wird keine Flüchtenden aus der Ukraine zurückweisen“

Volker Wissing (FDP), Bundesminister für Verkehr und Digitales, will Details zum Nahverkehr-Rabatt zügig klären.
Volker Wissing (FDP), Bundesminister für Verkehr und Digitales.Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa
Epoch Times16. April 2022

Die Bundesregierung wird Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) zufolge keine Flüchtlinge aus der Ukraine zurückweisen. „Deutschland kann und wird keine Flüchtenden aus der Ukraine zurückweisen“, sagte der FDP-Politiker den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND, Samstagsausgaben). Die Zahl der Menschen, die mit dem Zug nach Deutschland flüchten, sei im Vergleich zur Höchstphase am Anfang des Krieges inzwischen deutlich zurückgegangen. „Von 8200 auf aktuell rund 2500 Personen pro Tag.“

Wissing betonte allerdings: „Wir halten die Logistik- und Transportstrukturen jedoch aufrecht, weil wir den Kriegsverlauf nicht vorhersehen und jederzeit einen Anstieg der Flüchtlingszahlen erleben können.“ Deutschland müsse „mit einer weiteren Eskalation rechnen und vorbereitet sein. In der Ukraine in Not geratene Menschen sollen Zuflucht in Deutschland finden können.“

„Es ist richtig, dass wir unsere Transportkapazitäten auf der Schiene aufrechterhalten und auch Vorbereitungen für Luftbrücken getroffen haben“, bekräftigte Wissing. Der Straßentransport werde durch den Ukraine-Krieg allerdings stark beeinträchtigt, da viele Lkw-Fahrer in die ukrainische Armee eingerückt seien.

Allein in Polen fehlten rund 100.000 ukrainische Lastwagenfahrer, weil sie zum Wehrdienst einberufen worden seien. „Das sind 37 Prozent aller Lkw-Fahrer in Polen. Deswegen war es mir auch so wichtig, eine Schienenbrücke in die Ukraine aufzubauen. So können mit wenig Personal große Mengen Hilfsgüter transportiert werden.“

Der Fachkräftemangel in Polen habe wiederum Auswirkungen auf Deutschland. „Die Situation im Logistikbereich ist in Folge des Kriegs besonders angespannt.“ Die Branche leide aber auch unter den hohen Energiekosten und brauche dringend Unterstützung. „Die Lieferketten sind stark beeinträchtigt“, sagte Wissing dem RND. (afp/red)



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