Dreyer fordert künftigen Zusammenhalt in SPD: Mitglieder „vollkommen angenervt“ vom Umgang mit Nahles

Epoch Times25. Juni 2019 Aktualisiert: 25. Juni 2019 9:46

Vor der Wahl einer neuen Parteispitze fordert die kommissarische SPD-Vorsitzende Malu Dreyer einen fairen Umgang mit dem Führungspersonal.

„Die meisten Parteimitglieder sind wirklich vollkommen angenervt von dieser Situation“, sagte sie am Dienstag im Bayerischen Rundfunk zur Kritik an der Ex-Vorsitzenden Andrea Nahles vor deren Rücktritt. „Man kann jetzt nur hoffen, dass die SPD daraus lernt.“

Diejenigen, „die nicht so ein gutes Spiel gespielt haben“, müssten jetzt verstehen, „dass wir zusammenhalten müssen“, sagte Dreyer weiter.

Der Parteivorstand hatte am Montag beschlossen, eine Doppelspitze für die SPD zu ermöglichen und die Mitglieder über den oder die künftigen Vorsitzenden abstimmen zu lassen. „Die Partei hat sehr deutlich gemacht von der Basis aus: Sie möchte eine umfassende Beteiligung haben“, sagte Dreyer dazu.

Der nun anstehende „Wettbewerb der besten Köpfe und der besten Ideen“ werde eine gute Zeit für die SPD, zeigte sich die Übergangschefin überzeugt. „Ich hoffe auch, dass die einen Aufschwung mit sich bringt, weil wir diskutieren werden im ganzen Land.“

Dreyer wirbt für Doppelspitze

Dreyer warb erneut für das Konzept einer Doppelspitze. „Weil die Partei zur Zeit sehr viel Kraft braucht, ist das zu verteilen auf zwei Schultern sicherlich kein Fehler.“

Namen geeigneter Bewerber wollte sie nicht nennen: „Wir als kommissarische Parteiführung haben uns geschworen, dass wir Sachwalter dieses Verfahrens sind, so dass alle die gleiche Chance haben.“

Laut dem Beschluss des SPD-Vorstands vom Montag können sich vom 1. Juli bis zum 1. September Bewerber für die Parteispitze melden.

Der Vorstand wünscht sich dabei insbesondere, dass Zweierteams antreten. Einzelbewerbungen sind aber ebenfalls erlaubt. Im Herbst folgen dann Regionalkonferenzen, auf denen sich die Interessenten vorstellen, sowie eine Mitgliederbefragung. Die formale Entscheidung über den künftigen Vorsitz fällt der Parteitag im Dezember. (afp)

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